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Klemens

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1

Donnerstag, 13. Juli 2017, 09:54

Eiweißreicheres Kraftfutter für Junghäsinnen

Ich weiß ihr kennt das Problem alle nicht, weil ihr keine Winterzucht betreibt und sowieso wammenfreie Bestände habt. Aber mal rein hypothetisch, vom Hörensagen, kann vielleicht jemand meinen Gedankengang nachvollziehen.
Es soll vorkommen, dass Häsinnen ab einem gewissen Alter und Gewicht trotz reduziertem Kraftfutter gegenüber Rammler, dazu neigen vorne lose zu werden und eine Wamme zu schieben. Schlachtet man solche Tiere, so ist ein deutlicher Fettansatz zu erkennen. Meine Vermutung ist nun, dass trotz der geringeren Kraftfutter Menge zuviel Energie zugeführt wird, die sich dann in Fett niederschlägt. Gleichzeitig habe ich Bedenken, würde ich das Kraftfutter ganz weg lassen, dass die Eiweißmenge nicht ausreicht für eine ungestörte vollständige Entwicklung der Häsin, da die Menge an Grundfutter die sie aufnehmen kann ja nicht unbegrenzt ist.
Mein Gedanke ist nun speziell für junge Häsinnen ein Kraftfutter zu mischen, das energiereduziert und dafür etwas eiweißreicher ist. Was denkt ihr, macht das Sinn?

Gruß Klemens

leotrulla

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2

Donnerstag, 13. Juli 2017, 13:10

Hi Klemens,

ich kann Deinen Denkansatz nachvollziehen und würde, wäre ich betroffen, den Anteil verfügbarer Proteine erhöhen und gleichzeitig den Stärkeanteil am Kraftfutter verringern. Also den Anteil Futtererbsen / Sojaschrot (natürlich gvo-frei) erhöhen und -soweit vorhanden- Maisbruch sowie Weizen aus der Mischung nehmen, Sonnenblumenkerne reduzieren und vermutlich auch den Leinpresskuchen wegen des Restölgehaltes.

Danach würde ich zwei Fütterungsgruppen bilden, "Althergebracht" gegen "Energiereduziert" und abwarten was passiert.

Gruß


Thomas
Ich verlese am Sonntag wieder in der Fußgängerzone eine Liste mit Leuten, die mich am A.... lecken können. Es wird wie immer sehr spät werden! :D

MichaelM

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3

Donnerstag, 13. Juli 2017, 14:54

Hallo Klemens,

dass Häsinen, oder auch Junghäsinen, eine Wamme bekommen können hängt nicht immer nur mit der Fütterung zusammen. Es ist auch erblich bedingt. Manche Rassen neigen stärker dazu, (besonders Tiere, die ein gutes und dichtes Fell besitzen z.B.). Aber ich denke, das ist dir schon bekannt.... :whistling:
Manche Züchter sagen auch, Häsinen mit einer "gut geformten Wamme" sind die besseren Zuchttiere. Vielleicht ist da ja was dran.
Ich füttere meine Kaninchen ganzjährig mit dem selben Futter. Berkel TTL und Nösenberger Müsli. Beides mische ich halb und halb. Jedes Tier bekommt dann ca. 100g pro Tag. Ich züchte Zwergwidder und Farbenzwerge.
Und ich habe kaum Tiere dabei, die eine Wamme haben. Das Häsinen allerdings früher oder später eine Wamme bekommen, wenn sie jetzt z.B. 4 Jahre alt sind, ist denke ich normal. Deshalb heißt es aber noch lange nicht, dass sie dann auch verfettet sind und keine Junge mehr bekommen können.


Gruß
Michael

Jan1604

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4

Donnerstag, 13. Juli 2017, 16:54

Also ich denke auch das eine Wamme 2 Mögliche Ursachen haben kann, die beide auch zusammen wirken können.
Zum einen die erbliche Veranlagung, die sicherlich verstärkt wird durch übermäßige Fütterung.
Zum anderen natürlich eine überfütterung der Tiere.

