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Samstag, 1. August 2015, 14:24

RKZ-Spezial: Mais

Mais

Mais (Zea mais)

Mais ist eine der bedeutendsten Futterpflanzen der Welt geworden. Dabei gibt es verschiedene Formen der Nutzung. Zum einen kann das Korn wie andere Getreidearten gedroschen werden und in Futtermitteln verarbeitet werden. Insbesondere für Wiederkäuer kommt die ganze Pflanze zur Nutzung, sei es frisch oder konserviert als Maissilage.

 

Anbau, Herkunft und Verwendung

Mais stammt aus dem südlichen Amerika und ist sehr wärmeliebend. Das besondere ist, dass Mais eine sogenannte C4-Pflanze ist im Gegensatz unserer heimischen Getreidearten, die C3-Pflanzen sind. Das hat gewaltige Vorteile bei der Photosynthese an heißen Tagen. Die Maispflanze kann auch bei wegen Hitze geschlossenen Stomata (Spaltöffnungen) Photosynthese betreiben, das die gebundene Energie anders zwischenspeichern können und nachts bei offenen Stomata aus der Luft CO2 aufgenommen wird. Dadurch wird der Wasserverbrauch pro gebildetem Kilogramm Trockenasse halbiert. Das bedeutet, dass Mais in warmen und trockenen Regionen das vorhandene Wasser effektiver verwertet, was zu wesentlich höherer Ertragsleistung führt.


Für Kaninchenzüchter ist der Anbau von Körnermais nicht so interessant wie der von Grünmais. Aber bevor man selbst in den Anbau einsteigt, sollte man bei einem Landwirt in der Nähe nachfragen ob man dort vielleicht die benötigten Futterpflanzen bekommen kann. Oftmals wären Pflanzen unter Bäumen oder in Ecken günstig zu haben.`

 

Mais ist eigentlich in allen Entwicklungsstadien fütterbar, richtig Sinn macht es aber erst nach der Blüte, wenn die Kolben ansetzen und der Nährstoffertrag steigt. Dies ist ab Ende Juli/Anfang August in der Regel der Fall. Da eine ganze Maispflanze für ein Kaninchen oft zu groß ist und die Nährstoffe ungleichmäßig in der Pflanze verteilt sind (Kolben, Blätter, Stängel) bin ich dazu übergegangen die Pflanzen durch einen Rübenmuser zu lassen ( ein Gartenhäcksler tuts auch) um ein homogeneres Futter zu bekommen.


Beginn der Maisblüte

Männliche Maisblüte

Weibliche Maisblüte

Gleichzeitig wird der harte Stängel geöffnet, wodurch das weiche, süße Mark zugänglich wird. Dieser Häcksel wird unheimlich gerne gefressen und ist auch gut geeignet um Gewicht (aber auch Wammen) zu machen, da er sehr gehaltvoll und gut verdaulich ist. Durch die Haupterntezeit im Spätsommer/Frühherbst, lassen sich Futterengpässe ausgleichen, wenn die Wiesen in ihrer Wuchskraft nachlassen und nicht mehr so viel Ertrag bringen. Der Häcksel sollte täglich frisch zubereitet werden, da er sehr schnell in Gärung übergeht und warm wird. Kann nicht gehäckselt werden, dann sollte der Stängel uzumindest gequetscht oder gespalten werden um sein Inneres zu erschließen. Abgeschnittene Ganzpflanzen lassen sich problemlos einige Tage lagern ohne zu verderben. Gehäckselter Mais kann auch durch silieren für den Winter konserviert werden.


Wenn überschüssige Maispflanzen abreifen und die Blätter und Stängel verdorren, können die Kolben zur Körnernutzung ausgebrochen werden. Dabei kann man die Lieschblätter (Hüllblätter des Kolbens) zurückziehen, verknoten und die Kolben daran zum Trocknen aufgehängt werden. Früher wurden große Zöpfe, ähnlich wie bei den Zwiebeln gebunden. Das Trocknen ist sehr wichtig, da das Maiskorn in diesem Stadium oft noch über 30 % Feuchtigkeit enthält und sonst anfangen würde zu schimmeln. Zum Füttern kann man einfach Stücke vom Kolben abbrechen und in die Buchten geben. Zum Mahlen oder Mischen muss man die Körner von der Spindel zuerst lösen (rebeln), was ohne geeignetes Gerät doch etwas Arbeit ist.


