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Wollclau

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1

Samstag, 17. Februar 2018, 07:46

Führung / Schulung für Laien auf der Lokalschau

Hallo RKZler,

wir haben eine recht ordentliche Lokalschau mit circa 550 Tieren, davon deutlich über 200 Kaninchen. Auch wegen der guten Küche ist unsere Ausstellung immer gut besucht, auch von Nicht-Züchtern. Trotzdem kann man ja immer besser werden und ich habe deshalb gestern angeregt, ob wir nicht mal eine Infoveranstaltung auf der Lokalschau machen könnten, die auf solche (noch) Nicht-Züchter zielt.
Unser Kreiszuchtwart hat so etwas auf unserer Kreisschau gemacht. War eigentlich als Züchterschulung deklariert, deshalb war ich vor Ort. Dann sind aber von allen Ecken interessierte Besucher geströmt und er hat sofort reagiert und alles auf Nicht-Züchter umgestellt. So etwas kann ich nur bewundern, da wäre ich glaub nicht so flexibel. Es waren da sicher um die 40 Leute an seinem Tisch gestanden. Er hat dann als Themen solche Sachen wie Unterschied Hase / Kaninchen (wir sind in Hohenlohe, das ist alles "dr Hos") und ganz grob auf die verschiedenen Bewertungen der einzelnen Positionen bei verschiedenen Rassen gemacht. Die Leute waren begeistert.
Deshalb meine Idee so etwas auch mal bei unserer Lokalschau zu machen. Jetzt darf ich mir also etwas überlegen und nächsten Januar dann 2 oder 3 solche "Führungen" machen. Hat jemand von Euch schonmal sowas gemacht und mir Anregungen dazu?
Ich bin leider nicht so der spontane Typ, sondern bereite mich besser gut und gründlich vor.

Viele Grüsse, Claudia

Feivel

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2

Samstag, 17. Februar 2018, 10:01

Moin Claudia,

wäre es da nicht die einfachste Idde euren Kreiszuchtwart nach Ideen zu fragen ? Vielleicht hat er auch schon eine Mappe mit Informationsmaterial zusammen die du dir kopieren kannst.
Bestimmt kann er dir auch Tipps geben auf was du achten musst, manchen Laien werden Themen schnell zu langweilig wenn es zu Langatmig wird, wie du da was “abfängst“ ...

Gruß, Sabine
Liebe Grüße, Sabine

Klemens

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3

Samstag, 17. Februar 2018, 10:07

Hallo Claudia,
ermutige die Leute Fragen zu stellen. Wenn du darauf eingehen kannst, machst du das was sie wirklich interessiert. Natürlich erfordert es Spontanität und Schlagfertigkeit, aber das sollte für dich als erfahrene Züchterin kein Problem sein. Vorsicht ist allerdings mit "Experten" die einem auf´s Glatteis führen wollen angeraten. Die kann man nur mit ihren eigenen Waffen schlagen.

Gruß Klemens

Ralf78

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4

Samstag, 17. Februar 2018, 14:25

Hallo Claudia.
Wenn du dabei warst, dann sind dir doch bestimmt noch einige Fragen im Gedächtnis geblieben! Das wäre doch schon mal ein Anfang für solchen Infotermin. Was ist mit dem Kreiszuchtwart? Kann der nicht den Infotermin machen und du tust ihn unterstützen.

Gruß Ralf

Kai

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Samstag, 17. Februar 2018, 15:42

Hallo,
ich war im Januar auf der schweizer Kleintierschau und war von dem dort gebotenen Programm beeindruckt!

Man hatte anscheinend eine richtige Medienkampagne gemacht und die Bürger aus und um Freiburg für die Schau zu begeistern.

Ähnlich wie hier beschrieben wurde den "Nicht-Sachkundigen" angeboten Führungen durch die Ausstellungen zu machen, es wurden Tierbesprechungen durchgeführt die die Anforderungen an Rassen und auch die Bewertungskarten erklärten.

Ich fände es gut, wenn man dieses Modell auch in Deutschland ob nun auf großen oder kleinen Schauen angewendet würde!
Vielleicht kann an so einmal ein paar neue Züchter gewinnen oder auch nur ein wenig mehr Verständnis für unser Hobby.

