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Kleinwidder

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gezüchtete Kaninchenrassen: keine Tiere aus gesundheitlichen Gründen und fehlender Motivation

Ämter in unserer Organisation: keine mehr

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1

Sonntag, 1. April 2018, 10:35

Was sind die Ursachen, dass wir immer weniger werden.

In den vergangenen Jahren von 2004 bis 2017 haben sich die Mitglieder im LV. Bayern Stand 2004 26.488 – 2017 18.195 um 8293 Mitglieder ca. (31%) verringert Im gesamten ZDRK Gebiet haben sich die Mitglieder um 39.979 ca. 31% reduziert auf den jetzigen Stand von 105.612 Mitglieder.

Diese Zahlen aus der Lehr –und Informationsschrift vom ZDRK ergeben, aber keine genauen Angaben über den tatsächlichen Mitgliederstand im LVB zu den aktiven und passiven Mitgliedern, denn diese 18195 sind Beitragszahler aber keine Einzelpersonen. Wie ja allgemein bekannt ist, sind mehrere Einzelpersonen mehrmals als Beitragszahler gemeldet. Nach einer Schätzung sind im LVB 2017 ca. 14.000 Personen als Einzelpersonen gemeldet. Leider fehlen weiter weitere Angaben, woraus ersichtlich ist, wie viele aktive Züchter in Bayern Ihr Hobby 2017 noch betreiben. Sollte die Schätzung von ca. 4000 Züchtern im LVB zu treffend sein, ist zu erkennen wie rapide sich die Zahlen nach unten bewegen.

Nun stellt sich die Frage, welche Gründe waren es , dass sich die Mitgliederzahlen im LVB * ZDRK in diesen 13 Jahren ,so rapid verändert haben.

Was es die rasante Entwicklung im Zeitalter der Technik und Computer die unsere Lebensweise erheblich verändert hat. Ist der Leistungsdruck in den vergangenen Jahren so an gestiegen, dass die Bevölkerung keine Zeit mehr hat, sich mit den Tieren und der Natur zu beschäftigen, wie in früheren Jahren. Von unserer Jugend wird in den Schulen und am Ausbildungsplatz ein sehr hohes Niveau gefordert, dass keine Zeit für ein Hobby an 365 Tagen im Jahr bleibt. Die Überwiegende Anzahl der aktiven Rassekaninchen-Züchter besteht aus Personen die das 50. Lebensjahr und mehr erreicht haben. Die Züchter zwischen 25 und 40 Jahren sind nur eine geringe Anzahl und fehlen zur Weiterführung der Vereine.
-
Im Zuge der Bebauung und Verdichtung unserer Gemeinden und Städte
wird der Platz zur Kleintierhaltung immer enger, was zur Folge hat, dass die Tiere ab geschafft werden und die Mitgliedschaft im Verein beendet wird.

Liegt es an den Vereinen und im Verband mit zu lange amtierenden Vorständen deren Schaffenskraft in all den Jahren verbraucht wurde. In den letzten Jahren hat sich die Profitgier bei den Vereinen und beim Verband dermaßen ausgeprägt, dass für die Züchter nichts mehr übrig ist, für ein leistungsgerechtes Präsent bei den Ausstellungen.

Verfall der Wertschätzung unserer Rassetiere sowie der Deutschen-Rassekaninchenzucht durch die Schleuderpreise für die Zuchttiere die von den Züchtern ohne zwingende Gründe herbei geführt worden sind, mit dem Hintergedanken neue Mitglieder zu werden bzw. der Jugend den Einstieg zu erleichtern, was völlig falsch war.

In Zukunft besteht die große Aufgabe vom LV bzw. vom ZDRK die Mitglieder, zu motivieren, und endlich wieder zu erkennen ist, dass die Züchter mit den Tieren auch die Hauptakteure in der Organisation sind.


