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  • »Werntal-Zwerge« ist männlich

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41

Montag, 14. August 2017, 13:32

Kurz zu den Fragen von Kleinwidder: Es ist absolut unsinnig,
Erkrankungsgründe zu suchen in den Allgemeinplätzen, RHDV2 ist schlicht
was anderes.

Hallo Peter,

da die Fragen von Kleinwidder unsinnig sind,kannst Du mir bitte nachfolgendes erklären:

Von 23 mir bekannten Fällen in den letzten 2 Jahren, alle in der Zeit von Mitte März bis Ende Oktober war 1 Züchter der Fertigfutter verwendete.
22 Züchter fütterten Frischfutter Gras, Klee,und anderes, sowie ab und zu Pellets.
1Fall viel mir besonders auf, 3 Riesenzüchter bzw. Halter im Umkreis von 200 Meter 2 fütterten Grünfutter in offenen und halboffenen Ställen,
waren von der Seuche betroffen.
1 Halter züchtete in einem geschlossenen Raum mit Fenster diese waren mit Fliegengitter geschützt, hatte keine Verluste .

Man kann also wohl etwas tun um sicherer zu sein!

Grundsätzlich bin ich aber auch der Meinung, daß RHD und RHD2 eine Seuche ist und nur mit konsequenter Impfung ein zu dämmen ist.

Gruß Siegfried

Kai

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42

Montag, 14. August 2017, 14:42

RHD Virus bei Kaninchen

Im Forum haben einige Züchter bekannt gegeben, dass durch die RHD einige
Ihrer Tiere verendet sind.
Um die RHD Krankheit eventuell zu verhindern bzw. die Vorsorge zu treffen,
habe ich 10 Fragen an die Züchter, mit der Bitte, diese zu beantworten.
Ja nein
1, Waren die Tiere gegen RHD geimpft.
2, Waren die jüngeren Tiere anfälliger als die Älteren.
3, Wurden die Tiere in Einzelboxen oder zu mehrere im Freilauf gehalten.
4, Fütterung mit frischem Gras von der Wiese in der Flur.
5, Fütterung mit Grünfutter vom Garten.
6, Kamen die Tiere mit dem Kot in Berührung (Roste oder Stroheinstreu)
7, Waren Fliegenfänger in der Nähe der Stallung.
8, Hatten die Tiere immer frisches Wasser u. Heu zur Verfügung
9, Waren die Tiere in einem Außenstall
10, Befindet sich die Stallanlage im geschl. Ortsteil oder am Waldrand
.
Kleinwidder

zu 1 ja alle Tiere die alt genug waren wurden geimpft (kompletter Bestand)
zu 2 nein, ungeimpfte Tiere die noh bei der Muttr waren, weil sie ca. 4-8 Wochen waren nicht betroffen
zu 3 Einzelboxen
zu 4 Hatten drei Wochen vorher das letzte Mal Grünfütterung
zu5 somit erledigt
zu6 saßen zu 80 % auf Rosten
zu7 es wurde regelmäßig mit Insektenspray gesprüht und eine elektrische Fließenfalle war auch an
zu8 Wasser selbstverständich und Luzerne bei den Pellets
zu9 nein Innenstall im Außenstall ist nur ein Tier gestorben
zu 10 geschlossene Dorflage

ergänzend:
ich war auch vor dem Ausbruch auf keinen Schauen oder Kanin-Hop-Wettbewerben und hatte keine Züchterbesuche!

Gruß Kai

Jan1604

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43

Montag, 14. August 2017, 15:40

Man kann sicher etwas tun gegen RHD und Co. Das streitet hier sicher keiner ab!

Aber was bringen die Fragen?

Kai war ja so freundlich und hat diese beantwortet. Aber bekommen wir jetzt deswegen RHD, RHD2 in den Griff oder unter Kontrolle?

Die Aussagen von Siegfried kann ich so nicht bestätigen. Hier in der Region füttern fast alle bzw. die überwiegendende Mehrheit Pelltes und Heu (+Grünes aus dem Garten).
Trotzdem bekommen Sie auch (und das ist bisher hier die Mehrheit) RHD in die Ställe.
Im Gegensatz dazu kenne ich auch Züchter die -wie ich- täglich Grünes füttern und bisher keine Probleme haben!

