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PeterW

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41

Dienstag, 16. Januar 2018, 13:48

Hallo zusammen,

es gib ja bekanntlich keine Zufälle, gesatern war ich in einer Diskussionsrunde mit dem Landwirtschaftsministerium, die Staatssekretärin war persönlich zugegen.

Ich konnte die Impfsituation des letzten Jahres schildern mit all seinen Auswirkungen auf Tiere und Preise sowie die mehr als nicht nachvollziehbaren Regelungen des Arzneimittelgesetztes - worunter auch Impfstoffe fallen.

Da das Problem ja Bundesweit besteht habe ich auch darauf hingewiesen, sich nicht nur in Ba-Wü darum zu kümmern.

Ihr war nichts davon bekannt, dass von Verbandsebene Vorstöße unternommen worden wären, sie wird sich jedoch drum kümmern und die Thematik in den Bundesrat bringen, da ich anmerkte, ich befürchte für 2018 keine Besserungen und es bestünde dringender Handlungsbedarf.

Auffällig war, die die Belange der GeflügelzüchterInnen deutlich wichtiger sind und mehr Gehör finden als Probleme der KaninchenzüchterInnen - die wirtschaftlichen Interessen sind da deutlich different.

Ein weiterer mehr als auffälliger Punkt in der ganzen Diskussion war die unterschiedliche Haltung der Veterinärämter, obgleich die Vorgaben gar nicht unterschiedlich sind, hier scheinen Einzelfallentscheidungen die Norm zu sein.

mfg Peter

42

Dienstag, 16. Januar 2018, 17:01

Ebenso ist eine gründliche Untersuchung vor Impfungen Pflicht, wer es nicht tut ....muss dies auch als TA verantworten, sollte irgendwas passieren.

Hallo Peter
Sollte bei einer Impfung etwas passieren, wo der TA das Tier vorher nicht untersucht hat. Wie würde das "zu verantworten" des TA dann aussehen?
Gruß
Franz
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PeterW

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43

Mittwoch, 17. Januar 2018, 06:24

Guten Morgen Franz,

es wird in der Regel nichts passieren, weil "Kaninchenzüchter" wegen ein paar toter Tiere nicht den TA anzeigen werden, der "billig" geimpft hat.

Ansonsten kann man den Tierarzt beim Veterinäramt melden und auch einen Schadensanspruch geltend machen, dauert zwar, kann aber durchaus erfolgreich sein. Z.B. steigt die Zahl der Anzeigen in de Humanmedizin kontinuierlich an.

...nur wie gesagt, da TÄ keine behandlungspflicht haben werden sich "Private" das gut überlegen.



mfg Peter

uglauser

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44

Mittwoch, 17. Januar 2018, 06:50

Ich finde, es ist Sache des Züchters, dem TA zu melden, wenn ein Tier gesundheitlich nicht auf der Höhe ist. Er sieht ja seine Tiere jeden Tag, weiss, wer nur zögerlich frisst, mehr herumhockt als normal, auch mal niest, etc. Wenn der TA jedes Tier von Grund auf untersuchen muss, ob es impftauglich, ist, muss man sich über hohe Preise nicht wundern!

PeterW

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45

Mittwoch, 17. Januar 2018, 07:35

Guten Morgen,

sicher kann jede/r seine eigene Meinung zu den Dingen haben....

Wenn ich davon ausgehe, dass "ZüchterInnen" über den Gesundheitszustand ihrer Tiere befinden, dann brauche ich schlicht weder Arzt noch Impfung.

Genau dies ist das Problem bzgl. Impfungen insgesamt: Wenn Nichtfachleute darüber entscheiden, was Gesundheit ist, brauchen wir nicht über die Rückkehr von Polio, Masern, Pest usw. in unsere Länder wundern, auch nicht wundern, dass bei Tiererkrankungen dann von Staatswegen Keulung eingesetzt wird.

....und um es noch mehr zu konkretisieren: Hätten wir Meldepflicht und Zwangsbestandsimpfung bei unseren Tieren bzgl. RHD wäre die Krankheit schon lange kein Thema mehr...

mfg Peter

uglauser

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46

Mittwoch, 17. Januar 2018, 08:51

Lieber Peter, ich meine nicht, dass der Züchter eine Diagnose stellen soll. Aber ich bin überzeugt, dass der aufmerksame (!) Züchter Gesundheitsstörungen/Unpässlichkeiten am Verhalten des vertrauten Tieres erkennt, bevor sie körperlich so deutlich werden, dass der TA sie merkt. Der TA kann schauen, ob die Augen klar sind, Herz und Lunge abhören, Fell und Kondition anschauen. Oder wie viel Aufwand erwartest du vor einer Impfung?