Kleinwidder

2

Sonntag, 1. April 2018, 12:54

Die Ursache das die organisierten Züchter immer weniger werden, die ,,Alten“ sterben ganz einfach weg. Dies ist der Hauptgrund.
Worin bestand der Beginn bzw. der Aufstieg der Rassekaninchenzucht? In den Auswirkungen des 1. bzw. 2.Weltkrieges. Die Bevölkerung brauchte etwas zu beißen.
Dazu kam die Verwertung z.B. der Felle welche auch einen kleinen Erlös einbrachten.
Mit zunehmenden Wohlstand der Bevölkerung und der Freiheit zum Reisen nahm die Notwendigkeit der Kaninchenhaltung ab. Dies ist verstärkt ab den 70-iger Jahren zu beobachten.
Dazu kamen mit den Jahren Tierschützer, Haltungsbedingungen, Schlachtverordnungen, sich belästigte Nachbarn usw.
Von uns Menschen am anderen Ende der Welt verbreitete Krankheiten wie Myxe oder RHD. Wegen der Globalisierung schnell bei uns angekommen.
Daraus folgend Impfverpflichtungen mit deren Kosten.
Auch, dass das Finanzamt gerne die Zuchtfreunde mit mehr als 50 Tieren als gewerblich einstufen möchte. Bringt Geld in die Kasse.
Dazu kommt, dass die Jugend keine Verbindung mehr zur Kleintierzucht von zu Hause aus hat und andere Interessen in der heutigen Zeit im Vordergrund stehen.
Auch der Abruf der Online gestellten Videos zur BRS um das Interesse zu fördern sind blamabel.
https://www.youtube.com/channel/UCn9iNqxRZQ6kLr8HZ5hFgiA
Nichts gegen die Mühe der Ausstellungsleitung, aber der Erfolg ist lächerlich.

Schlussfolgernd:
Die Gründe zur Haltung von Rassekaninchen sind nicht mehr gegeben.
Die Zahl der Enthusiasten wird sich in der Zukunft denen Österreichs oder der Schweiz anpassen, und damit ein Luxushobby werden.

Mecki

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3

Sonntag, 1. April 2018, 18:25

Gute Frage die du da hast..

Ich, als ein Züchter der nun noch nicht ganz so alt ist, habe mir dazu auch schon Gedanken gemacht.
Natürlich habt ihr Recht mit euren genannten Gründen, wie zum Beispiel täglicher Zeitaufwand, Kosten, Platzbedarf, Impfungen u.s.w.

Ich denke komplett neue Züchter - egal ob jung oder alt zu finden gestaltet sich als äußerst schwierig...
Deutlich einfacher sollte es sein ambitionierte Kaninchenhalter dazu zu bringen, in den ZDRK einzutreten, denn diese Leute (zumindest in den meisten Fällen) wissen wie hoch der tägliche Arbeitsaufwand ist, kennen sich oft mt Kaninchenkrankheiten und Haltung aus und viele von denen die ich kenne, beschäftigen sich sogar mit der Genetik.

Und genau diesen Leuten müsste man ausreichend Anreize schaffen in die organisierte Rassekaninchenzucht einzusteigen - aber das stelle ich mir wahrscheinlich einfacher vor als gedacht...


Und noch ein Gedanke zum Platzproblemen von Leuten, die in der Stadt wohnen: Warum wird es nicht erlaubt in Kleingartenvereinen Kaninchen zu halten? Hier kann man Futter anbauen, sich an den Tieren erfreuen und gleichzeitig findet man sicher ausreichend Abnehmer für die Hinterlassenschaften der Tiere.
Kanichenzüchter werden immer weniger und zumindest in unserer Region stehen immer mehr Kleingärten leer - warum gibt es da keinen Zusammenschluss?

Mir ist natürlich völlig klar, dass man in einem Garten mit 300 m² keine 100 Deutschen Riesen halten kann, aber vielleicht kann man hier eine Regelung schaffen von x kg Lebendgewicht Kaninchen pro Quadratmeter Gartengröße, sodass man ungefähr eine Richtung hat...


Einfach wird es für die Rassekaninchenzucht in den nächsten Jahrzehnten auf jeden Fall nicht.

