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Wolfgang

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1

Freitag, 10. Juli 2009, 23:54

Enterocolitis kann man verhindern.

Hallo Zuchtfreunde,
Das Krankheitsbild Enterocolitis und die hohen Verluste in den Kaninchenbeständen bereiten den Kaninchenzüchtern immer noch große Sorgen. Ein Bericht zu diesem Thema ist auf der Website der Widder-AG erschienen.

Zu bestellen unter: http://www.kaninchenundco.de

Gruß Wolfgang

http://www.widder-ag.de
http://www.kaninchenmarkt.de

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Wolfgang« (11. Juli 2009, 08:39)


Sivana

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2

Samstag, 11. Juli 2009, 02:27

Interessant und klingt vernünftig was das Strukturmüsli anbetrifft. Es fehlt dem Artikel aber mal wieder die für den interessierten Züchter wichtigste Information: Wie käme das Müsli von Dir zum Züchter, und was kostet der Sack?



Gruss

Andrea

ullrich6836

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3

Samstag, 11. Juli 2009, 06:09

Guten Morgen!
Andrea das Müsli kann man direkt da bestellen,glaub 25 euro,dann ist er bei dir.
In meinen Augen ist aber das Müsli überteuertes Heu.Meine Futter Mischung ist auch nicht in der Zusammensetzung anders,außer das Heu wird nicht klein geschnitten und dazwischen gemengt damit der Napf voll wird.Das Heu gibt es halt extra und der Napf ist fast leer mit Kraftfutter.
Andreas

4

Samstag, 11. Juli 2009, 07:59

Man kann Heu wirklich nicht mit dem Müsli vergleichen!

Da ich vor ein paar Jahren selber arg von der ME (MukoidenEnteritis =Darmlähmung) betroffen war (Anmerkung: Enterocolitis ist der Sammelbegriff für verschiedene den Verdauungstrakt betreffende Erkrankungen), hab ich auch vieles versucht, um der Lage Herr zu werden. Dazu zählten auch Fütterungsversuche bei Jungtieren:
Eine Testgruppe bekam Heu und Wasser, kein Kraftfutter: Zwei Tiere verendet, Autopsie ergab eine Lungenentzündung aufgrund einer Mangel- und Unterernährung
Die Zweite Testgruppe bekam Kraftfutter und Heu: alle Tiere verendet, Autopsie ergab ME
Die Dritte Testgruppe bekam Nösenberger Luzerne-Mix: kein Tier erkrankt

Das Nösenberger Strukturmüsli ist mir persönlich zu teuer (auch wenn es sicher sein Geld wert ist), daher suchte ich nach einer Alternative, die ich im "Luzerne-MIx" des gleichen Herstellers fand. Im Grunde genommen ist diese Luzerne der Hauptbestandteil des Müslis.
Seither sieht meine Jungtierfütterung so aus, dass ich mit dem
Luzernemix beginne und allmählich Hafer, Gerste, Maisflocken und
normale Pellets beimenge. Heu und Wasser steht natürlich immer zur Verfügung.
Parallel dazu werden die Jungtiere gegen Clostridien geimft, ich gebe keinerlei Pulmotil.
Ein wichtiger Aspekt ist im Sommer die Keimqualität des Wassers. Hier sehe ich übrigens den Hauptunterschied zwischen Grünfütterung und Pelletfütterung. Nicht das Futter entscheidet, sondern das aufgenommene Wasser. Da bei Grünfütterung die Tiere deutlich weniger trinken, nehmen sie auch weniger verkeimtes Wasser auf. Ich verwende daher bei Absetzern keine Tränken mehr (sind schlechter zu reinigen), sondern große Tontöpfe, die täglich gründlich gereinigt werden und mit frischem Wasser aus der Leitung befüllt werden.