Wenn die Wammenbildung also ein reines Fütterungsproblem ist könnte man dem sicher entgegenwirken wenn man weniger Stärke bzw. Energie zuführt.
Allerdings denke ich, dass die Futter-Mischung (bzw. das gesamte Nahrungsangebot) trotzdem ausgewogen sein sollte. Denn auch Eiweiß enthält "Energie"- wenn auch weniger wie Kohlenhydrate...

Allerdings bin ich auch der Meinung das man kleine Rassen auch komplett ohne Kraftfutter groß bekommt. So zumindest meine ersten Erfahrungen mit meinen DklW.
Ob die Tiere die kein Kraftfutter bekommen trotzdem eine Wamme bekommen wird sich bei mir erst in Zukunft zeigen.

Gruß
Jan

MichaelM

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5

Donnerstag, 13. Juli 2017, 20:20

Allerdings bin ich auch der Meinung das man kleine Rassen auch komplett ohne Kraftfutter groß bekommt. So zumindest meine ersten Erfahrungen mit meinen DklW.
Ob die Tiere die kein Kraftfutter bekommen trotzdem eine Wamme bekommen wird sich bei mir erst in Zukunft zeigen.
Hallo Jan,
das macht mich jetzt aber neugierig, wie du eine kleine Rasse, also keine Zwergrasse, komplett ohne Kraftfutter groß bekommst. Ich will nicht abstreiten, dass es nicht geht. Aber da muss dann aber, so denke ich, eine wirklich abwechslungsreiche Fütterung erfolgen. Vielleicht verrätst du mir ja, wie du sie fütterst.

Gruß
Michael

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6

Freitag, 14. Juli 2017, 07:56

Hallo,

um die Vordiskussion erst mal zu "neutralisieren", es gibt mMn sicher eine Disposition zur Wamme, allerdings eine grundsätzliche: ich kann jedes Tier so füttern, dass es eine Wamme bekommt - oder eben auch nicht.

Aus meiner Beobachtung ist nicht so wichtig , welche Bestandteile in der Fütterung sind sondern vielmehr, wie gleichmäßig mengenmäßig gefüttert wird.

Bei Zwerg- und Kleinrassen brauche ich kein Kraftfutter und bringe die locker in 5-7 mon auf ihr Ausstellungsgewicht mit meiner Frischgrünfüttterung. Bei größeren Rassen, denen ich Kraftfutter zufüttere, beginne ich sehr langsam so ab der 8. LW und sorge dafür, dass die Tiere nicht zu schnell wachsen.

Aus meinen Beobachtungen würde ich behaupten wollen , dass die Tiere, die egal mit welchen Komponenten getrieben werden, eher Wammen ansetzten als Tiere die ich langsam gleichförmig füttere und die ihre "Aufbaustoffe" aus dem Frischgrün holen.

Wammenbildung hat für mich was damit zu tun, dass die Wachstumsgeschwindigkeit unterschiedlicher Gewebe unterschiedlich ist.

Der Ersatz von Kohlenhydraten durch Proteine erscheint mir erst mal nicht logisch, ein Versuch wäre es in Zusammenhang mit Wammen allerdings wert, 3 Gruppen mit unterschiedlicher Fütterung, warum nicht -

mfg Peter

Klemens

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7

Freitag, 14. Juli 2017, 09:24

Hallo Peter,
nicht falsch verstehen. es geht mir nicht darum Energie durch Eiweiß zu ersetzen, sondern darum, dass wenn ich einfach weniger Kraftfutter füttere weil ich zu viel Energie habe, ich automatisch auch die Eiweißmenge reduziere. Deshalb die höhere Eiweißkonzentration im Kraftfutter, damit auch bei kleinerer Ration die Gesamteiweißmenge gleich bleibt.

Gruß Klemens

8

Freitag, 14. Juli 2017, 11:09

Ich weiß ihr kennt das Problem alle nicht, weil ihr keine Winterzucht betreibt und sowieso wammenfreie Bestände habt.