Jan1604

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gezüchtete Kaninchenrassen: blaue Wiener, Zwergwidder Blau

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4

Montag, 2. April 2018, 09:46

Auch der Abruf der Online gestellten Videos zur BRS um das Interesse zu fördern sind blamabel.
https://www.youtube.com/channel/UCn9iNqxRZQ6kLr8HZ5hFgiA
Nichts gegen die Mühe der Ausstellungsleitung, aber der Erfolg ist lächerlich.
Nichts gegen deine Ausführungen. Aber genau solch Leuten wie dir ist es zu verdanken das wir uns gegenseitig die Lust an unseren Tieren kaputt machen.
Ich finde die Videos klasse! Da wird sich wirklich viel Arbeit gemacht... und dann solch Sprüche von dir...
Was hast du denn bisher für die Öffentlichkeitsarbeit gemacht...???

Das die Videos nicht dafür gedacht sind in erster Linie neue Mitglieder zu werben ist wohl jeden klar. Aber es zeigt doch wohl deutlich dass die Züchter auch moderne Plattformen nutzen und mit der zeit gehen...

MichaelM

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gezüchtete Kaninchenrassen: Zwergwidder, havanna-weiß; Farbenzwerge, rhönfarbig;

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5

Montag, 2. April 2018, 09:54

Hallo "Kaninchenbeschützer",

leider erfährt man durch deinen Profilaufruf recht wenig über deine "Identität". Nun gut. Jeder so wie er es für richtig hält....

Auch der Abruf der Online gestellten Videos zur BRS um das Interesse zu fördern sind blamabel.
https://www.youtube.com/channel/UCn9iNqxRZQ6kLr8HZ5hFgiA
Nichts gegen die Mühe der Ausstellungsleitung, aber der Erfolg ist lächerlich.
Da bin ich ganz anderer Meinung. Die Videos sind informativ und auch von der Qualität usw. recht gut. Kann hier keinen "lächerlichen" Zusammenhang erkennen, im Gegenteil.
Auch, dass das Finanzamt gerne die Zuchtfreunde mit mehr als 50 Tieren als gewerblich einstufen möchte. Bringt Geld in die Kasse.
Wie kommst du zu dieser Aussage. Wenn man mehr als 100 Kaninchen hält, gilt man als gewerblicher Züchter, streng genommen. Bei uns in der Region beschäftigt sich das Finanzamt recht wenig mit dieser Situation. Da gibt es bestimmt wichtigere Dinge zu klären.

Wir sollten nicht immer nur nach negativen Seiten in der Rassekaninchenzucht suchen. Damit machen wir uns letztendlich selber kaputt.

Gruß
Michael

Ralf78

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6

Montag, 2. April 2018, 10:25

Hallo.

"Wenn die Maus satt ist, wird das Mehl bitter."

Ich muß jetzt auch mal meinen Senf dazu geben.
Unsere Mitmenschen haben zu viel Zeit sich über Gott und die Welt Gedanken zu machen. Viele rennen mit einem gefährlichen Halbwissen herum und beeinflussen negativ die aktiven ordentlichen Züchter. Es wurde ja schon über Tibet gemeckert, weil die Kaninchen nicht so gehalten werden wie in Deutschland. Was den Leuten dort völlig egal ist, weil die einfach nur Hunger haben.
Was nicht gerade förderlich ist für die Werbung von neuen Züchtern im ZDRK. Wie schon erwähnt, könnte man die Kaninchenhalter bewerben in den ZDRK als aktive Züchter einzutreten. Nur leider gibt es unter denen wie auch bei uns etliche schwarze Schafe. Die eher an Profit denken als an das Alltagsausgleichende Hobby. Hinzu kommt der ständige Zank und Streit in den Verbänden, was nicht gerade förderlich ist am Ball zu bleiben. Und natürlich die natürliche Auslese durch wegsterben der älteren Züchter. Wir werden in Zukunft nur noch ein kleine bescheidene Interessengemeinschaft sein. Denn die Jungend ist nicht gerade die fleißigste für täglich wieder kehrende Arbeiten wie Tiere füttern und pflegen. Dazu kommen noch die neuen Vegetarier und Veganer. keiner macht sich Gedanken wo das Essen her kommt. Und was mit der zunehmenden Klimaerwärmung und den Wetterkapriolen mit der Ernte passiert. 2-3 schlechte Ernten....
Wir können nur unser bestes geben und auf eine bessere Zukunft hoffen.