Kühn74

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47

Mittwoch, 17. Januar 2018, 08:54

Guten Morgen Forengemeinde

Hier ein paar Anmerkungen zum Thema

Was möglich ist wenn sich der Verband engagiert zeigt sich aus meinen Sicht, als herausragendes Bsp.im LV Sachsen-Anhalt. Unser LV-Vorsitzender kümmerte sich schon im Jahr 2016 darum eine Ausnahmegenehmigung für Filavac zu bekommen. Dabei suchte er den engen Kontakt zum Landwirtschaftsministerium, was zur Folge hatte dass sein Ansinnen auf fruchtbaren Boden fiel und wir schon im zweiten Halbjahr 2016 mit Filavac zu einem Preis von 3,50€ + einer kleinen Anfahrtpauschale (10€) unsere Tiere wirksam schützen konnten. Er hatte miterleben müssen, und dies war eines seiner Hauptargumente, das im ersten Halbjahr 2016 unzähligen Kaninchen an RHD V2 verendet waren und sich viele Züchter hilflos dieser Problematik ausgesetzt sahen und vielfach darüber nachdachten die Kaninchenzucht zu beenden. Folglich wurden auch für dass Jahr 2017 ca. 7000 Impfdosen gekauft, welche dann ebenfalls zu den oben genannten Kosten im Jahr 2017 verimpft werden konnten.

Nachdem Filavac in Deutschland zugelassen wurde, stellte sich auch bei unserem LV die Frage, wie mit den hohen Kosten umzugehen ist. Ein entscheidender Grund für die hohen Kosten liegt darin, dass es in Deutschland nur einen Großhändler gibt, der Filavac aus Frankreich einführt und dann weiter vertreibt, so dass er hier alleine den Verkaufspreis bestimmt. Um dem entgegenzuwirken wurde von unseren LV-Vorsitzenden der Antrag an das Ministerium gestellt, über unseren Tierschutzbeauftragten (Tierarzt) den Impfstoff direkt aus Frankreich zu beschaffen. Diesem Anliegen wurde stattgegeben, so dass wir in diesen Jahr Impfkosten von 3€ pro Tier + Anfahrt haben. Das sind ganz andere Preise als die, die hier vielfach genannt wurden.

An diesem Bsp. zeigt sich was ein wenig Einsatz bringen kann, zu mal unserer LV nicht unbedingt der größten in DEU ist. Nicht auszumalen ist, wenn sich der ZDRK dieser Sache angenommen hätte, denn bei rund 150000 Mitgliedern hätte man ganz andere Preise aushandeln können. Aus meiner Sicht schiebt man lieber die Verantwortung den LV`en zu, was zur Folge hat, dass die ganze RHD V-2 Problematik nicht zur Ruhe kommt, weil jeder LV eine andere Herangehensweise hat. Ein abgestimmtes Herangehen an die RHD V-2 Problematik, unter Regie des ZDRK, hätte dabei aus meiner Sicht, zu mehr Erfolg geführt, als dass was wir erlebt haben oder noch erleben. Ich glaube vielen unserer Funktionäre ist nicht bewusst, dass RHD V-2 verbunden mit zum Teil utopischen Impfkosten und dem hohen Durchschnittsalter unserer Züchterschaft, es um die Existenz unseres Verbandes in der jetzigen Form geht. Anders kann ich mir die aus meiner Sicht gefühlte Tatenlosigkeit unseres ZENTRALVERBANDES nicht zu erklären.

