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torsten

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61

Freitag, 27. Februar 2015, 08:11

Hallo Thomas,

sehr gut beschrieben.

Jedoch hat diese Diskussion noch einige Randaspekte zu Tage treten lassen. Wie ich zuvor schon einmal schrieb, bin ich gegen jegliche Bevormundung seitens des Verbandes hinsichtlich der Preisgestaltung für meine Tiere. Wenn ich für meinen Zwerg EUR 3.000 haben will und jemand die bezahlt - was spricht dagegen. Der Veranstalter würd ja auch noch eine satte Vermittlungsprovision von EUR 450 bekommen. Wenn ich zwanzig EUR aufrufe sollte das eigentlich auch allen (Un-)Beteiligten genauso egal sein. Deine Ausführungen bezüglich der Vertragsfreiheit gehen auch bei (zumindest) BRS etwas ins Leere. Natürlich bleibt es mir unbenommen auf die Ausstellung zu verzichten. Wenn ich jedoch teilnehmen möchte (und die Teilnahme an Ausstellungen sollte m.E. das Ziel eines jeden Züchters sein) bin ich gezwungen Tiere zu einem nicht von mir allein bestimmten Preis zu verkaufen.

Selbstverständlich stelle ich nicht in Abrede, dass das Gremium, welches die Bestimmungen erlassen hat, demokratisch dazu legitmiert ist. Ob es jedoch den Merheitswillen widerspiegelt wage ich zumindest mal anzuzweifeln. Aber das ist (glaub ich) bei vielen Bestimmungen in unserem Verband so.

Gruß Torsten

torsten

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62

Freitag, 27. Februar 2015, 08:20

Hallo zusammen,

mal noch ein Randaspekt der Diskussion:

In den Bestimmungen zur letzten BRS hieß es: "Sollten Tierverluste durch erwiesenes Verschulden der AL entstehen, so werden die Tiere wie in der AAB vorgesehen, vergütet....." " Für Tierverluste, die durch höhere Gewalt oder durch unvorhergesehene Ereignisse auftreten, haftet die Ausstellungsleitung nicht und lehnt jede Entschädigung ab."

Jetzt erklär mir bitte mal jemand, wie ein Züchter/Aussteller, der an den Tagen zwischen Einlieferung und Eröffung der Schau nicht anwesend ist ein Verschulden der AL nachweisen kann. Die AL könnte sich immer darauf zurückziehen, dass es ein unvorhergesehenes Ereignis war.

Gruß Torsten

leotrulla

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63

Freitag, 27. Februar 2015, 09:52

Servus Torsten,

eigentlich wollte ich mich an der Stelle zurückhalten, doch...

Deine Ausführungen bezüglich der Vertragsfreiheit gehen auch bei (zumindest) BRS etwas ins Leere. Natürlich bleibt es mir unbenommen auf die Ausstellung zu verzichten. Wenn ich jedoch teilnehmen möchte (und die Teilnahme an Ausstellungen sollte m.E. das Ziel eines jeden Züchters sein) bin ich gezwungen Tiere zu einem nicht von mir allein bestimmten Preis zu verkaufen.
....ist genau das Dilemma, in dem der austellungswillige Züchter steckt und ist ob dessen geneigt, zunehmend mürrisch zu reagieren. Kommen zu diesem Stimmungs- oder Gesinnungstief noch polarisierende Freigeister der Kleinwidder-Klasse, so ist das Ganze geeignet eine Atmosphäre zu erzeugen, die zur Folge haben könnte, dem Verband den Rücken zu kehren, im Extremfall das Entstehen einer Art AfD für Langohren mit Bleibezwang im Inland zu fördern.

Ernsthaft wollen können das doch nur Wenige?

Gruß


Thomas
Wer jammert, hat noch Reserven....(K.Duve)

64

Freitag, 27. Februar 2015, 11:20

Hallo,

na ja, nicht ganz. Ein Dilemma ist es für jene, die bei einer Bundesrammlerschau oder einer Bundesschau ausstellen wollen, wobei ich hier der Ausstellungsordnung der nächsten Bundesschau nicht vorgreifen will. Diese muss nicht unbedingt eine Kopie der hier beschriebenen sein. Es bleiben also noch genügend Schauen übrig, an denen man sich beteiligen kann, ohne mit größeren Einschränkungen rechnen zu müssen.