Hallo
Ich muss zugeben, dass ich in meinem Bestand ( Zwergwidder) enorme Probleme mit Wammen habe. Oftmals sogar bei den Rammlern. Ich habe auch schon unterschiedlich gefüttert, muss aber sagen dass das alles nichts genützt hat und ich das Problem bisher nicht in den Griff bekam. Daher würde mich eine Fütterung, die zumindest das Wachstum einer Wamme verlangsamt oder reduziert, schon sehr interessieren. Grünfutter füttere ich nicht und bitte nicht jetzt gleich wieder anfangen, dass dies das beste wäre. Ich habe meine Gründe dafür und ich werde es auch nicht ändern. Ich füttere 50% Pellets und 50% Gerste/ Strukturmüsli und Heu. Dazu kommen regelmäßig Fenchel, Broccoli, Karotten usw. wobei ich dann weniger von der Pelletmischung gebe. Da ich kein Frisörmeister bin, habe ich oftmals schon wunderbare Tiere aus dem leidigen Grund nicht ausstellen können. Ich habe es auch schon probiert, an einem Tag in der Woche nur Heu und Wasser zu geben um das Wachstum der Wamme zu verringern, hat aber auch nichts gebracht. Genauso wenig wie 100% Pellets ohne Gerste und Müsli. Ich bin zu der Erkenntnis gekommen, dass es bei mir eindeutig an den Tieren liegt. Da die Tiere in meiner gezüchteten Rasse größtenteils fast alle "aus einem Loch kommen" und auch nicht wirklich konsequent dagegen gearbeitet wird, kommt es also nur darauf an, wie perfekt man darin ist, die Tiere "schaufertig" zu machen. Zu mir hat ein Mitstreiter auf das Thema einmal geantwortet: Ich kenne einen, der macht dir jede Wamme weg. Also Klemens lass dich zum Frisörmeister ausbilden oder suche jemanden, der das macht. Mir konnte bzw. wollte es noch niemand zeigen. :rolleyes:

Gruß Franz

PeterW

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9

Freitag, 14. Juli 2017, 14:31

Hallo Klemens,

habe es nicht falsch verstanden...

So wie du deine Fütterung beschrieben hast, hast Du auch bei reduziertem Kraftfutter sicher nicht zu wenig Eiweiß - interessant wird es bei Zufr., die keine Frischfütterung haben, da geht es tatsächlich um eine Verhältnisverschiebung im Kraftfutter.

Franz, mach Dir schlicht und einfach mal folgende Rechnung auf:

Je nach Fütterung legen deine Tiere langsam oder schneller an Gewicht zu. Unabhängig davon braucht das Fell eine Bestimmte zeit, bis es ausgereift ist und im Wachstum fertig.

Die Kunst besteht jetzt darin, die Tiere so zu füttern, dass Gewichtsergebnis und Fellwachstum parallel erfolgen und somit gleichzeitig Enden. Es ist einfacher, das ausgewachsenen Fell zu füllen als das Fell einzuschrumpfen...Du verstehst, was ich meine ?

Wammenbildung nach einem Wurf bei älteren Häsinnen ist wieder ne andere Sache, schlachtet mal Alttiere und schaut euch die Verteilung des Fettes an das ist schlicht eine Alterserscheinung und ganz normal

mfg Peter

Klemens

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10

Freitag, 14. Juli 2017, 14:59

Hallo Franz,
ich bin auch kein Frisör, deshalb meine schlichte Frisur. Mir wurde das frisieren schon mehrfach von wahren Künstlern gezeigt. Trotzdem bekomme ich nicht mehr als ein kleines Stößchen weg. Ich habe aber schon oft auf Ausstellungen Tiere gesehen, bei denen deutlich zu sehen war dass sie frisiert wurden.
Was diene Fütterung angeht, so geht das ja in eine ähnliche Richtung wie meine Frage. Durch das Beimischen von Gerste erhöhst du den Energiegehalt und verdünnst den Eiweißgehalt. Die verabreichte Menge spielt natürlich auch eine Rolle, denn letztendlich zählt die absolut gefressene Menge.