MfG Daniel

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48

Mittwoch, 17. Januar 2018, 11:32

Hallo Daniel,
so wie Euer Landesverband das gemacht hat, das wollten andere Landesverbände ebenfalls machen.
Allerdings haben da zu einem Teil die Landesbehörden nicht ganz mitgespielt zum anderen steht die Bundesarzneimittelverordnung dem gegenüber.
Und diese schreibt vor, dass auch wenn die Mittel EU weit zu gelassen sind, diese nochmals durch den Bund und deren Prüfbehörden freigegeben werden müssen.
Ebenso ist eine Umverpackung mit einem Beipackzettel für Deutschland zu erstellen. Diese Informationen habe ich direkt von Filavie in Frankreich vom zuständigen oberen Management im Sommer 2017 erhalten.
Das treibe ebenfalls die Kosten nach oben (natürlich auch zusätzlich weil die Alleinstellungsstatus haben)
Im Frühjahr 2017 konnte noch direkt mit Sondererlaubnis dort bestellt werden. Danach nur noch über Ecuphar, der für Deutschland zuständigen Vertriebsfirma.
Deshalb gebe ich denen recht, die eine Änderung im Bundes-Arzneimittelverordnungs-Bereich wollen.

andi-kaninchen

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49

Mittwoch, 17. Januar 2018, 12:31

Hallo Vorredner, wer auch immer du bist, du willst mir doch nicht sagen, ein Karton und ein Beipackzettel auf Deutsch rechtfertigt einen Preis von 8,50€?

Da kann der Verband davon ausgehen, das viele Züchter dem Hobby den Laufpass geben. Es ist doch,in meinen Augen, Aufgabe des Vorstandes da was zu bewegen.
Das Problem ist lange genug bekannt, aber da wird der Kopf in den Sand gesteckt und erst mal mehrere Jahre verschlafen.
Ein Trauerspiel vom feinsten!
Wie gehts nun weiter?

Nun schauen wir doch mal etwas in die Zukunft, was ist wenn die nächsten Jahre die RHD sich weiter verändert, schläft der Verband da weiter?
Vielleicht ist es billiger aufzuhören und nur noch ein paar Schlachttiere zu züchten.
Ist das traurig.
Ich weiß nicht seit wie vielen Jahren schon bekannt ist das da was aus Frankreich im Anmarsch ist. Aber das passiert ja nur den Anderen, um D macht sowas ja einen Bogen.
Brauchen wir jetzt noch mal so lange um einen bezahlbaren Preis zu verhandeln?
Junge, junge ich bin vielleicht sauer! Mehr sag ich lieber nicht, sonst bekomme ich wieder Ärger.

Noch was anderes, in den vielen Jahren, die ich nun Kaninchen impfen lasse, hat noch nie ein Tierarzt ein Kaninchen vor dem Impfen untersucht. Da waren schon einige Tierärzte in den Jahren.
Das aber nur am Rande und darum geht es ja nicht.
Gruß Andreas


Und wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her!

Kai

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50

Mittwoch, 17. Januar 2018, 13:03

Hallo,
dass man bei den Marktpreise frustriert ist kann ich verstehen,
aber ich finde man sollte sich trotzdem bemühen dabei nicht gleich über das Ziel herauszuschießen und anderen Leute Untätigkeit zu unterstellen.

Bim Auftreten von RHD2 waren mehrere Firmen angeblich am forschen nach einem Impfstoff,
In Frankreich und Spanien hatte man Erfolg in Deutschland wurde wohl "auf ein falsches Pferd gesetzt" wie man so hört. >>>>also gibt es zwei Impfstoffe auf dem Markt!
Wenn der französiche Hersteller einen Alleinvertretungsvertrag für Deutschland mit einem Großhändler abschließt und dieser es in der Preisgestaltung "ausnutzt", kann da auch kein Verband etwas für.
Das in Deutschand diese Gesetze die dies alle betrifft in ersten Linie in Länderhoheit liegen, kann auch nicht vom ZDRK eeinflusst werden.

Ja! Es muss was geschehen! Aber da muss schon erst einmal die Lücke gefunden werden, in der man einen Hebel ansetzen kann.

Da hier ja einige schon versierte Kenntnisse haben, habe ich einmal eine Frage:
Warum sind bei vielen Medikamenten Re-Importe mit ausländischen Beipackzettel zugelassen und warum ist es bei "unserem Impfestoff" nicht zulässig?

Die Landesverbände Sachsen-Anhalt und Rheinlad-Pfalz haben wirklich vorbildlich für ihre Züchter reagiert und sich eingesetzt.
Bei großen Landesverbänden, mit weiten Wegen, würden diese Modelle wohl kaum umsetztbar sein.