@Kaninchenbeschützer: Nicht meckern sondern in den ZDRK eintreten und besser machen.

Gruß Ralf

Klemens

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7

Montag, 2. April 2018, 11:25

Hallo Ralf,
du beschreibst ziemlich treffend die wirklichen Hintergründe und Probleme.

Gruß Klemens

Kai

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8

Dienstag, 3. April 2018, 05:54

Hallo,
ich finde dies ist egentlich ein sehr interessantes Thema.
Ich schließe mich der Meinung von Ralf an, dass es zum großen Teil gesellschaftliche Probleme sind, auf die wir nur wenig Einfluss haben.

Was ich schade finde, dass Kleinwidder in seinenm Beitrag auch gleich meint die Gründe liefern zu können, die aus seine Sicht daran Schukd sind.
Ich habe an diesen Thesen einige Zweifel. Mir fallen in der Vergangenheit auch einzelne Vorstände ein, die zu lange an ihrem Posten hingen. Mir fallen aber auch viele Fälle ein,
wo eben kein geeigneter Ersatz für einen Vorstandsposten zur Verfügung stand.

Bei uns im Verein wird es immer schwieriger, die Vorstandstätigkeiten auf genug Schutern zu verteilen,
ist da wirklich woanders noch besser? Gibt es genügend Interessenten seine Freizeit für den Verein/ Verband zu opfern?
Hinzu kommt, dass es oft Interessenten gibr, die zwar gerne einen Posten haben, aber gerne vergessen, dass dies mit Arbeit und Verpflichtungen verbunden ist.

Ich bin nun auch schon über 25 Jahre erst zweiter und dann erster Vorsitender im ostwestfälischen Widerclub..... als müsste ich da dann wohl auch mein Amt mal an jemand anderen abgeben!
Ich bin mir bloß nicht ganz sicher, ob meine Clubmitglieder das möchten. Ich kann sie aber gerne einmal fragen.

Meiner Meinung nach sind es zu 90% eher gesellschaftliche Gründe, um sich diesen anzupassen bliebe wohl von unserer jetzigen Art der Rassekanichenzucht fast nichts ehr über!

Den Aussagen des "Kaninchenbeschützers" kann ich mich so gar nicht anschließen. Wenn da Leute versuchen neue Wege zu gehen und sich was einfallen zu lassen, geht man sie nicht in dieser Form an.
Ich vermute dort eher persönliche Streiterei, die ihm ein objektives Urteil nicht ermöglichen.

Liebe Grüße Kai

Kleinwidder

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9

Dienstag, 3. April 2018, 07:54

25 Jahe Vorstand

Hallo Kai,
das Ergebnis der Umfrage aus der Mitgliederbefragung ist im voraus klar die wollen keine Veränderung, denn sonst müssten sie selbst
anpacken was ja überhaupt nicht gefragt ist.
Im lauf der Jahre lässt der Elan nach, es ist nur die Frage ob man es auch selbst erkennt.


Kleinwidder

Klemens

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10

Dienstag, 3. April 2018, 08:52

Ja Franz,
die Besetzung von Ämtern scheitert oft an der Faulheit oder Bequemlichkeit der Mitglieder. Trotzdem ist mir deine Aussage zu pauschal. Auf unseren Kreisverband würde sie zutreffen, auf unseren Verein absolut nicht. Wir konnten nach fast 2 Jahren Vakanz in einigen Posten unsere Vorstandschaft wieder komplett besetzen. Dies ist auch mit ein Erfolg unseres Vorsitzenden, der seit 34 Jahren im Amt ist , dabei ist er eigentlich im altersmäßigen Mittelfeld anzusiedeln. Durch intensive Gespräche konnten wir durch Um- und Neubesetzung, alle Ämter mit Personen besetzen, die ein ihren Begabungen entsprechendes Amt übernommen haben. Ich sehe für uns keinen Änderungsbedarf. In unserem Kreisverband sieht es anders aus, da können wir die Vorstandsämter trotz 500 Mitglieder nicht vollständig besetzen. Es fehlen vor allem die essentiellen Posten 1. und 2. Vorstand. Die Folge davon ist, dass wir über eine Fusion mit dem Nachbarkreis nachdenken müssen.