Gruß Klemens

MichaelM

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11

Freitag, 14. Juli 2017, 16:05

Hallo,

Franz sein Beitrag zeigt doch nun wohl mehr als eindeutig, dass es an der Vererbung liegt. Wie schon geschrieben, bei einigen Rassen mehr, bei anderen weniger.
Und dies gilt es nun so weit wie möglich wieder "herauszuzüchten". Sprich, Häsinen, die als Jungtier schon stark zur Wammenbildung neigen, gar nicht erst in die Zucht einsetzen. Rammler schon gar nicht, die dieses Problem mit sich bringen.
Man kann da im Hinblick auf Fütterung meiner Meinung nach nicht viel machen. Da muss man sich schon sehr gut in Sachen "Futterverwertung" auskennen....
Was nützt es denn, wenn ich meine Kaninchen so energiearm wie möglich füttere, und sie dann zu Ausstellungsbeginn im Herbst nicht ihr Sollgewicht und dazu auch noch z.B. hinten eckig sind? Und dann vorne noch eine Wamme haben....

Gruß
Michael

Klemens

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12

Freitag, 14. Juli 2017, 16:23

Hallo Michael,
ich habe Häsinnen die können fressen so viel sie wollen und bekomme trotzdem keine Wamme. Die haben aber ein anderes Problem. Sie sind extrem schlechte Futterverwerter (Verhältnis des eingesetzten Futters zum Endgewicht) und liegen oft auch nur knapp über der unteren Grenze des Idealgewichts. Wünschenswert wären aber großrahmige Tiere am ober Level, die das Futter in Körpermasse(am besten Magerfleisch) umbauen ohne eine Wamme zu bekommen.

Gruß klemens

13

Freitag, 14. Juli 2017, 16:55

Hallo Michael
Ich versuche schon seit Jahren züchterisch entgegenzuwirken, was die Wamme betrifft. Kannst mir glauben. Leider geht das Spiel aber immer wieder von vorne los, da man ja immer wieder mal neue Tiere in die Zucht nehmen muss. Es nützt leider sehr wenig, wenn man einer von ein paar Züchtern ist, die darauf selektieren, die Mehrheit aber sich auf's schaufertigmachen spezialisiert.

Gruß Franz

MichaelM

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Freitag, 14. Juli 2017, 19:43

Hallo Klemens,

ich kenne mich jetzt mit großen Rassen und deren Fütterung jetzt nicht so gut aus. Aber kann es sein, das deine Linie zu eng gezüchtet ist? Wenn Tiere nicht mehr ihr Idealgewicht erreichen, dann hat das natürlich mehrere Gründe. Aber zwei Gründe die mir hier jetzt einfallen sind, eine zu enge Linie, und wenn Tiere schlecht fressen. Also wie du schreibst schlechte Futterverwerter sind.
Schlechte Futterverwerter heißt also in deinem Fall, sie können fressen, was sie wollen, auch das energiereichste Futter und sie nehmen nicht zu?
Das sind jetzt natürlich zwei verschiedene Sachen. Die Tiere erreichen ihr Idealgewicht nur kaum und bekommen zum Teil sehr schnell eine Wamme, was auch natürlich leicht fütterungsbedingt sein kann..... ;(
Tut mir leid, aber für mich klingt das eher nach "Überzüchtung". :S

Gruß
Michael

Jan1604

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15

Samstag, 15. Juli 2017, 07:53

Hallo Jan,

das macht mich jetzt aber neugierig, wie du eine kleine Rasse, also keine Zwergrasse, komplett ohne Kraftfutter groß bekommst. Ich will nicht abstreiten, dass es nicht geht. Aber da muss dann aber, so denke ich, eine wirklich abwechslungsreiche Fütterung erfolgen. Vielleicht verrätst du mir ja, wie du sie fütterst.

Hallo Michael,
der Hauptbestandteil ist tatsächlich Wiese- auch bei denen die Kraftfutter erhalten.
Dazu gibt es Blätter (Markstammkohl, grünkohl, Baumblätter sämtlicher Art), Topi, Gurke etc.

Aktuell ist es ja nur ein "Experiment" meinerseits.
Aber vom Gewicht und der Form her sind bisher keine Nennenswerten Unterschiede festzustellen. Die Tiere sind aus Dezember. Daher kann ich auch noch nichts zur Wammenbildung sagen.
Desweiteren ist die Aussage aufgrund der Anzahl der Tiere bestimmt (noch) nicht repräsentativ. Als vergleich habe ich 8 Tiere die aus zwei Würfen im Dezember stammen. 4 -je 2 aus einen Wurf- davon werden ohne Kraftfutter gefüttert.