Ich denke da mal an meinen eigenen LV, wo bei einer Umfrage nach RHD2-Fällen 2016 nicht einmal ein Drittel der KVs überhaupt darauf geantwortet haben sollen......Wie sollte man da eine Sammelimpfaktion in die Wegw bringen??????
Ich glaube da wird mein LV aber kein Einzelfall sein. Unser LV-Vorstand gibt Informationen und stellt Fragen, wenn dann die untergeordneten KV´s und Vereine nicht reagieren, was soll der dann tun.

Bei uns im KV war RHD2 so oft Thema, dass es manchen aus dem Hals hing. Aber als später die ersten Fälle auftraten, gab es Beschwerden, dass man zu wenig informiert worden wäre. Hat man nicht zugehört, als es einem noch nicht betraf???????

Ich wünschte mir auch eine Lösung, dass wir alle problemlos, ohne große Mühe zu günstigen Preisen alle unsere Tiere gehen RHD 1 und 2 schützen können.
Ich kann mir aber vorstellen, dass die Umsetzung dieses Wunsches nicht einfach ist umzusetzen und bestimmt icht von heute auf morgen.


LG Kai

PeterW

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Mittwoch, 17. Januar 2018, 15:04

Liebe Ursula,

Wären alle ZüchterInnen wie von Dir beschrieben , würde ich freudig deinen Aussage unterschreiben. Ich bin beim Arzt immer recht unbeliebt, weil ich "aufmerksam " schon weiß , was ich oder meine Tiere haben :) :) .....

Bedauerlicher Weise gibt es aber auch "andere" Züchterinnen, und da wären Vorgaben dringend notwendig...



Thema Impfungen:

Wir wissen doch alle, dass in BRD viele Vorschriften einfach exakt umgesetzt werden, was in vielen Bereichen ja auch deutliche Vorteile hat, in anderen aber auch hinderlich sein kann.

Ich glaube wir machen einen gravierenden Fehler, wenn der Preis die Triebfeder unseres Handelns wäre, wir können viel mehr Punkten, wenn es uns um die Gesundheit und den Erhalt unserer Tiere ginge - die Konjunktivformulierung ist absichtlich.

Die größten Gegner von Impfungen sitzen in unseren eigenen Reihen, die entweder aus pekuniären Gründen oder schlicht aus Unwissenheit meinen impfen sei schädlich, wir wollen gar nicht , dass darüber geredet wird, kranke Tiere werden nicht gemeldet, unnötig Geld usw. usw.

Ich meine, eine Bundesentscheidung - deshalb auch ZDRK - mit entsprechenden gesetzlichen Regelungen wäre die sinnvollere Lösung, da müssen dann alle und keiner kann entschlüpfen - nur so bekommt man diese Seuche in Griff.

Dass einzelne LV hier schon großartige Erfolge verbuchen konnten sollte uns doch anspornen, diese Ergebnisse auch Bundesweit umzusetzen....

Und mit der Menge reguliert sich auch der Preis - oberstes Gebot der Marktwirtschaft.

Aus den Gesprächen der letzten Monate zu diesem Thema wurde mir sehr klar, dass wir Züchterinnen zwar recht haben mit unseren Wünschen, diese jedoch schlicht nicht einstimmig vortragen - und genau diese Vielstimmigkeit mit den unterschiedlichsten Färbungen - Preis, Seuchenschutz, Tierliebe, Verantwortung, Wirtschaftlichkeit uvm. - gibt der Politik die Möglichkeit, nach Lust und Laune zu agieren.

Vielleicht bedarf es einer offenen Koordinierungsgruppe, um diese Thematik richtig an unterschiedlichsten Stellen zu platzieren, Einzelerfolge sind echt toll, es nützt nur den anderen nichts...

mfg Peter

KevinM

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Mittwoch, 17. Januar 2018, 19:18

Hallo,

vielleicht liegt ja eine Möglichkeit das Problem zu lösen darin, eine Petition an den Bundestag zu richten, da es sich ja um ein deutschlandweites Problem handelt. So könnte es zumindest einmal in den Blickpunkt der Politik gerückt werden. Wenn ich daran denke, welche Unterstützung die Kaninchenauktion erfahren hat, dann scheint doch viel erreichbar zu sein, wenn alle an einem Strang ziehen.
Allerdings sollte auch eine Koordination erfolgen, um keine Betrachtungsweisen und Gründe für zu vergessen.
Leider muss ich aber anmerken, dass dadurch sicherlich keine kurzfristige Lösung, die ja eigentlich wünschenswert wäre, möglich scheint, denn die Bearbeitung einer solchen Petition, ausreichend Beteiligung vorausgesetzt, wird sicherlich Monate in Anspruch nehmen.