Wolfgang

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5

Samstag, 11. Juli 2009, 08:34

Hallo Zuchtfreunde,
Entschuldigung, hatte ich vergessen. Könnt ihr mir noch einmal verzeihen?
Das Züchtergebinde 20 Kg incl. Versand (DPD) kostet 28,- €

Gruß Wolfgang

Zu bestellen unter: http://www.kaninchenundco.de

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6

Samstag, 11. Juli 2009, 08:51

Ich finde den Preis von dem Nager-Struktur-Müsli , wie warscheinliche viele anderen auch etwas hoch.
Ich verfahre da etwas anders, als Grundfutter gebe ich das ganze Jahr über Havens Green-line Fiber Mix.
Das ist auch ein Müsli mit sehr hoher Qualität.
Ich strecke es noch ein bisschen mit Gerste, dann wird es sowohl Alt-als auch Jungtieren gefüttert.
Die Jungen bekommen nur sehr wenig davon und dazu jeden Tag frische Kräuter wie Petersilie oder Zitronenmelisse.
Heu und frisches Wasser stehen immer zur Verfügung.
Ich hatte vor einigen Jahren bevor ich mit dieser Fütterungsmethode angefangen habe, jedes Jahr so ca 20 Jungtiere verloren.
Jetzt schwangt es immer so zwischen 0-5.
Ich würde mal sagen das ich damit leben kann, wenn man hört das bei den meisten Züchterm im KV 50 oder mehr Tiere umkippen egal was sie machen.
Beste Grüße Jannik

Wolfgang

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7

Samstag, 11. Juli 2009, 09:31

Hallo Zuchtfreunde,
ich füttere bis zur 10. Woche die Jungtiere mit besagtem Strukturmüsli und fange nach der 10. Woche an etwas Pellets drunter zu mischen. Der Erfolg, keine Jungtierverluste. Es gibt zwar fast für alles Medikamente; aber wollen wir die Tiere als Medikamentenschrank benutzen? Wollen wir so etwas als Mensch, immer Medikamente schlucken? Diese ganze Medikamentengeschichte muss von den kleinen Nieren der Tiere verarbeitet werden.

Gruß Wolfgang

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8

Samstag, 11. Juli 2009, 10:20

Guten Morgen . für mich ist der Preis von Diesem Struktur Futter auch zu hoch ich Füttere bis zur 16 Lebenswoche Ovator EnteroFit danach bekommen Sie Ovator Multikanin. Preislich auch etwas teuer aber nicht so wie das Müssli 1 Sack 25 Kg Ovator EnteroFit 12.5 Euro 1 Sack 25 Kg Multikanin 14 Euro. Ich habe mit dieser Fütterung auch kein Tierverlust.Anfangs Oktober Füttere ich dann Ovator Basis und Kräuterkanin. kosten 9.50 Euro znd 10 Euro. Das siund meine Erfahrungswerte .MfG :thumbsup: :P

andi-kaninchen

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9

Samstag, 11. Juli 2009, 13:16

Hallo,



erstmal finde ich den Beitrag nicht schlecht, denn er veranlasst uns doch mal über unsere Fütterung nachzudenken.



Ich habe mich seit letzten Herbst auch dazu hinreisen lassen mehr Pellets zu füttern, mit dem Ergebnis, das ich in diesem Zuchtjahr reichlich Probleme hatte.

Nachdem ich versucht habe etwas Ordnung in meine Gedanken zu bekommen und ich überlegte was da schief gelaufen sein kann, viel mir auf das ich vorher nur mit Gerste und Sonnenblumenkernen gefüttert hatte und die Verluste bei 0 lagen.

Also habe ich den Jungtieren nur noch diese Mischung gegeben und siehe da Verluste wieder auf 0 !



Ich werde auch bei den Alttieren den Einsatz von Pellets zurück nehmen und sehen wie es sich auf die Entwicklung und das Gewicht auswirkt.
Gruß Andreas


Und wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her!

Kai

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10

Samstag, 11. Juli 2009, 13:19

Hallo,
nach einigen Jahren Erfahrung mit ME glaube ich nicht mehr an ein Patentmittel.
Man kann aber mit vielen kleinen Dinge etwas bewirken.
Ich glaube, eben auch mit den Strukturmüsli kann man etwas erreichen.
Mir sind viele Züchter bekannt, die damit ihrer Verluste zumindest massiv gemindert haben.
Ich möchte aber an die zahlreichen Diskussionen über die ME hier im RKZ-Forum hinwiesen, in denen zahlreiche weitere gute Vorschläge gemacht werden, worauf man achten sollte.
Neben der Fütterung, sind die Auswahl gesunder Elterntiere, Stallklima und viele anderes zu beachten.
Alles zusammen kann weiter helfen.
Es haben aber auch neben mir, schon viele andere die Erfahrungen gemacht, dass was im einen Jahr hilft, im nächsten nicht mehr reicht.
Leider haben wir es nicht mit einer völlig erforschten Krankheit zu tun, bei der scheinbar viele Dinge mit einspielen.
Gruß Kai
Fehler machen ist menschlich,
dazu stehen zeugt von Größe,
wer sie nur bei Anderen sucht, tut mir nur Leid.

kottenmolch

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11

Samstag, 11. Juli 2009, 13:44

Hallo,

bei der Fütterung von Tieren ist es wie bei Kindern. Dem Einen tut´s gut dem Anderen nicht.