Doch nun zum Anbau. Da Mais eine wärmeliebende Pflanze ist, sollte er nicht vor Mitte April ab ca. 8-10 Grad Bodentemperatur ausgesät. Dabei wird er vorzugsweise in Reihen mit 60-75 cm Abstand angebaut. Der Reihenanbau erleichtert die Unkrautbekämpfung wesentlich. Pro m² werden 7-11 Körner in gleichmäßigem Abstand ca. 4-5 cm tief ausgesät. Man kann mit der Hacke in den gut bearbeiteten Boden eine kleine Furche ziehen, die Körner darin auslegen und mit Hacke oder Rechen wieder zuziehen und den Samen gut bedecken. Eine gute Rückverfestigung des Saatbettes beschleunigt die Keimung und das Auflaufen.


Abbildung 1: Mais im 2-Blattstadium kurz nach dem Auflaufen (Bild:Klemens Gugel)


Nun beginnt die empfindlichste Zeit des Maises. Neben verschiedenen Insekten haben es zum Beispiel Krähen auf den Keimling abgesehen. Doch das Hauptaugenmerk ist auf die Unkrautbekämpfung zu legen

.


Abbildung 2: Massive Unkrautkonkurrenz (Bild: Klemens Gugel)

 

Mais verträgt im Jugendstadium keine Konkurrenz durch Unkräuter und ist für Hacken sehr dankbar. Die Reihen können auch leicht angehäufelt werden. Später wenn die Blätter die Reihen schließen, wird das Unkraut sehr gut durch Lichtmangel unterdrückt. Deshalb ist der mehrreihige Anbau dem einreihigen vorzuziehen. Nach der letzten Hacke des Maises bietet sich eine Untersaat mit 150 g/ar Welsches Weidelgras oder Landsberger Gemenge (50% Welsches Weidelgras, 30% Inkarnatklee, 20% Winterwicke) an.

 

Diese wird breitwürfig ausgebracht und entwickelt sich unter den Maispflanzen anfangs nur spärlich, bilden Wurzeln aber wenig Blätter. Wenn die Maispflanzen dann bodentief abgeschnitten werden gelangt Licht und somit Energie an die Untersaat und diese zieht los. Diese wächst auch über Winter bei Temperaturen über 6°C und liefert im zeitigen Frühjahr einen ergiebigen ersten Schnitt, noch lange bevor Luzerne und andere Kleearten schnittreif sind. Eine Untersaat hat auch den Vorteil, dass übrige Nährstoffe vor Auswaschung geschützt werden und der Boden über Winter nicht blank liegt.

 


Abbildung 3: Welsches Weidelgras nach der Silomaisernte
(Bild:Bayrisches Landwirtschaftliches Wochenblatt)


Sortenwahl und Saatgut


In Westeuropa wird überwiegend Hybridmais angebaut, das heißt dass die Sorten nicht samenfest sind und jedes Jahr wieder neu gekauft werden müssen. Die Hybridsorten haben gegenüber den alten Populationssorten wie dem „Gelben Badischen Landmais“ wesentlich höhere Erträge sowohl im Korn als auch in der Gesamtpflanze. Auch ist Saatgut der Landsorten nicht so einfach zu bekommen. Das einfachste ist sich von einem Landwirt in der Gegend die benötigte Menge Saatgut zu besorgen. Dadurch bekommt man Sorten die ins regionale Klima passen und man muss kein ganzes Gebinde Saatgut kaufen, das in der Regel für 50 bis 100 ar reicht. Die Reifezeit wird der Reifezahl von 100-900 dargestellt wobei in Deutschland ca 160-350 gebräuchlich sind. Um so höher die Reifezahl, desto später die Reife aber auch höher der Ertrag. In der nachfolgenden Tabelle sind die Reifeguppen und deren Anspüche beschrieben.

 

Einteilung der Reifegruppen nach Reifezahlen für Silo- und Körnermais und deren Temperaturansprüche

 

Theoretisch kann auch selbst gewonnenes Saatgut verwendet werden, da Hybridmais aber spalterbig ist werden die Nachkommen in alle möglichen Richtungen aufspalten, was die Bestände in jeder Hinsicht uneinheitlich macht, was die sinnvolle Nutzung nicht gerade erleichtert, aber es kann klappen. Wichtig ist aber keinen Konsummais aus dem Handel zu verwenden, da dieser mit Heißluft getrocknet wird und an Keimfähigkeit einbüßt.

 

Nährstoffbedarf

Mais hat einen relativ hohen Nährstoffbedarf der so im 6-8 Blattstadium beginnt und kurz vor dem Fahnenschieben bis über die Blüte am höchsten ist. Kaninchenmist kann vor der Saat eingearbeitet werden. Des weiteren kommen 8-12 kg/ar an Volldünger zur Anwendung, der am besten in mehrere Gaben unterteilt wird.