Ich will nicht abstreiten das Krankheiten unter Umständen über das Grünfutter in den Stall gelangen können. Aber das kann genauso gut auch ohne Grünfutter passieren...
Wer sagt denn aber, dass die Krankheiten nicht über Heu in den Stall kommen können? Ich glaube da liegt ein großer Irrglaube vor!
Desweiteren können fliegen, mücken und co auch so in die Ställe gelangen...

Für mich ist lediglich die erste Frage von Bedeutung! Diese sollte man noch soweit ergänzen- mit welchen Impfstoff geimpft wurde!
Was bringt es uns Cunivak und Co zu impfen wenn diese Wirkstoffe nicht (oder nur stark begrenzt) helfen- von der Zulassung mal abgesehen.

Ich handhabe es jetzt schon eine ganze Weile wie Kai.
Ich habe keine (Züchter)besuche- bzw. nur die Notwendigsten (TA zum Impfen, Tätowieren); vor den Kontakt mit meinen Tieren desinfiziere ich mir die Hände (auch der TA und mein Täto-Wart); bevor ich in den Stall gehe ziehe ich mich um; in jeder Stalltür ist ein Mückengitter
Und der wichtigste Punk! Ich habe alle meine Tiere mit Filavac geimpft!

@Kai
Ist es möglich das Schreiben von IDT an euren LV hier im Forum zu posten/ hochzuladen?
Mich würde da schon brennend interessieren was da drin steht.

44

Montag, 14. August 2017, 16:05

Sehr geehrter Herr …………,

Das nationale Zulassungsprozedere für Tierimpfstoffe ist in Deutschland einheitlich geregelt. Es wird vom Bundesinsitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel, dem Paul-Ehrlich-Institut, durchgeführt. Die Berichte der Studien werden dort eingereicht, geprüft und bewertet. Ist das Paul-Ehrlich-Institut von der Wirksamkeit, Sicherheit und Unbedenklichkeit für Menschen, Tiere und die Umwelt überzeugt, spricht es die Zulassung aus. Im Falle unseres Monoimpfstoffs gegen RHD geschah dies im Februar 2017.
Die Zulassung kann unter dem folgenden Link eingesehen werden:
http://www.pei.de/DE/arzneimittel/impfst…nchen-node.html
Hier können alle in Deutschland für Kaninchen zugelassenen Impfstoffe eingesehen werden. Durch klicken auf „PharmNet“ unter „weitere Informationen“ erhalten Sie Einsicht in die offiziellen Dokumente, wie Gebrauchs- und Fachinformation. Hierin enthalten sind die zugelassenen Indikationen, Dosierung, Impfschema und vieles mehr.


Mit freundlichen Grüßen
Dr. Melanie Leibold
Produktmanager

melanie.leibold@idt-biologika.de
Tel. 034901 885 5690
Fax 034901 885 5313
www.idt-tiergesundheit.de

IDT Biologika GmbH, Am Pharmapark, 06861 Dessau-Roßlau
Amtsgericht: Stendal HRB 11813, Geschäftsführer: Dr. Ralf Pfirmann, Andreas Kastenbauer

45

Montag, 14. August 2017, 16:07

Die ist eine offizielle Antwort von IDT.

Widderzwerg

Kai

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46

Montag, 14. August 2017, 18:45

Ist es möglich das Schreiben von IDT an euren LV hier im Forum zu posten/ hochzuladen?
Mich würde da schon brennend interessieren was da drin steht.


Hallo Jan,
ich glaube nicht, dass es statthaft wäre, wenn ich hier Schreiben ohne Genehmigung des Verfassers öffentlich machen würde.
Widderzwerg hat ja schon auf die Rechtslage in einen anderen Fall hingewiesen..........
Da möchte ich nicht gegen Gesetze verstoßen.

Bisher sehe ich die Beiträge nur als Meinungsäußerung an.