Seit einiger Zeit füttere ich abends Pallets. Nach dem ich den Bericht heute gelesen habe von dem Müsli kam mir der Gedanke das die Kaninchen deshalb an Gewicht verloren haben, weil sie kein Grünfutter wie sonst, sondern eben diese Pallets bekommen haben. Also habe ich beschlossen einen Sack zu bestellen und dann werd ich ja merken was passiert. Es sei noch zu erwähnen das meine Tiere den ganzen Tag draussen auf der Wiese sitzen und dort Gras und Kräuter finden nach Lust und Laune. Heu nehmen sie keins an.

schöne Grüße aus dem Spessart

Lot se man, use Herrjott sall se wall, he wait jo wo se wohnen!





ullrich6836

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12

Samstag, 11. Juli 2009, 14:23

Hallo Anja
Also doch überteuertes Heu,denn der Hauptbestandteil ist Luzerneheu.Für das Geld bekomme ich 28 Pressbündel Heu.Und nochmal ca.25euro für meine Futtermischung(sind dann ca.75kg-80kg gemischt,mit den Gleichen Bestandteilen ungefähr,wie das Müsli).Damit füttere ich ca. ein halbes Jahr ca.40 Wiener!
Andreas

13

Samstag, 11. Juli 2009, 14:36

Andreas,

lies nochmal meinen letzten beitrag.
Die Tiere sind bei normaler Heufütterung eingegangen, der Darm war in Ordnung aber die Tiere waren mangelernährt. Heu allein reicht nunmal nicht.

Mit dem Luzernemix kannst du aber problemlos Tiere aufziehen, denn es ist gehaltvoller ohne dabei die von Pellets (Weizen und Soja) verursachten Probleme zu machen.
Der günstigere Heu-Preis bringt mir in dem Moment gar nichts, wenn mir dann alle Jungtiere verrecken. Da investiere ich lieber die 15 Euro pro Monat und gehe beruhigt in meinen Stall.

Meine Futtermischung für Jungtiere besteht z. Z. aus:
20kg Luzernemix 15 Euro
20kg Pferdemüsli 15 Euro
25 kg Pellets 9 Euro
25kg Gerste 9 Euro

macht 53 Cent pro kg

Alttiere bekommen Pellets und die kosten mich 36 Cent pro kg

14

Samstag, 11. Juli 2009, 14:47

Tag!

Also, als Heu würde ich die Luzernestiele von Nösenberger, ob nun in der Billigvariante oder in der "HighTech"-Ware, nicht bezeichnen. Heu sieht anders aus, ist bei weitem nicht so starr und fest - höherer Rohfasergehalt (?) - und wird auch in der Zusammensetzung abweichen. Luzerneheu, das ist wieder 'ne andere Geschichte. Ich denk', dass mit der kleingeschnittenen oder gehäckselten Variante von Heu nicht der selbe Effekt zu erzielen ist. Und ... einen Effekt muss es haben, da es den Tieren ersichtlich besser geht. Die Kaninchen, zumindest die meinen, ziehen die Luzernestiele sowohl dem "Kraftfutter", als auch dem Heu vor. Und ... das Heu, das ich verfüttere ist nicht das schlechteste!

Wenn du mit deiner Futtermischung happy bist, keine Probleme hast, das von dir gefütterte Heu das Seine dazu beiträgt, dann würde auch ich keinen Grund sehen etwas zu ändern. Wenn du jedoch mit einem unguten Gefühl in den Stall gehst, weil du bereits ahnst, was du in den nächsten Sekunden oder in der nächsten Minuten sehen wirst, dann wirst auch du alles mögliche versuchen und es wird dir egal sein, wieviel es kostet! Oder irre ich mich?

MfG Fred

burgi

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15

Sonntag, 12. Juli 2009, 11:28

Enterocolitis kann man verhindern.