Das Problem was sich da einmal wieder auftut ist wohl, wer macht das?
Der Hinweis es auf den Kreiszuchtwart "zu schieben" ist da schon fast typisch......
Natürlich sollte man diesen mit einbinden, aber
Bei uns ist schon so schwer genug ausreichend Schultern für alle Arbeiten zu finden.....



Liebe Grüße Kai

Kleinwidder

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6

Samstag, 17. Februar 2018, 17:01

Hallo Claudia
In dem Landkreis wo ich wohne ist westlich von München und hat
ca. 200.000 Einwohner, aber nur einen Zuchtverein mit vier aktiven
Züchtern. In den vergangenen Jahren wurde bei diesem Verein keine
Lokalschau mehr durch geführt, um bei der Bevölkerung ein Lebens-
zeichen zu geben, dass auch im Landkreis noch Rassekaninchenzüchter
aktiv sind. Der Aufwand hat sich nicht mehr gelohnt, die Besucher waren
sehr wenige und blieben teilweise aus und somit auch die Eintrittsgelder.
Das ist die Situation in der Region um München mit einem über großem
Freizeit Angebot, wo die Rassekaninchenzucht fast keine Wertschätzung
hat. Ein Interesse zu den Kaninchen besteht hauptsächlich nur noch bei
Tierhaltern, die Tiere in den Wohnräumen halten, als Spielgefährten für die
Kinder. Aus diesem Umfeld besteht erfahrungsgemäß keine Möglichkeit,
einen Jungzüchter bzw. ein neues Mitglied für den Zuchtvereine zu gewinnen.

Kleinwidder

andi-kaninchen

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7

Montag, 19. Februar 2018, 12:09

Hallo Kleinwidder, mit der Einstellung ist es doch kein Wunder das da keiner hin geht.
Von nichts, kommt nichts.
Da muss schon einiges investiert werden, um etwas zu bewirken.
Das macht Arbeit und die möchte doch bitte ein Anderer machen, das ist doch Mist!
Das war aber nicht die Frage.

Hallo Claudia, ich denke auch es ist besser etwas flexibel an die Sache ran zugehen.
Lass dich doch von eurem Kreiszuchtwart beraten. Von seinem Wissen nimmst du mit, was dir wichtig erscheint und dann lässt du dir genügend Spielraum auf Fragen und Probleme der Interessenten reagieren zu können.
Gruß Andreas


Und wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her!

Klemens

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8

Montag, 19. Februar 2018, 17:32

Ich finde dass das von Kleinwidder beschriebene Szenario nichts mit der Einstellung zu tun hat. Wenn ich sehe wie viel Personal die Lokalschau in unserem Verein erfordert habe ich größtes Verständnis dafür wenn man mit vier Züchtern sich das nicht mehr antut. Für die Einnahmen brauchen wir unsere Lokalschau wirklich nicht. Wenn ich die geleisteten Stunden und die versteckten Subventionen (Tombola, Kuchen) mit einrechne so hätten wir bei einer Erhöhung auf 50 € Mitgliedsbeitrag sicher mehr Geld in der Kasse. Aber darum geht es ja eigentlich schon lange nicht mehr . Wenn wir als Verein in einem 6000 Einwohner Dorf keine Lokalschau mehr machen verabschieden wir uns auch aus der Öffentlichkeit und in 2 Jahren weiß außer dem Registergericht keiner mehr dass es uns noch gibt.
Das Problem bei einem Projekt wie Claudia es beschrieben hat ist, dass der Erfolg oft nicht nur von der Qualität und guten Vorbereitung abhängt sondern auch von vielen nicht planbaren Unbekannten wie dem Wetter oder der Konkurrenz oder auch Synergie durch andere Veranstaltungen. Ein guter Besuch ist nicht unbedingt ein Zeichen für Qualität genauso wenig wie ein schlechter Besuch das Gegenteil bescheinigt.
Deshalb ist es wichtig dass man so lange man es personell kann präsentiert und die Bevölkerung einbindet.