Die Aussagen von Siegfried kann ich so nicht bestätigen. Hier in der Region füttern fast alle bzw. die überwiegendende Mehrheit Pelltes und Heu (+Grünes aus dem Garten).
Trotzdem bekommen Sie auch (und das ist bisher hier die Mehrheit) RHD in die Ställe.
Im Gegensatz dazu kenne ich auch Züchter die -wie ich- täglich Grünes füttern und bisher keine Probleme haben!



Wie sieht es denn aus, in diesen Fällen haben die Züchter vorher geimpft und wenn ja womit?

Da es da auch immer wieder unterschidliche Aussagen gibt, würde mich das brennend interessieren!

Gruß Kai

Jan1604

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47

Montag, 14. August 2017, 19:02

Hallo Kai,

bisher haben alle (mit denen ich mich unterhalten habe) mit Cunivak geimpft. Wie empfohlen mit Boost nach 3 Wochen. (Vereinzelnt haben manche aus Kostengründen auch nur einmal geimpft)
Ein Züchterfreund hatte sich sogar extra Urlaub genommen damit er auf den Tag genau nach 3 Wochen nocheinmal Boosten konnte.
Leider ohne Erfolg. Ich habe hier bisher noch keinen Züchter getroffen bzw. Unterhalten der Filavac geimpft hat.

Unsere TA`s haben den Impfstoff in unserer Region als RHD2 Impfstoff verkauft. Jetzt haben viele leider das nachsehen. Die erste Juntierschau wurde ja schon abgesagt...


Das es gegen Gesetze verstößt wenn du das Schreiben hier veröfftlich wusste ich nicht. Ich dachte es wäre kein Problem wenn es ein öffentliches Schreiben wäre. Aber davon habe ich auch keine Ahnung!

Das Schreiben das Widderzwerg hier veröffentlich hat finde ich hoch interessant. Aber an meine Aussage aus Beitrag 36 ändert sich trotzdem nichts.
Das sollte doch schon zu denken geben! Oder sehe ich das falsch? ?(

RudiRi

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48

Montag, 14. August 2017, 19:25

index.php?page=Attachment&attachmentID=758
index.php?page=Attachment&attachmentID=759

Hier das Schreiben an unseren Landesverbandsvorsitzenden.

Gruß Rudolf

RudiRi

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PeterW

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50

Dienstag, 15. August 2017, 08:40

Hallo Siegfried,

ich habe die fragen von Kleinwidder als unsinnig bezeichnet, da schlicht bei einigem Überdenken die daraus resultierende Antwort erkannt werden kann:

Kaninchen in Einzelbuchten und Rosthaltung in Innenställen mit Sackfütterung und einer "normalen" RHD impfung sind am sichersten.

Diese Kombination von Fragen bietet wenig Spielraum für tatsächliche Ergebnisse.

Von meiner Seite kann ich dazu sagen: Ich halte meine Tiere sehr gemischt von Bucht bis Freilauf, füttere immer Frichgrün , benutze keine Fliegengitter und hatte seit den 60-er Jahren ( damlas einmalig) weder KOki noch Myxo noch RHD in meinen Beständen.

Nur, auch dies ist kein Beleg für diese Form der Fütterung und Haltung, vielleicht hatte ich schlicht auch Glück ??

Von daher ist eine generelle Aussage bzgl. der Umwelteinflüsse sehr kritisch zu betrachten, so meine Meinung...und man muss immer den direkten Einzelfall sehen.



In der Diskussion um das "richtige "Impfmittel möchte ich mich gar nicht beteiligen, impft aber bitte alle Tiere .....und am Ende des Jahres werden wir sehen, welche Impfstoffe tatsächlich helfen und welche nicht.

mfg Peter

andi-kaninchen

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Dienstag, 15. August 2017, 12:01

Hallo Jan ich habe Filavac geimpft!
Gruß Andreas


Und wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her!