In Anbetracht der letzten Mitgliedszahlen scheint sich der Trend nachhaltig fortzusetzen; die Mitgliederzahlen sinken, wobei die Gründe vielfältig sind. Sicherlich gibt es auch einige, die mit derartigen Regelungen nicht leben können und daher die Segel streichen. Ich vermute mal, das es bei den meisten wohl zum einen das Alter und zum anderen der Verlust der Zuchtmöglichkeiten ist. Die Schrebergartenanlage fällt der Schnellstraße zum Opfer, der Schuppen muss weichen, weil Sohnemann das Wohnhaus erweitert und und und.

MfG Manfred

65

Freitag, 27. Februar 2015, 12:39

Hallo zusammen

Jeder soll das den Preis nehmen den er für sein Tier oder Produkt haben will.

Ich kann mir so richtig vorstellen wie es zu dieser Grandiosen Idee gekommen ist.
Ich möchte für meinen Kleinwidder 250,-€ haben, diesen wollte aber aus welchen Gründen niemand haben.
Dann ist es natürlich leicht zu sagen die anderen sind zu billig.

Peter

66

Freitag, 27. Februar 2015, 14:39

Hallo Peter2
Ich glaube jetzt nicht, dass das der Grund war. Schau doch mal in den Katalog der letzten BRS rein. Da stehen Kleinwidder in wildfarben oder weiß mit 25 und 30 Euro drin. Wenn ich die Ausstellungskosten abziehe, dann verschenke ich tatsächlich meine Tiere und von seltenen Rassen kann hier auch nicht die Rede sein. Bei einigen Züchtern kommt es mir tatsächlich so vor: Hauptsache das Tier ist weg und ich muss es nicht mehr mit nach Hause nehmen. Es gibt Leute, die bei Ausstellungen kräftig hinlangen wenn man ein Tier haben möchte, und es gibt welche die ihre Tiere verschenken. Für beides habe ich kein Verständnis.
Gruß
Franz
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Arne

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67

Freitag, 27. Februar 2015, 14:53

Hallo Thomas,
ich hab das ganze ein bisschen ungeschickt formuliert. Ich meinte das eher so, dass durch die soziale Marktwirtschaft das Prinzip der freien Preisbildung gilt und diese nicht zentral festgelegt werden (siehe Zentralverwaltungswirtschaft). Wenn jetzt die AL einen Mindestpreis festlegt, dann nützt mir das alles trotzdem nichts. Dann kann ich halt nicht ausstellen oder nichts verkaufen. Da hast du schon recht.

Grüße Arne

Klemens

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68

Freitag, 27. Februar 2015, 14:59

Hallo Franz,
bei den niedrigen Preisen gebe ich dir voll Recht. Wahrscheinlich sind das die Leute die zwar Kaninchen züchten aber keine essen. Ich persönlich würde die Tiere dann selbst schlachten. Die Tiere müssen aber wegen des niedrigen Preises nicht zwangsläufig weggegangen sein. Oftmals sieht man auch bei verbreiteten Rassen, dass nur die am besten bewerteten Tiere weggehen.
Bei den hohen Preisen gehören zwei dazu, einen ders verlangt und einen ders zahlt. Der Schutzpreis von 250€ heißt ja oft nichts anderes als "ich will eigentlich nicht verkaufen, aber wenn du das Tier unbedingt willst, dann sollst du wenigstens bluten dafür".