Gruß Klemens

Sebastian-SAW

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Montag, 19. Februar 2018, 21:57

Eine Führung über die Schau anzubieten, habe ich auch schon überlegt. Die Idee musste beim letzten Mal erstmal noch auf Eis gelegt werden, da ich andere Aufgaben zu tun hatte. Grundsätzlich würde ich mir dazu nicht zu schwere Themen aussuchen. Vielleicht auf der Schau/Ausstellung erstmal erklären was es dort zu erklären gibt:
- Erläuterung Bewertungskarte
- 1,0 / 0,1
- Punktzusammensetzung
- Zuchtgruppe
- Wie setzt sich das Täte zusammen
Danach würd eich mit der Gruppe eine kleine Runde über die Ausstellung drehen und markante Rassen kurz erklären. (groß-klein; Kurzhaar- Langhaar- Normalhaarrasse; Widder)
Damit hätten die Besucher einen kleinen Einblick. Wer dann von der Gruppe noch fragen hätte könnte sie mit dir im Nachgang klären.
Dazu ist es auch immer gut, sich etwas im Kreisverband auszukennen und dann entsprechende Daten weiter zu geben. (Wann hat welcher Verein Versammlung; Wer ist Vorsitzender vom jeweiligen Verein) Auch eine kurze Zusammenfassung auf einer DINA 4 Seite könnte zum mitgeben sinnvoll sein.

Abschließend würde ich sagen:
Einfach machen, mehr als die Hobbyhalter sollten wir eh wissen und vielleicht immer in die Bereiche berichten, von denen man selber etwas mehr weiß.

PeterW

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Dienstag, 20. Februar 2018, 08:48

Guten Morgen,

ohne Frage ist die Idee einer Führung natürlich zu begrüßen, allerdings bezweifle ich, ob man diese Führungen als Angebot planen sollte oder viel eher spontan reagiert. Wenn bei unseren Lokalschauen einige Leute zusammenstehen gehe ich auf sie zu und erzähle einfach über die Tiere, provoziere Fragen und so kommen wir ins Gespräch. Wir nutzen auch alle Ortsveranstaltungen als Werbung für unser Hobby, unsere Stände sind immer sehr gut besucht, nicht nur von Kindern, die sich im "Tierkindergarten" tummeln. Ehrlicher Weise ist dabei das Interesse an (Lege)Hühnern deutlich größer denn an Kaninchen.

Letztes Jahr machten wir ein "Gänseprojekt", die Fragen der Besucherinnen waren vielfältig und wir haben es geschafft, dass auch die Zuchtfragen nicht zu kurz kamen.

Auch wenn von außen nicht sehr viele aktiv zu uns stoßen, so ist zumindest durch solche Aktionen das Interesse innerhalb des Vereins gewachsen und wir sind wieder deutlich aktiver in der Zucht.

Eines muss man aber auch sagen, "Werbung" ist nicht jedermanns/fraus Sache, das freie "labern" fällt schon einigen schwer....ich bin aber überzeugt, dass wenn jede/r seine /ihre Fähigkeiten einbringt, was gutes entstehen kann.

mfg Peter

andi-kaninchen

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Dienstag, 20. Februar 2018, 10:21

Was auch gesagt werden muss, es dauert und da liegt oft das Problem. Man darf nicht erwarten, das es sofort ein Erfolg wird. Wobei auch kleine Gruppen schon ein Erfolg sein können.
Im nächsten Jahr oder am nächsten Tag sind es vielleicht schon einige mehr die sich dafür interessieren. Was in vielen Jahren eingeschlafen ist, kann nicht über Nacht zu neuem Leben erweckt werden.
Hier in meiner Heimatstadt steht der Verein kurz vor der Auflösung. Da wurde viel zu lange am alten festgehalten und jeder Veränderung abgelehnt. Und das in einer Stadt mit fast 20000 Einwohnern. Auch ist die Vereinsdichte hier sehr hoch, jedes Dorf hat einen eigenen Verein.

Ich würde es versuchen.
Es muss im Vorfeld viel Werbung gemacht werden. Wenn möglich in der Lokalzeitung und in Schulen, Kindergärten und sonst wo.
Wir hatten schon, vor der eigentlichen Eröffnung unserer Kreisjungtierschau, Führungen mit Kindergartengruppen.
Wir müssen alles probieren um das Interesse an der Kaninchenzucht und oder Haltung zu wecken.

Auch braucht es die Hilfe der anderen im Verein. Einer kann nicht alles allein machen!!
Vielleicht ist es besser abzuwarten und auf das zu reagieren was da auf dich zu kommt. Sind Interessenten da machst du eine Führung und sind keine da hast du nicht zuviel Zeit mit Vorbereitung verbraucht.
Die Enttäuschung ist um so größer je mehr Zeit man im Vorfeld investiert hat.
Gruß Andreas


Und wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her!