Was ich auch beobachten konnte, dass die Tiere ohne Kraftfutter ihr Nahrungsangebot wesentlich besser aufnehmen als die die Kraftfutter bekommen. Da muss ich wesentlich mehr an an nicht gefressenen Futter rausnehmen.

Ein weiterer Gedankengang der mir beim Lesen der ganzen Beiträge kam.
Könnte es nicht ähnlich wie bei uns Menschen sein? Bitte nicht falsch verstehen.
Aber manche neigen einfach viel eher dazu Fett anzusetzen (Doppelkinn :D ) wie andere.
Es gibt Leute die können Essen was sie wollen und werden nicht fett.
Und manch andere müssen halt echt extrem aufpassen oder haben halt das Problem mit dem Doppel-, Dreifachkinn...
Aber selbst die die zum schnellen Fettansatz neigen, können über entsprechende Ernährung gegensteuern ;)

Daher würde ich sagen das es nie ein reinweg erbliches Problem ist, dies aber sehr wohl einen Einfluss haben kann.

Gruß
Jan

MichaelM

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Samstag, 15. Juli 2017, 12:20

Die Tiere sind aus Dezember. Daher kann ich auch noch nichts zur Wammenbildung sage
Also haben die Tiere keine Wamme. Und sind jetzt über ein halbes Jahr alt, richtig? Es handelt sich dann wahrscheinlich um Blaue Wiener, denke ich mal. Bei den Zwergwiddern in blau ist das ja mit der Wamme ein echtes Problem wie Franz schreibt....

Jan1604

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17

Samstag, 15. Juli 2017, 12:24

Es handelt sich um DklW.

Bei meinen Wienern hatte ich auch kein Problem mit Wamme bis zum 1LJ.

Es wäre meiner Meinung nach auch fatal wenn die Häsin schon mit 7 Monaten eine Wamme hätten. Daher meine Aussage das ich zur Wamme noch nichts sagen kann.
Das wird sich dann zeigen wenn diese wenigstens 1Jahr und älter sind.

MichaelM

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Samstag, 15. Juli 2017, 12:43

Hallo Jan,

bei den Wienern ist bei den Häsinen ja eine kleine Wamme zulässig. Und bei älteren Häsinen sowieso.
Auch bei älteren Häsinen der Rasse Deutsche Kleinwidder (darunter verstehe ich jetzt älter als ein Jahr) ist eine kleine Wamme auf Ausstellungen nur ein leichter Fehler.

Aber am besten ist natürlich, wenn keine Wamme vorhanden ist. :thumbsup:


Gruß
Michael

andi-kaninchen

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19

Sonntag, 16. Juli 2017, 12:42

Es liegt nach meiner Erfahrung sehr viel am Futter und am Füttern.
Ich habe sehr viel ausprobiert und bin nun bei Pferdemüsli mit Quetschgerste gelandet.
Mit dieser Mischung komme ich mit den ZwW und den DKlW gut hin. Es liegt eben an der Menge die ich fütter und dem Mischungsverhältnis. Dazu kommt noch was die Tiere noch bekommen, da ist ja wenn ich Wiese verfütter ist es was anderes als wenn ich nur Heu gebe.
Schaufertigmachen ist doch selber beschwindeln! Natürlich muss es ja sein, aber nur bis zu einem gewissen Punkt.
Das A und O ist das Futter.
Gruß Andreas


Und wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her!

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Sonntag, 16. Juli 2017, 14:35

bei den Wienern ist bei den Häsinen ja eine kleine Wamme zulässig. Und bei älteren Häsinen sowieso.
Das mit der Zulässigkeit stimmt schon, nur Punktabzug gibt es halt trotzdem. Mein Vorstand rät immer mit so wenigen bekannten Fehlern wie möglich ins Rennen zu gehen. Er sagt immer:"Wenn du einen Fehler findest findet der Preisrichter einen zweiten". Und da ist was dran.
Dass bei mittelgroßen und großen Rassen eine leichte Wamme zulässig ist, trägt ja eigentlich dem Rechnung, dass diese Rassen auch anfälliger dafür sind.

Gruß Klemens