Gruß Klemens

PeterW

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11

Dienstag, 3. April 2018, 09:03

Guten Morgen,

wenn man die Mitgliedrzahlen mal ganz realistisch betrachtet - so wenige sind wir ja eigentlich gar nicht, es gibt Hobbys mit deutlich weniger Mitglieder.

Gleichzeitig haben wir eine bundesweite, ja sogar weltweite Organisation, die auch nicht bei vielen Hobbys vorhanden ist.

Der Wandel vom "notwendigen Nebenerwerb" zum Hobby ist bei uns Kleintierzüchtern wohl ausschlaggebend für die vielen Diskussionen, die letztendlich zu nichts führen werden, wenn wir es nicht verstehen, den ideellen Wert in den Vordergrund zu stellen.

Gleichzeitig haben wir einen Wandel im Umgang mit Mitgeschöpfen zu verzeichnen, Tiere sind weder Sportgeräte noch "Dinge", sondern zu respektierende Lebewesen - und dazu gehört auch eine gehörige Portion an entgegen zu bringender Würde.

Kleintierzucht ist ein wunderbares Hobby für die, die sich dafür die Zeit nehmen wollen und können, die damit zusammenhängende viel Arbeit nicht scheuen und Freude und Entspannung finden beim Umgang mit Tieren. Wenn eines der Kriterien nicht passt, bitte bleiben lassen !!!!!

Wenige engagierte ZuchtfreundInnen sind ein besseres Aushängeschild für unser Hobby als wilde AusstellungszüchterInnen, die ohne Rücksicht auf Verluste den Pokalen hinterher rennen.

Ich glaube, wir, die wir KleintierzüchterInnen aus Leidenschaft und Verantwortung gegenüber den Tieren sind, müssen einfach noch lernen, dass Qualität und nicht Quantität unsere Prämisse ist.......und es durchaus besser sein kann, wenn Leute die Kleintierzucht aufgeben, sofern die Grundvoraussetzungen nicht mehr gegeben sind.

Ich erfreue mich jeden Tag an meinen Tieren und werde weiterzüchten, solange ich die Voraussetzungen halten kann. Sollte dies nicht mehr möglich sein, werde ich zum Wohle der Tiere aufhören mit der Zucht und mich an den Tieren der ZuchtfreundInnen erfreuen...



Noch ein Satz zu "Ämtern":

Bei unserer gerade zurückliegenden JHV wurden alle Ämter problemlos besetzt, wir wissen alle, dass wir auf einander angewiesen sind, wollen wir unseren Verein weiter selbständig weiterführen. Auf den nächsten Ebenen wird es zunehmend enger, nicht weil keine fähigen Leute da sind, sondern weil fähige Leute überall gefragt sind und sich deshalb entweder verausgaben oder klug genug sind auch mal nein zu sagen !!! Nur ein Amt anzunehmen, damit ein Name dort steht........ist nicht zielführend.

mfg Peter

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »PeterW« (3. April 2018, 09:10)


Ralf78

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12

Mittwoch, 4. April 2018, 18:15

Hallo.
Bei unserer gerade zurückliegenden JHV wurden alle Ämter problemlos besetzt, wir wissen alle, dass wir auf einander angewiesen sind, wollen wir unseren Verein weiter selbständig weiterführen. Auf den nächsten Ebenen wird es zunehmend enger, nicht weil keine fähigen Leute da sind, sondern weil fähige Leute überall gefragt sind und sich deshalb entweder verausgaben oder klug genug sind auch mal nein zu sagen !!! Nur ein Amt anzunehmen, damit ein Name dort steht........ist nicht zielführend.
Das habe ich dieses Jahr bei der JHV des Kreisverbandes gesehen. Der 1. Vorsitzende wollte ssein Amts aus Unmut zum LV-Vorstand aufgeben. Alle haben immer viel mitzureden und wissen die Lösungen, aber wenn ein Posten frei wird, dann sind sie alle ruhig oder gehen für die Wahl schnell mal auf Toilette.