Kühn74

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52

Donnerstag, 17. August 2017, 13:18

Wir haben in diesen Jahr fast ausschließlich mit Filavac geimpft Wir hatten das gr0ße Glück dass unser LV-Vorsitzender sehr viel Weitblick bewiesen hatte und schon im letzten Jahr eine Ausnahmegenehmigung bei Ministerium beantragt und erteilt hatte damit wir schon im 2. Halbjahr 2016 mit Filavac impfen konnten. Diese Impfung wurden von unseren Tierschutzbeauftragten durchgeführt und auch dokumentiert da ja Filavac im Jahr 2016 noch keine Zulassung in Deutschland hatte. Weiterhin beschaffte unser Tierschutzbeauftragter ca. 7000 Dosen Impfstoff Filavac welcher dann in diesem Jahr in unseren LV verimpft wurde. Wir haben, so weit ich das sagen kann, nur positive Erfahrungen mit Filavac gemacht. Nach dem in unserer Region im letzten Jahr fast eine kaninchenfreie Zone vorhanden war, kann ich sagen, dass die Züchter und auch Halter welche mit Filavac geimpft haben, keine Verluste durch RHD/ RHD V2 zu beklagen hatten/haben. Und noch ein paar Worte zum Thema Haltung/ Fütterung. Diese Faktoren spielen aus meiner Sicht eher eine untergeordnete Rolle oder eher gesagt gar keine Rolle. Wenn ich eine Grippe bekomme fragt auch keiner danach was ich gegessen habe. Oder ?( ? Die RHD ist eine Viruserkrankung, welche nur durch konsequentes Impfen der gesamten Bestände bekämpft werden kann. Dabei sollte ich nicht nur auf die Züchter schauen, sondern sollte hier auch die Halter mit einbeziehen, um so einen möglichst flächendeckenden Impfschutz zu erreichen. MfG Daniel

53

Donnerstag, 17. August 2017, 15:18

...... und wieso geht ein Preisrichter der RHDV-2 im Stall noch bewerten?
Hast Du noch nichts von der Verbreitungswegen gehört? Wo setzt da die Vernunft ein?

Die Fütterung spielt auch eine Rolle, sehr leicht kann ich mir mit der Grünfütterung die Erreger in den Stall holen. Auch wo meine Ställe stehen spielen eine Rolle, ob sie geschützt vor Mücken usw. sind.

http://www.mz-web.de/zeitz/krankheit-ver…hau-ab-25468348

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54

Donnerstag, 17. August 2017, 15:48

Wenn ich eine Grippe bekomme fragt auch keiner danach was ich gegessen habe. Oder

Hallo Daniel,

man kann aber etwas dagegen tun, um keine zu bekommen.

Gruß Siegfried

Jan1604

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55

Donnerstag, 17. August 2017, 17:26

Hallo Widderzwerg,

wo hat denn hier jemand geschrieben das ein Preisrichter mit RHD2 im Stall noch bewerten geht? (Auch wenn ich denke deine Anspielung zu verstehen...)
Wenn es wirklich so wäre... würe ich es selbst auch nicht befürworten, aber man kann natürlich auch vorkehrungen Treffen. Neue Sachen anziehen, Hände desinfizieren etc. ;)
Also auch ein PR mit RHD2 könnte mit spezieller Vorsicht noch bewerten ohne das etwas passiert- aber das ist nur meine bescheidene Meinung

Die Grünfütterung ist ein Weg wie man RHD in die Ställe bekommen kann. Aber RHD ist ein Virus. D.h. er könne auch über Heu in die Ställe kommen.
Erkläre mir bitte wo der Unterschied in der Übertragung zwischen Heu und frisch Grün liegt ;)

Gruß
Jan

Thotscha

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Freitag, 18. August 2017, 06:40

Hallo ihr Kämpfer!

Ich bin beim lesen der Beiträge oft sehr traurig, weil ich immer wieder merke das es oft darum geht seine eigene Meinung zu vertreten und zu rechtfertigen. So wird sehr schnell der Sinn des Forums verloren! Hier sollen doch Erfahrungen geteilt und ZF geholfen werden. Jemanden nachzuweisen das er keine Ahnung hat hilft nicht weiter. Das findet leide so oder so ähnlich auch auf manchen Vereinsversammlungen oder Ähnlichen statt. Wegen dieser Sachen und Kommentare hat unser Forum schon richtig gute ZF die auch etwas weiterzugeben hatten verloren. Auch ich habe mir schon oft verkniffen etwas zu schreiben, da ich schon im Vorfeld wusste was daraus wird.