Hallo,

Ich züchte seit über 25 Jahren Kaninchen,seit 1990 im Verein die Schlachtkaninchen früher wurden mit Grünfutter Heu und als Kraftfutter bekamen die Tiere gekochte Kartoffeln mit Haferschrot vermischt .Mit diesem Futter habe ich im Jahr im Schnitt 100 bis 130 graue Riesen aufgezogen mit fast 0 Verlusten.

Heute züchte ich Burgunder und Zwergwidder rot.Meine Tiere werden in der Hauptsache mit Grünfutter von der Wiese gefüttert so wie es dort wächst und mit dem Traktor gemäht wird.

Heu und Wasser haben die Kaninchen immer zur Verfügung.Als Kraftfutterbeilage bekommen sie eine Mischung von 50% Deukanin basis plus,25% Hafer und 25% Gerste für einen Burgunder ab der Einzelsetzung gibt es ca.70 Gramm pro Tag,die Zwergwidder erhalten ca.die Hälfte.Dieses Futter fressen die Kaninchen ab ca. der dritten Woche mit der Mutter mit.Ich gebe kein besonderes Absetzfutter oder sonstiges,bei mir gibt es auch keine Medikamente und ich habe 0 Verluste an Tieren.Ich kann auch den Aufwand nicht nachvollziehen der manchmal mit dem Trinkwasser betrieben wird,ich habe Nippeltränken an den Türen hängen und da die Sonne in den Raum scheint bilden sich auch Algen in den Flaschen die Zeit um die Flaschen alle paar Tage zu Reinigen habe ich nicht und so bildet sich manchmal auch schon ein stärkerer Algenbelag.Meine Kaninchen trinken das Wasser,manche fast einn Liter pro Tag im Sommer und ich habe trotzdem keine Krankheiten ,die Tiere sind alle froh und munter.Vielleicht kommen die Empfindlichkeiten der Tiere erst durch die speziellen Mittel fürs Trinkwasser und die verschiedenen Futterumstellungen.Nach meiner Meinung ist das beste und gesündeste Futter für die Kaninchen eine Wiese die viele verschiedene Gräser und Kräuter beinhaltet und bei der für jedes Kaninchen etwas dabei ist.

Gruß Franz

16

Sonntag, 12. Juli 2009, 11:44

Hallo Franz,
du kannst dich glücklich schätzen, dass du keinerlei Probleme hast. Du scheinst einer der wenigen zu sein, an denen der Kelch bisher vorbeizog.
Als bei mir damals der Kram anfing, gab es noch keine "Mittelchen" fürs Wasser und Futter und die Tiere sind einfach reihenweise umgefallen. ME ist definitiv und nachgewiesenermaßen ansteckend und nicht eine Frage von falscher Haltung oder Fütterung. Die Auswirkungen sind aber es sehr wohl.

Wenn du ME hast, bleiben nur ein paar Möglichkeiten:
  • Zucht beenden
  • alle Tiere keulen, Stall abreißen, neubauen, neue Tiere kaufen........ dann ist es nur eine Frage der Zeit bis du sie wiederbekommst
  • Bestand sanieren und sich im Fall der Fälle zu helfen wissen
Heute macht mir ME keine Angst mehr, vor ein paar Jahren noch hat sie
mich an den Rand des Wahnsinn getrieben. Jeder Weg zum Stall war mit
Magenschmerzen verbunden. Mitlerweile weiß ich, mit welchen mir zur Verfügung stehenden Mitteln (Futter, Impfe, Haltung, Selektion) man der Krankheit Herr werden kann.


Zu deiner Fütterung:
Ich beneide dich um die Möglichkeit deine Tiere mit Grünfütterung ernähren zu können. Wenn ich die Zeit, das Land und den Traktor hätte, würde ich es auch machen. Aber will man jetzt im Umkehrschluß nur noch dann Kaninchenzüchter sein dürfen, wenn diese drei Punkte erfüllt sind, dann wäre der Mitgiederschwund bei 98% und ihr könntet die nächste Bundesschau bei euch im Garten machen. :)

und andere Pressfutter-Züchter müssen auch ihren Weg finden können, damit umzugehen..... daher reden wir darüber. Vielleicht hat der eine oder andere ja noch nen kleinen Kniff, der weiterhelfen kann.