Ich habe noch einen sehr guten Verein mit einer sehr guten Öffentlichkeitspräsenz. Aber Nachbarvereine sind froh wenn sie das Jahr noch überleben. Was leider sehr traurig ist. Es ist leider auch nicht immer der Verein selbst für die Misere verantwortlich. Dazu kommen halt noch Schicksalsschläge.

Gruß Ralf

13

Dienstag, 30. Oktober 2018, 12:56

Jetzt muss ich (leider) auch zu dieser Überschrift einen Beitrag schreiben. Seit über einem Jahr bin ich auf der Suche nach einem wirklich sehr guten Tier für die Zucht für eine Vereinskollegin. Seit ein paar Jahren tritt Sie mit ihrer Zucht sozusagen auf der Stelle. Es gibt ja einige Zuchten bei ihrer Rasse, die regelmäßig auf Ausstellungen hohe Bewertungen erzielen. Als Zuchtwart unseres Vereins, habe ich der Züchterin im letzten Jahr versprochen, ihr bei der Suche nach einem Tier behilflich zu sein. Was ich da leider erleben musste, ist doch sehr ernüchternd. Letztes Jahr vor der Schausaison und auch in diesem Jahr, haben wir einige Züchter kontaktiert. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass nicht nur einer sondern mehrere "Zuchtfreunde," es nicht mal für nötig halten einem eine Antwort zu geben. Ob per Anruf und/oder per Mail, es wurde auf die Anfragen gar nicht reagiert. Bei anderen "Zuchtfreunden" war leider kein Tier zu bekommen. Die Züchterin hört jetzt frustriert mit der Kaninchenzucht auf. Ich kann es voll verstehen und mir stinkt das ganze so gewaltig, dass ich höchstwahrscheinlich gleich mit aufhöre. Wenn sogenannte "Spitzenzüchter" wie es in den Fachzeitschriften ja so schön steht, nicht bereit sind anderen Züchtern mit Tieren zu helfen und zu unterstützen dass diese auch vorwärts kommen, dann braucht man sich doch nicht wundern, dass immer mehr Züchter(innen) sich von der Rassekaninchenzucht verabschieden. Wir verlieren jetzt im Verein und im KV eine aktive Züchterin, was besonders uns, dem Verein richtig weh tut. Einigen ist anscheinend immer noch nicht ganz klar, wie es um uns steht. Dass die "Spitzenzüchter" die anderen Züchter auch brauchen, ist denen wohl auch nicht richtig bewusst. Für mich ist das mit ein entscheidender Grund, warum viele aufhören. Auf Ausstellungen werden keine Tiere verkäuflich gemeldet (jedem seine eigene Entscheidung), aber wenn man sich zuvor schon um ein Tier bemüht, bekommt man nicht einmal eine Antwort! Nur weiter so, dann geht"s halt mit dem Rückgang der Mitglieder noch a bisserl schneller.
Gruß Franz
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Franz« (30. Oktober 2018, 13:22)


ClaudiaD

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14

Mittwoch, 31. Oktober 2018, 06:29

Franz, das verstehe ich aber nun auch nicht.
Als sich die Frage bei mir stellte, ob nun Japaner oder Japaner-Rexe und ich mich erkundigt hatte, freuten sich die einzelnen Züchter.
Denn gerade bei seltenen Rassen ist ja wenig Konkurrenz vorhanden, was auf größeren Schauen eher ungünstig ist, weil dann bestimmte Preise nicht vergeben werden können.
Sie schneiden sich damit also ins eigene Fleisch.
Hungrig einkaufen ist wie betrunken flirten - Was man da für Zeug mit nach Hause bringt.....

Ralf78

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15

Mittwoch, 31. Oktober 2018, 10:18

Hallo Franz.
Welche Rasse hat den deine Vereinskollegin gesucht. Vielleicht kann man noch etwas retten.
Das mit den Spitzenzüchtern kenne ich auch. Es ist nie ein Tier zur Abgabe. Da man ja dem Züchter im Nachbarverein eine Nachzucht verkaufen könnte.

