Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: RKZ-Forum das Forum der Rassekaninchenzucht. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Wollclau

Forummeister

  • »Wollclau« ist weiblich
  • »Wollclau« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 137

Realname: Claudia

Wohnort: Obersontheim

Beruf: Exportkauffrau

Hobbys: Pferde, Katzen, Kaninchen..

Verein: Z 309 Obersontheim

gezüchtete Kaninchenrassen: MWs in blau, EWs in einigen Farben

Ämter in unserer Organisation: Internetbeauftragte im Ortsverein www.kleintierzuchtverein-obersontheim.de

  • Nachricht senden

1

Freitag, 2. März 2018, 12:09

Behindertes Jungtier

Hallo RKZler,,

einer meiner Würfe hatte einen schweren Start. Die unerfahrene Mutter hat zwar ein Nest gebaut, die Jungen aber nicht reingelegt. So sind leider 2 von 5 Jungtieren gleich erfroren. Die restlichen 3 habe sie dann über Nacht in der Wohnung aufgewärmt und am nächsten Morgen wieder ins Nest gelegt. Eines der Jungtiere war dann wohl zu schwach zum Trinken und ist mir am Folgetag eingegangen. Die anderen beiden wuchsen prächtig und ich hatte mich gefreut, das es wenigstens 2 geschafft hatten. Leider kam dann eines der Jungtiere behindert aus dem Nest. Es kann sich offensichtlich mit den Vorderbeinen nicht aufstellen, der Vorderkörper liegt flach auf dem Boden. Es kann die Beine aber bewegen. Trotzdem hopst es im Rahmen seiner Möglichkeiten umher, springt sogar von einer Buchte in die andere, frisst und säuft da ich ihm natürlich alles auf den Boden stelle.
Nun stellt sich die Frage ob ich dieses Tier bis zur Schlachtreife aufziehen kann oder ob das Tier leidet und es daher aus Tierschutzgesichtspunkten erlöst werden muss. Was meint ihr. Ich tendiere zum Erlösen, obwohl mir die Lebensfreude und die Tapferkeit natürlich Respekt abnötigt.
Frage 2: Hattet ihr so einen Fall auch schonmal und durch was kann das entstehen?

Vielen Dank, Claudia
»Wollclau« hat folgende Datei angehängt:

Ralf78

Fortgeschrittener

  • »Ralf78« ist männlich

Beiträge: 244

Realname: Ralf Neumann

Wohnort: Schwalbach Saar

Verein: SR85

gezüchtete Kaninchenrassen: ZwW thüringer, loh blau, Probehalber ZwW hasenfarbig

Ämter in unserer Organisation: Schriftführer

  • Nachricht senden

2

Freitag, 2. März 2018, 13:50

Hallo Claudia.
Ich selbst hatte sowas noch nicht. Aber die Lebewesen versuchen immer das beste aus ihrer Situation zu machen. Denn sie kennen ja nichts anderes. Versuche es ihn soweit groß zu ziehen. Wie ist es den mit dem koten und urinieren? Bleibt er dabei sauber. Das wäre für mich schon vorab ein Entscheidungsgrund zum erlösen. Aber ansonsten liegt es im entdefekt bei dir. Nur wenn du dich fürs erlösen entscheiden solltest, dann mache es jetzt. Da es dir wahrscheinlich mit zunehmendem Alter schwerer fallen tut.

Gruß Ralf

leotrulla

Forumaltmeister

  • »leotrulla« ist männlich

Beiträge: 2 680

Realname: Thomas

Wohnort: JVA Siegburg

Beruf: Chromosomentempel

Hobbys: Vatersein, Hühner, Garten, Fischen, Laufen, Schwimmen

Verein: P 69

gezüchtete Kaninchenrassen: Burgunder & Hanftaler Königsmäntel

  • Nachricht senden

3

Freitag, 2. März 2018, 14:58

Hallo Claudia,

ich hatte dergleichen noch nicht im Stall, doch befürchte ich, je älter und schwerer das Tier wird, desto unbeweglicher wird es sein, möglicherweise an der Brust durchs ständige Aufliegen wund oder schlimmeres werden?! Über Ralfs Einwand hinsichtlich des Kot- und Urinabsetzens mag ich mir da schon gar keine Gedanken mehr machen, sodass ich sicherlich zu dem Entschluss käme, ein solches Tier umgehend zu töten.

Gruß

Thomas
Nach einer Runde im Geschirrspüler ist die Klobürste wie neu. Noch Kuchen?

DR-Züchter

Forenneuling

  • »DR-Züchter« ist männlich

Beiträge: 49

Realname: Manuel

Wohnort: 88410 Bad Wurzach

Verein: Z456 Vogt und Umgebung e.V.

gezüchtete Kaninchenrassen: Kleinsilber grau-braun

Ämter in unserer Organisation: Jugendleiter

  • Nachricht senden

4

Montag, 5. März 2018, 08:09

Hallo Claudia,

ich hatte auch schon mal den gleichen Fall wie du.
Damals habe ich mich entschieden das dass Jungtier weiterleben darf. (Es ist mir auch ans Herz gewachsen)
Was ich nach 5-6 Monaten sehr bereut habe.
Die ersten Monate hatte es sich normal entwickelt aber dann wurde es immer schlimmer,
es war auf einmal am Bauch Wund die Hinterfüsse gingen immer weiter auseinander das Fressen wurde auch weniger und und und .
Zum Schluss musste ich es mit weinendem Auge Erlösen.

Ich kann dir nur Raten das du es erlöst denn Essen tust du es danach auch nicht.

zwergloh

Forummeister

Beiträge: 1 002

Realname: Anna

Beruf: Gesundheits- und Krankenpflegerin

Hobbys: Kaninchenzucht + Tier/Naturfotographie

Verein: H24 Dieburg

gezüchtete Kaninchenrassen: FbZw marder blau, FbZw loh schwarz, ZwW loh schwarz, ZwW schwarzgrannen

Ämter in unserer Organisation: Tätomeister, Webmaster

  • Nachricht senden

5

Montag, 5. März 2018, 08:48

Soe Leid mir das auch tut, aber ich würde jederzeit zum Messer greifen.

Habe auch versucht Jungtiere mit Max-Faktor groß zu ziehen um zu sehen wie sie sich entwickeln. Eine mit wenig starker Ausprägung ist schon 5 Monate und hat bis auf Blindheit und einer leicht schiefen Hüfte nichts. Die anderen habe ich alle noch im Nest erlöst. Die ersten 2 Wochen klappten noch gut, aber mit Laufen war später wenig bei den verdrehten Beinchen. Das habe ich zeitnah beenden lassen, bevor es zur Qual wurde.