Ricardo Laubinger

unregistriert

17

Sonntag, 12. Juli 2009, 11:50


Zu deiner Fütterung:
Ich beneide dich um die Möglichkeit deine Tiere mit Grünfütterung ernähren zu können. Wenn ich die Zeit, das Land und den Traktor hätte, würde ich es auch machen. Aber will man jetzt im Umkehrschluß nur noch dann Kaninchenzüchter sein dürfen, wenn diese drei Punkte erfüllt sind, dann wäre der Mitgiederschwund bei 98% und ihr könntet die nächste Bundesschau bei euch im Garten machen. :)

und andere Pressfutter-Züchter müssen auch ihren Weg finden können, damit umzugehen..... daher reden wir darüber. Vielleicht hat der eine oder andere ja noch nen kleinen Kniff, der weiterhelfen kann.


Ganz genau so ist es :!: :!: :!: Die Züchter die wie Franz die möglichkeit haben diese Art der Fütterung zu praktizieren sind zu Beneiden. Aber leider trifft dies nicht auf uns alle zu :!:

18

Sonntag, 12. Juli 2009, 11:50

Tag!

Ich habe die Möglichkeit "Grün" zu füttern, unser Garten ist recht groß, von Weide bis Haselnuß, mehrere Obstbäume etc. ist eigentlich alles da. Es hilft, ich fühl' mich wohler, aber der Weisheit letzter Schluß ist es nicht! Wie wurde "ME" schon mal bezeichnet - "multifaktoriell"?

MfG Fred

andi-kaninchen

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19

Sonntag, 12. Juli 2009, 12:51

Hallo,



ich glaube aber auch, das viel Grün sicher etwas hilft.



Ich habe ja auch das Glück viel Wiese zur Verfügung zu haben und das bekommen meine Kaninchen auch reichlich.

Neuerdings laufen einige auch den ganzen Tag auf der Wiese und fressen was ihnen in den Sinn kommt.
Gruß Andreas


Und wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her!

PeterW

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20

Montag, 13. Juli 2009, 10:01

Hallo zusammen,

natürlich kann man Enteropathien = Sammelbegriff für Magen-Darm-Erkrankungen verhindern, allerdings weder mit einem Industriefuttermittel noch mit Medikamenten.
Man kann auch noch so oft behaupten, Enterokolitis sein ansteckend, es wird nichts an der Tatsache ändern, dass die einen Tiere sterben und die anderen eben nichts, aus reinen logischen Gründen ist von daher die Ansteckungsgefahr bei einer multifaktorellen Erkrankung eben nur ein Teil unter sehr vielen und deshalb müßig, darüber zu diskutieren.
Die Diskussion über Heu oder Industriestrukturfutter ist ebenfalls schwierig, da Heu eben nicht Heu ist.
Als umweltbewußter ökologisch denkender Kaninchenzüchter hat man ja nicht nur Wiese, da werden genauso Brennnessel und Luzerne sowie Blätter getrocknet und als Heu angeboten, ganz zu schweigen von den vielen getrockneten kräuter, die bei speziellen Anlässen eingesetzt werden.
Ich setzte kein Industriefuttermittel ein, ich esse meine Tiere teilweise selbst, von daher verbietet sich das von alleine,
ich sage jedoch nicht, dass ander sie nicht doch füttern sollen dürfen, aber eben bitte nicht vor der 8.-10- LW.
Verkeimung von Wasser ist nicht zu unterschätzen, je nach Widerstandskräften der Tiere jedoch unerheblich - dazu gibt es sehr gute Untersuchungen bei Tauben.
ME als Schreckgespenst verliert dann seine Bedeutung , wenn man bereit ist, die physiologischen Abläufe in einem Kaninchen zu akzeptieren und darauf mit adäquater Fütterung und Haltung zu reagieren; Medis können an bestimmten akuten Punkten helfen, den Begriff "Impfung " sehe ich als schwierig, da es eben noch keinen Impfstoff als solchen gibt; wird voraussichttlich auch nicht möglich sein.
Anjas Frage bzgl. der Haltung ohne entsprechende Voraussetzungen der natürlichen Fütterung macht die Sache sehr spannend, entspricht Sackfütterung dem TSchG ?

Kurz:
Die Zucht von Kaninchen unter Berücksichtigung der physiologische Voraussetzungen der Tiere und unterschiedlichen Haltungsmöglichkeiten macht weder den Einsatz von Medikamenten noch Industreifuttermitteln nötig und kann verlustfrei durchgeführt werden.
Enteropathien sind kein Schreckgespenst sondern können mit Konsequenz und Kenntnis leicht gehandelt werden.

mfg Peter