Gruß klemens

69

Freitag, 27. Februar 2015, 15:36

Hallo Klemens
Ich habe eigentlich nicht die Tiere gemeint, die für 250 Euro im Katalog stehen. Mein neuer Rammler stand auch für 250 Euro im Katalog und gekostet hat er mir gar nichts. :D Es gibt aber Züchter, die verlangen konstant für einen Hermelin oder Zwergwidder 100 Euro und mehr. Ein "normaler" Züchter schluckt dann schon mal. Gekauft werden die Tiere trotzdem, schön für die, die einen dicken Geldbeutel haben. Ich habe damit aber kein Problem, ich kaufe halt solche Tiere nicht. Zum anderen finde ich eine BRS als nicht den geeigneten Ort, um seine Tiere fast zu verschenken. Da wäre die Vereinsschau wohl schon eher dafür geeignet und wenn jemand Probleme beim schlachten hat, dann sollte er sich an einen Vereinskolllegen wenden. An Abnehmer wird es ja wohl nicht scheitern. Auf einer BRS ausstellen, weil man keine Tiere isst? ?(
Gruß
Franz
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Klemens

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70

Freitag, 27. Februar 2015, 15:41

Vielleicht ist es auch der Zweifel an deer Qualität der eigenen Tiere (Berechtigt oder unberechtigt). Manche sehen sich und das Ihre immer in einem schlechten Licht. Sicher auch eine Frage der Persönlichkeit.

Gruß klemens

71

Freitag, 27. Februar 2015, 15:46

Hallo Klemens
Aber für was gibt es denn Zuchtwarte? Was machen denn solche Zuchtwarte wenn Sie schon nicht ihren Züchtern mit Rat zur Seite stehen?
Gruß
Franz
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Klemens

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72

Freitag, 27. Februar 2015, 17:34

Ach Franz,
da gibt es auch solche und solche. Gewählte und berufene. Sich verantwortlich fühlende und unsichtbare.
Aber wir schweifen ab!

Gruß Klemens

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73

Freitag, 27. Februar 2015, 23:18

Wäre tatsächlich Bedarf nach einem gehobeneren Mindestpreis, hätte sich nicht das momentane Preisniveau (für Rassekaninchen auf Großschauen) eingependelt.
Gegenseitiges überbieten der Nachfrager hätte doch von selbst einen Preisanstieg bewirkt.

Das wohl schlagkräfitgste Argument: Rassekanichen sind keine homogenen Güter! Die genetischen Erbanlagen sind nicht nur von Kaninchen zu Kanichen unterschiedlich, sondern auch für den Käufer nur relativ schwer feststellbar. Es fehlt somit an der eindeutig möglichen Zuordnung, wie es normalerweise bei Gütern der Fall ist für die ein einheitlicher Mindestpreis festgelegt wird.

Zwar könnte man bestimmte Kriterien zur Klassifizierung und somit zur Vergleichbarkeit festlegen (z.B. Größe der Rasse (wie in Post 1); oder Schlachtwert; oder Punktzahl bei einer Bewertung; oder Zuchtwert des Tieres; etc...). Nun hat aber wie bereits ausführlich diskutiert wiederum jeder potentielle Käufer unterschiedliche Bedürfnisse (Wert einer Rasse; Blender; Fairnes einer Bewertung etc.), die es zu befriedigen gilt. Bei einer derart großen Anzahl an verkauften Tieren und somit Interessen die auf einer Großschau aufeinander treffen wäre somit eine Eingrenzung des Preisspektrums nicht im Interesse der Teilnehmer, deren Ziel eine möglichst vollständige Räumung des Marktes ist.

Relativ eindeutig stößt der Vorschlag hier im Forum auf Ablehnung, was dneke ich durchaus auf die meisten Teilnehmer der letzten Großschauen übertragen werden kann.

Alle Rassekaninchenzüchter die ich bis jetzt kennen lernen durfte waren sich in einer Hinsicht einig, mit diesem Hobby, so schön es auch sein mag, kann kein Geld verdient werden. Trotzdem interessant, was das Thema "Verkauf" hier für Wellen schlägt :D

Kai

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74

Montag, 9. März 2015, 14:47

Hallo,
ich konnte leider nicht wie versprochen die Abstimmung auch im Portal einbinden, sorry.

Aber trotzdem haben doch einige Leute sich daran beteiligt.