Ich finde den Beitrag von Daniel zu 100% sachlich richtig und bin der gleichen Meinung! Das Problem RHD wird man nur mit den Haltern und Tierärzten gemeinsam mit uns Züchtern in den Griff bekommen.

Die Grünfütterung bewerte ich auch sehr differenziert. Wenn auf der Wiese im Umkreis keine Wild- Kaninchen oder evtl. auch Hasen vorhanden sind, wo soll da ein Problem sein. Wenn Wildkaninchen vorhanden sind würde ich schon aus Angst vor Myxomatose extrem vorsichtig sein. Da macht es keinen Unterschied ob ich wegen RHD oder Myxo kein Gras füttere.

Wir haben im Verein auch SCHLAUE ZF die glaubten nicht impfen zu müssen weil sie keine Grünfütterung betreiben. Was glaubt ihr welche Menge an Futter sie jetzt sparen?! :thumbdown: Des Weiteren halte ich persönlich den Schutz vor Insekten für wichtiger als sich Gedanken über die Lage der Stallanlage zu machen, da dies meist nicht zu verändern ist. Der Insektenschutz schon!

Also Grund und Auslöser von RHD 1/2 sind immer Dinge die im Paket betrachtet werden müssen. Helfen und RETTEN kann uns nur ein kostengünstiger, breit verfügbarer und von Züchtern und Haltern eingesetzter Impfstoff!!! Um das hinzukriegen wünsche ich mir auch mehr Aktivität aller Funktionsträger und Mitglieder im ZDRK. Mit unserer derzeitigen Vorgehensweise bleiben wir den Geschäftstüchtigen die leider auch wirkungslose Dinge für viel Geld verkaufen ausgeliefert! Vielleicht schafft es ja jemand aus dem ZDRK-Vorstand ihnen zu erklären, das sie kein Geld an unseren Tieren mehr verdienen werden wenn wir mit der Kaninchenzucht aufhören mussten! :cursing:

Einen angenehmen Freitag

Thomas

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Freitag, 18. August 2017, 07:08

Ich glaube bei der Übertragung von Rhd geht es weniger um anhaftende Viren im Grünfutter als um die Vielzahl der Insekten die sich dort tummeln obwohl unsere Bundesumweltministerin nicht müde wird das Gegenteil zu behaupten. Wenn man nun weiß dass das Virus in Insekten 7 Monate überleben kann, so können Insekten aus dem alten Jahr bis weit in den Frühsommer die Krankheit übertragen. Wenn man nun seine Phantasie spielen lässt kann man sich ein Bild malen welche Strecke sie in dieser Zeit zurückgelegt haben könnten. Dann spielt es auch kaum noch eine Rolle ob es vor Ort Wildkaninchen gibt. Insektenschutz ist ein Baustein in der Unterbrechung des Übertragungsweges, aber wirksam schützen kann nur eine konsequente Impfung.

Gruß Klemens

Kühn74

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Freitag, 18. August 2017, 07:50

Ich glaube Thomas hat hier das wesentliche im Bezug auf unsere Funktionäre im ZDRK gesagt. Was ein koordiniertes Vorgehen für Vorteile hat, hat man bei uns im LV gesehen. Wichtig ist aus meiner Sicht aber auch ein offener Umgang mit der Thematik RHD1/ V2 so dass hier Züchter und Halter weiter sensibilisiert werden und wirklich alle Tiere ihres Bestandes impfen und nicht bloß die, welche z.B. für die Ausstellung vorgesehen sind. Die Annahme dass man strikte Vorgaben vom Veterinäramt, im Bezug zum Impfschutz unserer Kaninchen bei Ausstellungen bekommt, ist einfach nur falsch. Das Veterinäramt gibt im Bezug auf Kaninchen nur Empfehlungen, ob man sich daran hält obliegt jedem Veranstalter einer Ausstellung selbst. Wichtig ist das jeder seine "Hausaufgaben" macht und seinen gesamten Bestand impft.

