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bibe

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Beiträge: 17

Realname: Thomas

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Freitag, 6. März 2015, 22:39

Gendefekt oder Mangelernährung

Hallo
ich habe nem Züchter Kollegen nen Rammler gegeben den ich selbst bereits 2 Jahre erfolgreich in der Zucht eingesetzt habe. Mit diesem Rammler hat er eine Häsin gedeckt und dieses seltsam aussehende Jungtier, tot im stall gefunden. Da Inzucht ausgeschlossen werden kann aufgrund desen das es meine Schweizerlinie ist und er aus Österreich kommt und bisher auch kein Schweizertier hatte bzw aus einer anderen Linie aus der Schweiz.
Nun zu dem Jungtier das loch im Bauch könnte ich mir noch erklären in dem die Häsin den nabel zu kurz abgebissen hat.
Nur für den entstellten Kopf weis ich mir keinen Rat. Vielleicht hat schon mal jemand soetwas gesehen oder gar gehabt und weis woher es kommt oder kommen könnte.
Mfg Thomas
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zwergloh

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2

Samstag, 7. März 2015, 07:53

Gesehen habe ich sowas in dieser Form noch nicht. Die Vermutung auf einen Gendefekt oder einen Fehler in der Embryonalentwicklung liegt nahe.
War nur dieses eine Jungtier auffällig? So wie es aussieht haben mehrere nicht überlebt oder zumindest ein weiteres.

Das Loch im Bauch ist wahrscheinlich von der Häsin verursacht.
Jedoch wirft mir der Kopf fragen auf. Ein Gendefekt muss nicht immer durch Inzucht hervorgerufen sein. Gendefekte sind in der Regel rezessiv, werden also versteckt getragen. Sie kommen erst zum Vorschein, wenn beide Elterntiere diesen Defekt haben. Bei Inzucht ist es wesentlich wahrscheinlicher einen Gendefekt zu finden, da die Tiere enger verwandt sind. Ich habe auch aus blutsfremden Tieren etliche Defekte bekommen. Wäre es tatsächlich ein Gendefekt, wären beide Elterntiere betroffen.
Allerdings kann es auch ein Fehler in der Embryonalentwicklung sein. Sprich die Gene der Eltern sind beide in Ordnung, jedoch ist bei der Entwicklung im Mutterleib was schief gelaufen. Da können sich Zellen falsch oder gar nicht geteilt haben, oder eine Information in einer Zelle war Fehlerhaft und durch die Zellteilung wurde es dann weiter gegeben. Das wäre dann nicht erblich. Sowas habe ich bei Fellfarben von Schecken schonmal gesehen, dass sie blaue und schwarze Punkte oder Felder haben. Ich könnte mir sowas auch bei diesem Tier vorstellen.

Vielleicht weiß hat aber auch einer der anderen hier noch eine Idee.

Ich persönlich würde die Paarung wiederholen um einen Gendefekt auszuschließen bzw. um zu schauen ob es wieder auftritt und dann meine Konsequenzen daraus ziehen.