Es scheint wohl einen klare Mehrheit gegen diesen Vorschlag zu geben!
Wir müssen also wohl nach anderen Möglichkeiten suchen, wie man mehr Züchter motivieren kann.

Gruß Kai

75

Montag, 9. März 2015, 15:24

Hallo,

ich war am Samstag zum ersten Mal in einer hier doch größeren Zoohandlung und habe mir die Kaninchen und deren Preise angeguckt. Zwergrexe, Zwergwidder, auch in Satin und als Rex sowie als NHDs, werden um 58,- Euro, Zwerg-Löwenköpfchen um 68,- Euro verkauft. Bei den Zwerg-Löwenköpfchen scheint im Moment Angebot und Nachfrage den Preis zu bestimmen. Da gibt's zu den Rassekaninchen keinen allzu großen Unterschied, bis zu 80,- Euro wurden auch in Ulm verlangt. Bei den anderen sind die Unterschiede eklatant, vor allem, wenn man bedenkt, dass es sich um sechs Wochen alte Jungtiere handelt. Die Preise werden bezahlt, ansonsten würden die Laufställe nicht in regelmäßigen Abständen neu belegt. D.h. ein Markt ist vorhanden. Ob dieser nun von den Hobbyhaltern oder den Rassekaninchenzüchtern bestückt wird, ist grundsätzlich egal; der Fall ist beides. Angeboten werden auch Kastraten, diese kosten um 30,- Euro mehr.

Nicht verständlich ist mir die Preisgestaltung. Wenn der Preis der Wertmaßstab ist, und sich daraus ableiten lässt, wie wir zu unseren Tieren stehen, dann wundert es mich nicht, dass wir insgesamt nicht ernst genommen werden.

MfG Manfred

Kai

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Montag, 9. März 2015, 16:25

Hallo Manfred,
bei Weißohren habe ich auch schon 120€ aus dem Preisschild gesehen.

Gegen höhere Preise habe ich im Prinzip nichts.
Wenn das Verhältnis noch passt und mir nicht vorgeschrieben wird, wie ich meine "Preisgestaltung" handhabe.

Sorry, ich habe ein Problem damit 100€ oder mehr für eine Zwergrasse auszugeben.
Aber wenn jemand dafür das Geld bekommt, kann ich es ihm auch nur gönnen.

Im Prinzip finde ich die Idee von Anja den Preis bei Tierverluste zu erhöhen (und damit auch ein wenig den Mindestpreis) schon gar nicht schlecht.
Ich sehe bloß, dass dies wohl gleich wieder eine Grund für eine Gebührenerhöhung sein könnte.....
Wegen mir kann auch den Maximalpreis gestrichen oder erhöht werdeb, wenn es eine bezhalen will......

Gruß Kai

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77

Sonntag, 15. März 2015, 18:07

Sind denn die Züchter überhaupt demotiviert?
Und wenn das so sein sollte, hängt das vom Verkaufspreis der Kaninchen auf Ausstellungen ab?

Ich denke nicht.....

Also, fast ich`s mal auf eine Bundesschau schaffe, verkauf ich meine Tiere dort bestimmt nicht oder nur sehr begrenzt, weil es ja sicher die besten von dem Jahr sind.
Ich bin aber eindeutig ein Kleinzüchter mit verhältnismäßig wenigen Tieren, da ticken die Uhren eh langsam und die Bäume wachsen nicht endlos in den Himmel.
Bei größeren Züchtern sieht das mit dem Verkauf sicherlich ganz anders aus..

Aber egal ob große Zucht oder kleine Zucht, ich denke, jeder angagierte Züchter ist in so weit autark, dass er sich seine Preise nicht vorschreiben lässt.
_ballon_ In der Ruhe liegt die Kraft. _ballon_

Jan87

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Montag, 16. März 2015, 01:49

Im Prinzip ist ein zusätzlicher min. Verkaufspreis eine gute Sache.
Die Tiere werden nicht zur Ramschware.