Hier nur ein Erlebnis aus diesen Jahr: Ein Halter ( hatte im vergangenen Jahr alle Tiere durch RHD verloren) hatte bei unserer ersten Impfaktion seinen gesamten Bestand impfen lassen, unter anderen auch eine trächtige Häsin. Nachdem ich wieder Züchter und Halter befragte bezüglich einer weiteren Impfaktion meldete er bei mir 4 Jungtiere mit an. Dies waren die Jungtiere, welche von der trächtig geimpften Häsin stammten. Dabei erzählte er mir das er sich eine ungeimpfte Häsin mit Jungtieren von einem anderen Halter gekauft hatte, welche allerdings kurz nach dem Verbringen in seine Stallanlage komplett alle an RHD verendet sind. Ich will nur damit darlegen, dass es wichtig ist seinen gesamten Bestand zu impfen. Bei dem Halter erzeugte diese Erfahrung auch einen gewissen AHA-Effekt. Denn zum einen wurde dadurch bildhaft der Schutz seiner Tiere durch die Impfung (Filavac) dargestellt und zum Anderen glaube ich auch, dass es bei ihm auch in Zukunft keine ungeimpften Tiere geben wird.

PeterW

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Freitag, 18. August 2017, 09:37

Hallo zusammen,

manchmal sind schlechte Beispiele auch wieder Ausgangspunkt für unnötige Diskussionen:

Selbstverständlich kann ich was gegen Grippe tun durch Stabilisierung meiner Abwehrkräfte bzw des Immunsystems, Grippeviren sind jedoch von der Wirkungsweise nicht mit RHDV2 zu vergleichen.

Selbstverständlich kann ich Viren durch Frischgrün in den Bestand bringen - aber genauso gut durch Sackfutter, Heu, Streu uä...soll ich deshalb die Tiere verhungern lassen ?

Selbstverständlich kann ich durch Fliegengitter einige draußenhalten...von Stallschleusen bei Züchterinnen habe ich noch nichts gelesen....

Im Grunde ist es doch ganz einfach: Wir füttern und halten unsere Tiere so, dass sie eine möglichst gute Abwehrlage entwickeln und impfen sie alle - je besser die Abwehrlage, desto besser der Impfschutz - ist doch ganz einfach, oder....?

Insgesamt ist es natürlich Aufgabe unserer Vertreter im ZDRK politisch darauf hinzuwirken, dass wir unsere Tiere schützen können - die Erfolge bleiben für mich ein Fragezeichen , Thema Wirtschaftsfaktor.

Gleichzeitig, und damit möchte ich erst mal gar keinen angreifen, sollte doch all unsere Handlungsweisen dem Tierwohl gelten - und wenn eben Gefahren nicht ausgeschlossen werden können, dann verzichten wir eben auf Gefahrenpunkte wie Ausstellungen oä. Langfristig sicher sinnvoller als keine Aussteller mehr zu haben, weil sie gefrustet aufgehört haben.

Was ist denn wichtiger, ein Pokal oder gesunde Tiere ? Mittelfristig werden wir uns entscheiden müssen...

mfg Peter

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Freitag, 18. August 2017, 10:14

Hallo,


für mich gibt es zu RHD 2 noch viele
ungeklärte Fragen.


War 2016 auch ein Betroffener. Von 67
Kaninchen verlor ich 14 durch RHD 2. Alle 14 Tiere
wurden getestet und RHD2 sicher
festgestellt. Kostete eine menge Geld.


Das unerklärliche ist jedoch für mich
die Art und Weise wie ich die Tiere verlor.

In einem Freigehege 18m² waren 8
Zuchthäsinen, 3 starben die anderen leben noch heute.

In dem Gehege leben heute 12
Junghäsinen noch nicht geimpft, (erfolgt nächste Woche mit Filavac)
ohne Probleme. Habe das Gehege nur immer wieder mit ME ausgesprüht.

Meine Buchten sind immer 2 mit einer
Drahttrennwand verbunden, damit die Tiere sich sehen und riechen
können.

Mal ist auf der rechten- mal auf der
linken Seite einer gestorben.

Komischerweise nie alle beide in den
Buchten.

Für mich und meinen Tierarzt ist das
bis heute unerklärlich.


Mein Bestand ist seit 1990 immer
komplett gegen Rhd geimpft.

Füttere Trockenfutter plus Silvi und
Topi.


Gruß Siegfried