Bei einer Rasse bzw. Farbenschlag der sehr stark vertreten ist, ist es noch verschmerzbar. Bei einer eher seltenen Rasse/ Farbenschlag sieht das schon anders aus. Ich züchte die ZwW loh blau schon seit mehrern Jahren. Wenn mich einer anschreibt bezgl. Zuchttiere versuche ich ihm Tiere abzugeben bzw. zu organisieren. Da man mit diesem Farbenschlag nur weiter kommt, wenn man auch Tiere abgibt. Einem Züchter der im Vorfeld keine Tiere abgibt, dem verkaufe oder vermittel ich auch keine Tiere. Den gerade bei diesem Farbenschlag schließt sich der Kreis ganz schnell.
Gruß Ralf

16

Mittwoch, 31. Oktober 2018, 11:04

Hallo Ralf
Bei den Tieren handelt es sich um einfarbige Zwergwidder. Die Farbe der Tiere ist nicht einmal selten. Ich möchte es hier aber nicht öffentlich schreiben, da könnte ich genauso die Namen der Züchter hier reinschreiben. Was aber noch viel schlimmer ist und das ist mir erst im Nachhinein klar geworden, jetzt wundert es mich nicht mehr, dass bei vielen zugekauften Tieren in der Nachzucht andersfarbige Tiere dabei sind. Wenn man kein Tier von seiner Rasse zu kaufen bekommt, dann wird halt eine andere Farbe wo man was bekommt, eingekreuzt. Ob der Züchter Ahnung von Genetik hat oder nicht, spielt dabei keine Rolle mehr. Die Leute wollen ihre Zucht verbessern und vorankommen. Dass sie zwar alles schlimmer machen, ist denen zu dem Zeitpunkt wahrscheinlich gar nicht bewusst und auch nicht beabsichtigt.
Gruß Franz
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Klemens

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17

Mittwoch, 31. Oktober 2018, 12:14

Wenn man bei mir vernünftig anfragt gibt es wenn irgend möglich kein nein. Jetzt habe ich aber eine Anfrage, bei der ich doch gut überlegen muss. Der Anfrager fragt nicht für sich, sondern vertickt das Tier wieder an einen Züchter dessen Idendität er nur ganz vage nennt, nach dem Motto "kennst du eh nicht". Eigentlich weiß ich ganz gerne wo meine Tiere hingehen, vieleicht braucht man ja selbst Mal was aus dieser Linie zurück. Dazu kommt dass mir der Anfrager nicht gerade sympathisch ist.

Gruß Klemens

andi-kaninchen

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Mittwoch, 31. Oktober 2018, 12:41

Hallo Franz, ich verstehe dich sehr gut.
In so einer Situation war ich mehrere Jahre selbst. Da braucht es einen langen Atem und etwas Glück doch noch jemanden zufinden der hilft. Seit vielen Jahren rede ich nun schon über das Auftreten einiger sogenannter Züchter die sich für was besseres halten.
Leider ist das eher noch schlimmer als besser geworden. Auch ist in den Clubs nicht alles so wie viele sagen.
Ich hatte Glück und habe nach vielen Jahren im Verband doch noch gute Zuchtfreunde gefunden die helfen ohne nach Gegenleistung zu fragen.
Leider ist das viel zu selten!!!!
Wenn alle etwas hilfsbereite wären würde es dem Verband guttun.
Gruß Andreas


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Kleinwidder

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19

Mittwoch, 31. Oktober 2018, 16:01

Hallo Andi
Die Rassekaninchenzucht ist kein Veteranen- und Krankenunterstützungsverein
sondern eine Organisation, die auf Leistungsbasis arbeitet und das ist gut so.

Kai

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20

Mittwoch, 31. Oktober 2018, 17:02

Die Rassekaninchenzucht ist kein Veteranen- und Krankenunterstützungsverein
sondern eine Organisation, die auf Leistungsbasis arbeitet und das ist gut so.



Also dem kann ich mich so nicht anschließen!
Wofür nennt man sich denn ZuchtFREUNDE und VereinsKAMMERAD ?

Natürlich hat Hilfe und Unterstützung seine Grenzen, wenn man selber reichlich Verpflichtungen hat.

Aber wenn es nur noch um Pokale und Leistung geht und nicht mehr um mehr, dann können wir das Licht ausmachen!

LG Kai