Liebe Grüße Kevin

PeterW

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Donnerstag, 18. Januar 2018, 06:10

Guten Morgen Kevin,

es macht Laune, dass noch mehr Menschen über eine bundesweite Aktion nachdenken, auch Petitionen sind langfristig eine Lösung - nur werden vermutlich auch dieses Jahr viele Tiere sterben müssen, weil es keine einheitliche Regelung/Verordnung/Gesetz gibt.

Bei einer Lage des Unverständnisses und "Nichtstun" - neudeutsch "Aussitzen" -, wie wir es leider in BRD öfter erleben, würden die Französischen Bauern die verendeten Tiere vor dem Bundesagrarministerium abkippen......Erfolg garantiert !

mfg Peter

andi-kaninchen

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Donnerstag, 18. Januar 2018, 09:00

Natürlich wird es keine Lösung über Nacht geben, nur weiter untätig zu sehen wie tausende Kaninchen verenden kann ich zB nicht.
Daher mein aggressives Auftreten.
Wir brauchen eine Lösung die auch in Zukunft noch Gültigkeit hat.
Am besten wäre eine generelle Impfpflicht, das werden wir wohl nicht hinbekommen.
Hier sind im letzten Jahr Flächendeckend Kaninchen verändet und es stört keinen.
Was muss noch passieren?
Selbst in der Presse war es mehrfach Thema, trotzdem ohne Ergebnis. Wir brauchen kein Mitleid oder Unverständnis, hier muss eine Lösung her!!
Gruß Andreas


Und wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her!

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Freitag, 19. Januar 2018, 06:38

Hallo Andreas,

Am besten wäre eine generelle Impfpflicht, das werden wir wohl nicht hinbekommen.
Mir fiele niemand ein, der in der Lage wäre, eine Impfpflicht auch durchzusetzen. Darüber hinaus würden die wenigsten von uns wollen, gegenüber dem VetAmt Stellung nehmen zu müssen und zu begründen, warum der eigene Name auf keiner Impfliste auftaucht oder aber deren Mitarbeiter, wenn diese dann Zeit hätten, im eigenen Stall auftauchten?!

Selbst in der Presse war es mehrfach Thema, trotzdem ohne Ergebnis. Wir brauchen kein Mitleid oder Unverständnis, hier muss eine Lösung her!!
An der Stelle gebe ich Dir recht, der Verband könnte mehr Öffentlichkeit herstellen und den Landwirtschaftsministern der Länder, einen abgestimmten Lösungsvorschlag unterbreiten.
Eine Einflussnahme auf die Impfstoffpreisgestaltung halte ich aber weiterhin für Wuschdenken und keine seriöse Forderung.

Gruß


Thomas
Wer jammert, hat noch Reserven....(K.Duve)

Kai

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Freitag, 19. Januar 2018, 07:00

Hallo,

ich möchte mal eines zu bedenken geben:

Nachdem unser Präsident gestorben ist, musste der Rest des Vorstandes die Aufgaben neu verteilen,
der stellvertretenden Präditen hat dann auch noch einen "gesundheitlichen Rückschag" gehabt.

Die nächste Tagung des erweiterten Präsidiums war erst auf der Bundesschau, da wurde dann ein kommisarischer Präsident gewählt der nun den ZDRK leitet.

Erst seit diesem Zeitpunkt, kann wieder richtig was gemacht werden !

Es ist da was in der Mache, was uns weiter helfen wird! Es muss aber noch rechtlich abgesichert werden.
Bevor die "Impfsaison" richtig losgeht, sollten wir alle eine Information haben, die uns zumindest gut weiterhelfen wird!



Liebe Grüße Kai

PeterW

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Freitag, 19. Januar 2018, 09:48

Hallo zusammen,

ein Paar Antworten auf gestellte (rethorische) Fragen:

Per Gesetz kann man eine Impfpflicht anordnen, gibrt es ja bei Geflügel auch - man muss es nur ernsthaft wollen, aber richtg, die Hauptgegner sitzen in den eigenen reihen.