Die Frage ist nur wie er Umgestzt wird?
Woran macht man Ihn fest?
Größe? Gewicht? Geschlecht? Rasse? Punkte? Vorkommen? Trendrasse?

Ich bin der Meinung das der Min.- und Höstpreis für jede Rasse gleich sein sollte.
Dazwischen könnte dann jeder Züchter seinen Verkaufspreis selbst festsetzen.
Grund!:
Wir verkaufen Rassetiere, die als Zuchttiere eingesetzt werden sollen! Zumindest ist es so vorgesehen.
Also Tiere die einen Zuchtwert haben und dastellen, der ist bei einem Farbenzwerg xy genau so hoch zu bemessen wie bei einem Riesen xy.
Der ist nicht von der Grösse abhängig.
Ansonsten müssten wir jedes Tier nach Kg abrechnen.
Wenn jemand Fleisch kaufen will, soll er zum Metzker seines vertrauens gehen.
Das ist meine Meinung dazu.

Ein anderer Ansatz wäre, die Tiere nach Seltenheit bzw Verbreitung zu bemessen.
Das würde bedeuten das z.b.ein EW mehr Wert darstellen würde wie z.b. ein blauer Wiener.
Oder anders herum.

Möglichkeit 3 wäre den Preis am Punkteergebniss fest zu machen.
z.b. ein Tier mit 94 P. würde 45€ wert sein und ein Tier mit 95 P. 50€.

Und und und...

Ansätze gibt es genug, die Frage bleibt aber.

79

Montag, 16. März 2015, 12:52

Hallo,

wie bereits erwähnt, halte ich weder einen Mindest-, noch einen Höchstpreis, oder die Preisgestaltung nach den Gesetzen des Marktes (Angebot und Nachfrage) geeignet, um altgediente Züchter zu motivieren bzw. neue zu rekrutieren. Das fängt bei so grundsätzlichem wie dem Stallbau an, geht mit der Beschaffung der Zuchttiere weitere, und endet nach dem Besuch der ersten Ausstellung, wenn aufmunternde Worte, ein flotter Spruch und einige Erklärungen notwendig sind, weil die Tiere aus verschiedenen Gründen nicht wie erwartet abgeschnitten haben. Das braucht's womöglich bei der nächsten Ausstellung noch einmal, und löst sich vielleicht am Ende der Ausstellungsaison in Wohlgefallen auf, wenn wider Erwarten der Landesmeistertitel erreicht wird. Dazwischen hat's wohl von Seiten des Vereinsvorstandes und der Mitglieder große Unterstützung und manch' tröstendes Wort gegeben.

Hier trennt sich bereits die Spreu vom Weizen. Angebot und Nachfrage werden sich nicht nur auf den Preis der Tiere auswirken, es wird auch die Vereine treffen. Hier braucht's eine solide Basis, denn wer heute noch glaubt die neuen Vereinsmitglieder würden auf den Bäumen wachsen, der irrt. Das erweckt eher den Eindruck der Umverteilung der Ressourcen, wobei gut funktionierende Gebilde die Mitglieder aus den Nachbarvereinen "absaugen".

Ich würde ein "Brainstorming" machen. Wen? Wer? Was? Wo? Wie? Warum? Wen will ich motivieren? Die alten, die jungen, die neuen, die alteingesessenen, die "Frischlinge"? Wer? Der Vorstand? Die Mitglieder? Der Zuchtwart? Was? Die Ziele? Ausstellungsbeteiligung, Präsentation des Vereins nach außen, Veranstaltungen wie Sommerfest etc., geselliges Beisammensein, Wo? Verein, Kreis, Landesverband, Clubs, Internet, Foren, ... Wie? Verstärkte Öffentlichkeitsarbeit, Sponsoren, Internetpräsenz, Homepage, Veranstaltungen, letztlich persönliches Engagement einzelner! Warum? Liebe zum Tier, Tier- und Umweltschutz, Kontakt, Hobby, Selbstversorgung, Fortbestand des Vereins, letztlich der Rassekaninchenzucht! usw. usw. usw.

MfG Manfred