 

Pflanzenschutz

Mais hat im Vergleich zu anderen Kulturen ein sehr geringen Pflanzenschutzbedarf, was in der Hauptsache die Unkrautbekämpfung ist. Durch ein Bisschen Handhacke und Bodenbearbeitung lässt sie sich in unserem Kleinanbau komplett vermeiden. Der Maiszünsler der die Stängel und Kolben anbohrt ist im Kleinanbau nicht bekämpfungswürdig weil umgefallene Pflanzen einfach der Fütterung zugeführt werden können. Pilzkrankheiten werden durch die Auswahl wenig empfindlicher Sorten im Griff behalten.


Wir bedanken uns bei Klemens Gugel für diesen Bericht und die Fotos. Das Copyright liegt bei den jeweiligen Verfassern und beim Rassekaninchenzuchtforum e.V. Die Rechte der Grafiken liegen bei [url]www.rkz-forum.de[/url]. Weitere Ergänzungen, Meinungen und Bilder zum Bericht bitte an webmaster@rkz-forum.de. Wir weisen nochmals ausdrücklich darauf hin, dass die Bilder, Texte und Grafiken bestimmten Rechten unterliegen und dass wir Copyrightverletzungen strafrechtlich verfolgen lassen werden.


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Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von »RKZ-Team« (1. August 2015, 18:00)


Countrysu

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Samstag, 1. August 2015, 21:51

Mais

Danke Klemens....
für den sehr interessanten Bericht.
Auch ich füttere zur Zeit viel Mais , allerdings nur die Blätter.
LG Susan

Klemens

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Freitag, 8. Januar 2016, 22:12

Die Maispflanze kann auch bei wegen Hitze geschlossenen Stomata (Spaltöffnungen) Photosynthese betreiben, das die gebundene Energie anders zwischenspeichern können und nachts bei offenen Stomata aus der Luft CO2 aufgenommen wird.
Nach dem ich gebeten wurde diesen Satz ein wenig besser zu erklären will ich das jetzt versuchen. Ich dachte die einen langweilts, wenn man zu sehr ins Detail geht und die anderen interessierts nicht. Aber vielleicht ist es gar nicht schlecht wenn man Pflanzen anbaut und etwas mehr darüber Bescheid weiß als dass die Wurzeln unten und die Blätter ober sind.
Pflanzen gewinnen Energie in Form von Kohlenhydraten aus dem Sonnenlicht. Dabei wird unter Abspaltung von Sauerstoff, der an die umgebung abgegeben wird, aus Kohlendioxid, Wasser und Licht Zucker aufgebaut, der den Pflanzen für ihre Wachstumsprozesse als Energiequelle dient. Das Kohlendioxid gelangt über die geöffneten Spaltöffnungen in die Pflanze, wobei auch Wasser und elementarer Sauerstoff an die Umgebungsluft abgegeben werden. Um sich vor übermäßigem Wasserverlust zu schützen ist die Pflanze in der Lage die Spaltöffnungen (Stomata) zu schließen, was aber den Nachteil hat, dass kein CO2 mehr in die Planze gelangt, weshalb die Photosynthese trotz hoher Sonneneinstrahlung nahezu zum Erliegen kommt. Die C4-Pflanzen, zu denen der Mais gehört sind nun in der Lage den Kohlenstoff als Asparaginsäure (C4 Verbindung) zwischenzuspeichern , was eine Photosynthese auch bei geschlossener Spaltöffnung möglich macht. Deshalb sind C4-Pflanzen vor allem bei trocken-heißem Klima mehr Trockensubstanz und damit Ertrag aufzubauen als C3- Pflanzen zu denen unsere Getreidearten zählen.

Gruß Klemens

kottenmolch

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Samstag, 9. Januar 2016, 10:43

Hallo Klemens,

vielen Dank für die genauere Erklärung der C4 Pflanzen und deren Photosynthese. Es ist schon erstaunlich wozu Pflanzen in der Lage sind.

Eine Frage hätte ich da aber noch zu dem "Gelben Badischen Landmais": Ist "Bantam Mais" vergleichbar, oder gar der Selbe?

Wünsche ein schönes Wochenende,
und viele Grüße aus dem Spessart,
Moni

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Klemens

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Samstag, 9. Januar 2016, 20:55

Hallo Moni,
Der "Gelbe Badische Landmais" ist eine frei abblühende, samenfeste Hartmaissorte die schon Ende des 19. Jahrhunderts im Oberrheintal angebaut wurde. Er wird heute noch speziell für die Fütterung von Tauben angebaut. Bantammais dagegen ist ein Zuckermais, der als Gemüsemais Verwendung findet, allerdings noch vor der vollständigen Ausreife, wenn die Körner noch weich sind. Gemeinsam haben die beiden Sorten, dass sie beide samenfest sind. Das heißt, dass du von deinen geernteten Maiskörnern wieder Saatgut gewinnen kannst. Bei den heute gebräuchlichen Hybridsorten ist das nur unter starker Aufspaltung möglich.
Wenn ich Mais verfüttern will, gehe ich in dieser Rangfolge vor:
1. ich versuche von einem Landwirt der Mais anbaut, eine gewisse Fläche zum Abernten zu kaufen
2. ich versuche von einem Landwirt Maissaatgut zu erwerben, das auf meinen Standort passt und baue es selber an
3. ich besorge mir selbst im Landhandel Maissaatgut und baue es selbst an

Da Mais inzwischen in fast ganz Deutschland angebaut wird, sollten Punkt 1 oder 2 eigentlich kein Problem sein.