In der Marktwirtschaft kann man sehr wohl auch Preise beeinflussen, dazu bedarf es aber der Aufhebung von Monopolen - und das erreicht man nur "auf der Straße" - siehe Frankreich!

Ich habe vollstes Verständnis dafür, dass das Präsidium des ZDRK im letzten Jahr in seiner Handlungsfähigkeit eingeschränkt war, bitte aber doch nicht der ganze Verband, zumal das Problem ja nicht ganz neu ist.......einzelne LV haben ja.....

Kais letzter Bericht lässt mich frösteln - " es ist was in der Mache"...

Herrgottnochmal, was soll denn diese Geheimniskrämerei, warum macht man das nicht öffentlich und holt sich noch Sach/Fachverstand aus den Reihen der Mitglieder ???

Werden Fragestellungen weiter hinter verschlossenen Türen diskutiert, lernt man denn nie...???

Sorry Kai, meine Erregung geht sicher nicht gegen Dich, aber in eine solche Situation, dass tausende von Tieren verenden, nur weil es keine abgestimmte Aktion gibt, möchte ich ( und viele anderen auch) nicht mehr kommen, das kann sich auch niemand mehr leisten - in allen Richtungen.

Und für alle die, die es immer noch nicht zu begreifen scheinen: RHD und seine Varianten sind eine tödliche Seuche, die nur mit den allgemeinen Maßnahmen zur Seuchenbekämpfung auszurotten ist !!!!

Wenn ich heute keine Seuche im Stall habe, muss es nicht heißen, dass es morgen auch noch so ist - auf Dauer werden fast alle betroffen sein, vor allem auch die, die Ausstellungen besuchen.

mfg Peter

andi-kaninchen

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Samstag, 20. Januar 2018, 11:54

Peter du sprichst mir aus der Seele!

Ich höre nicht auf nachzubohren, bis es entlich eine Lösung gibt, die für alle akzeptabel ist.
Ich verstehe die Gleichgültigkeit einiger Züchter nicht.

Zum Vorstand, bei aller Trauer um den zufrüh verstorbenen Vorsitzenden, kann es doch nicht sein das wir um eine Lösung noch evig hoffen müssen.
Kai, du hast mich ja informiert, genau wie alle Anderen weiß ich genauso wenig.
Wenn ich immer lese beim Geflügel geht es, aber Kaninchenzüchter sind zu blöd dazu.
Entschuldigt die Worte, nur das kann doch nicht sein.
Wir brauchen einen Vorsitzenden mit Rückgrat und wie heißt es so schön Eiern!!
Gerede und Schmusekurs bringt uns nicht weiter, das muss doch langsam allen klar sein.
Wir sind doch noch genügend Züchter um uns Gehör zu verschaffen, nur warten wir noch eine Weile und wir sind nicht mehr genug um was zu erreichen.
Gruß Andreas


Und wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her!

Kai

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Samstag, 20. Januar 2018, 15:32

Hallo Andreas,
wenn du alle besser weist, dass fang doch selber einmal an für Vorstandposten zur Verfügung zu stellen.

Sorry wenn hier nun halbausgebrütete Eier veröffentlicht würden und dann kurz danach zurückgerudert werden müsste, wäre dies durchaus schlimmer, als noch einen Monat zu warten!

Wenn hier die Leute die unbezahlt viele Stunden ihrer Freizeit für solche Lösungen opfen solche Beiträge lesen,
werden sich wohl fragen warum sie nicht einfach die Zeit für was Besseres nutzen sollten.

Meckern ist immer einfacher, als konstruktiv etwas zu erarbeiten was dann auch Hand und Fuß hat.

Gruß Kai

Wonnegauer

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Über mich: Manfred

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Samstag, 20. Januar 2018, 16:57

Kai, Du sprichst mir aus der Seele !!!

Ich hatte es ja mal zu Beginn dieses Themas versucht, dies anzusprechen. Obwohl relativ offen formuliert, hat er es wohl nicht verstanden, oder nicht verstehen wollen/können.

Leider war dies bereits schon in der Vergangenheit des Öfteren so.

Warum ist hier angeblich so wenig los im Forum? Wahrscheinlich weil einige nur den Kopf schütteln können, bez. der Qualität mancher Beiträge, die hier aufgemacht werden.

Ich gönne mir deswegen erst mal eine Pause hier.

Euch ein schönes Wochenende, Manfred