Gruß Klemens

6

Sonntag, 10. Januar 2016, 02:07

Hallo Klemens,

Es ist eine interessante und mühsamer Prozess, sie ihre eigenen Mais zu wachsen. _hasi7_
Liebe Grüße
Die Hülle passt einwandfrei auf das Smartphone und macht einen qualitativ sehr hochwertigen Eindruck. Zudem sieht sie aus meiner Sicht wirklich toll aus. hulle6.com

kottenmolch

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Sonntag, 10. Januar 2016, 10:37

Vielen Dank Klemens für die Erläuterung.

Das erleichtert mir die Entscheidung doch erheblich welchen Mais ich auf meine Wiese packe. Da ich selbst gern den Milchmais nasche, wird es wohl Bantam Mais sein. Die Kaninchen können ja beide Sorten gut vertragen.

Die ersten Versuche werde ich im Frühjahr allerdings in Kübel ziehen. Ich werde berichten...

Schönen Sonntag an alle Leser und Schreiber,
Moni

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Klemens

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8

Sonntag, 11. September 2016, 20:48

Ich füttere seit Anfang September ganze Maispflanzen die allerdings durch den Häcksler lasse, was das Futter homogener macht und das Portionieren erleichtert. Das sieht dann so aus:[gallery]4633[/gallery]

leotrulla

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9

Donnerstag, 15. September 2016, 06:36

Ui Klemens,

starker Bericht und sehr schön erklärt. Wieso habe ich den vergangenes Jahr übersehen? Zur Ergänzung, wer selber gerne Mais isst, kann natürlich auch zum Gemüse- oder Süßmais greifen, da haben Mensch und Tier etwas von.

hab' Dank

Thomas
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Donnerstag, 15. September 2016, 12:45

Jetzt ist ja wieder Erntezeit für den Mais. Hier fahren die Genossenschaften ihre Silge ein.
Da auf den Feldern riesen Mengen an Kolben zurück bleiben, lohnt es sich zu erfragen ob man nachlesen darf. Es ist ein super Kraftfutter und bis zum Weihnachtsfest ist es nicht mehr lang. Natürlich macht es auch Arbeit den Mais sammeln, zu Hause die Blätter über dem Kolben vorsichtig nach hinten ziehen und dann auf eine Wächeleine mit Klammern befestigen. Dies mache ich jedes Jahr und auf diese Weise spare ich einiges an teurem Futter. Im letzten Jahr hatte ich so viel gesammelt, das ich jetzt noch welchen habe. Nun ist ja die neue Ernte da und die alten Körner sind auch sehr hart das mögen auch nicht alle Tiere.
Der frische Mais ist noch weich, daher etwas Vorsicht das sich die Kaninchen nicht überfressen. Um dem vorzubeugen zerteile ich die Kolben mit einer großen Astschere in kleine Stücken. So kann man es gut portionieren und es gibt keine Trommelsucht.
Gruß Andreas


Und wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her!

Lars vom Mars

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Donnerstag, 15. September 2016, 19:04

hallo,
fütterst du den Mais zum normalen Futter dazu ?
Wieviel gibst du denn, ein halben Kolben oder viertel ?
mfg
bitte keine persönlichen Streitereien, bleibt doch einfach beim Thema oder klärt das per PN.
***danke***

Klemens

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Donnerstag, 15. September 2016, 21:23

hallo Thomas,
selbstverständlich kann man auch den ganz "normalen" Mais essen. Gemüsemais ist einfach züchterisch in Richtung Süße bearbeitet. Meine Saisonarbeitskräfte bedienen sich öfter mal an einem Maisacker meines Nachbarn zur Nahrungszubereitung. Wenn ich die Größe von Gemüsemaispflanzen anschaue, bringt der gewöhnliche Mais halt schon wesentlich mehr Ertrag.

Gruß Klemens

leotrulla

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Freitag, 16. September 2016, 05:52

selbstverständlich kann man auch den ganz "normalen" Mais essen.
....klar kann man das, Klemens, das weiß ich noch aus Kindertagen. Doch im Vergleich zum Gemüsemais, schmeckt der "Futtermais" wie ein Laternenpfahl ganz unten. ^^


Gruß

Thomas
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