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Saturday, August 27th 2011, 5:23pm

Tipps zum Start einer Kaninhopgruppe

Tips zum Start einer Kaninhopgruppe
 


Tipps zum Start einer Kaninhopgruppe
Seit dem nun 2007 die ersten Bestimmungen für Kaninhop verabschiedet wurden, wird es wohl viele Zweifler gegeben haben, ob sich diese Sportart durchsetzen wird, oder ob sie schnell in Vergessenheit geraten wird. Heute zeigt es sich schon, dass es ein steigendes Interesse für Kaninhop gibt. Zahlreiche Turniere finden regelmäßig in den verschiedenen Landesverbänden unseres Zentralverbandes statt. Das Netz der Kaninhop-Gruppen wird immer enger über das gesamte Bundesgebiet. Zahlreiche Anfragen zeigen, dass auch weitere Vereine Interesse haben sich mit Kaninhop zu beschäftigen.
Selbst im Fernsehen findet man schon öfter Berichte über Kaninhop.
Aller Anfang dabei ist schwer, mit diesem Bericht hoffe ich über unsere eigenen Erfahrungen dem einen oder anderen Verein eine kleine Hilfestellung an die Hand zu geben, um den Start in die „Kaninhop-Welt“ zu vereinfachen.

Wie bei uns alles begann
Anfang des Jahres 2008 haben wir uns mit Kaninhop auseinander gesetzt und überlegten, in wieweit es möglich ist, dies im W147 Hörstmar zu betreiben. Als erstes wurde einmal das Buch von Friedel Hillebrecht angeschafft um grundlegende Informationen zu bekommen. Leider dauerte es damals sehr lange, bis uns im Verein die entsprechenden Bestimmungen über Kaninhop erreichten.
Wir bauten einige provisorische Hindernisse, gewöhnten einige Tiere an die Geschirre und Leinen und starteten unsere ersten Versuche. Schnell zeigte sich, dass es gar nicht schwer ist die Tiere zum Springen zu animieren. Zwar sind nicht alle Tiere für diese Sportart geeignet, aber mehr als man im Allgemeinen denken wird. Schon bald bauten wir mit den Kindern zusammen unsere ersten Hindernisse und erreichten mit unseren Tieren die erforderlichen Wettkampfhöhen. Nach einigen ersten Berichten in der Lokalpresse und unserer Vereinshomepage, sowie einigen kleinen Vorführungen, meldeten sich bei uns immer mehr Interessenten für Kaninhop. Zwischenzeitlich sind wir mit ca. 15 „Kaninhoppern“ in unserer Gruppe, die sich zum Training treffen und an den verschiedenen Vorführungen und Turnieren in Nah und Fern teilnehmen.


Was braucht man zum Start?
 Es ist gar nicht so aufwendig mit Kaninhop zu beginnen. Geschirre für Kaninchen bekommt man in vielen Fachgeschäften für Kleintiere. Die angebotenen Geschirre für Kaninchen sind meistens nur für Zwergrassen, allerdings sind die Geschirre für Katzen meistens für größere Rassen geeignet. Viele Kaninhop-Betreiber machen ihre eigenen Geschirre und Leinen, die sie auch für ein paar Euro abgeben. Meistens sind diese Geschirre nicht nur „H-Geschirre“, sondern verfügen über weitere Verbindungen zwischen Hals- und Bauchgurt und sind sehr empfehlenswert.
Als Hindernisse eignen sich zum Anfang schon Holzscheite und kleine Balken, damit die Tiere erst einmal lernen über die Hindernisse zu springen.
Mit ein paar Holzlatten oder Bretter sind schnell die ersten eigenen Hindernisse gebaut. Auch hier bieten manche „Kaninhopper“ Hindernisse zu günstigen Preisen zum Kauf an.
Wer ein paar handwerklich geschickte Mitglieder im Verein hat, könnte auch mit seiner Kaninhopgruppe selbst Hindernisse entwerfen und bauen; diese könnte man dann auch als „Bastelarbeit“ der Jugendgruppe zusätzlich noch bewerten lassen. Man muss nicht gleich alles zu Anfang haben, sondern kann nach und nach „Aufstocken“.


Wie fängt man an zu trainieren?
Bei Kaninhop sollte immer das Tier im Mittelpunkt stehen, das sollte man sich von Anfang an einprägen und nie vergessen. Nicht jedes Kaninchen ist für Kaninhop geeignet und kein Tier sollte dabei überfordert werden. Meistens eignen sich lebhaftere Tiere besser für Kaninhop, als ruhige Zeitgenossen, Ausnahmen bestimmen aber auch dabei die Regel.
Als erstes einmal sollten die Kaninchen an Geschirr und Leine gewöhnt werden. Dabei lässt man sie ruhig recht frei auf einer Wieser die Richtung bestimmen. Nachdem die Tiere ihren eigenen Bewegungsdrang nachgekommen sind, kann man anfangen ihnen ein wenig die Richtung vorzugeben. Hierzu kann man mit leichtem Zug an der Leine die Richtung vorgeben, dies sollte auf keinen Fall in ein Reißen an der Leine ausarten.
An dieser Stelle sollte man nun wohl einmal auf die Haltung der Leine eingehen.
Als Rechtshänder bietet es sich an das Ende der Leine in der linken Hand zu halten, mit der rechten Hand hält man die Leine ca. in der Mitte und variiert die Länge nach Bedarf. Im Idealfall wird die Leine locker und senkrecht über dem Kaninchen geführt. Durchhängende oder gar schleppende Leinen, bergen ein Verletzungsrisiko für unsere Tiere und könnten ungewollte Hindernisse umreißen.
Eine andere Methode ist es die Leine hoch am ausgestreckten Arm zu führen. Es ist ratsam immer einen halben Schritt hinter dem Kaninchen zu bleiben und das Tier vor sich her zu führen.
Hat sich das Tier erst einmal ein wenig an die Leine gewöhnt, kann man sich mit dem ersten Sprung beschäftigen. Als Anfangshöhe sollte man es bei 5-10cm hohen Hindernissen belassen. Erst einmal sollte man dem Tiere erlauben, sich das Hindernis genauer anzusehen und zu beschnuppern. Einer Möhre oder ein anderes Leckerli kann oft als kleiner Anreiz genutzt werden, das Hindernis zu überwinden. Oft werden die Hindernisse im ersten Versuch einmal „überklettert“ und nicht übersprungen. Nach einigen Wiederholungen, stellen die Tiere meistens fest, dass es ja viel einfacher ist einfach hinüber zu hüpfen. Eine Trainingseinheit sollte nicht länger als 10 Minuten betragen, danach sollte man dem Tier wieder eine Pause einräumen. Ob nun zur freien Verfügung an der Leine oder Freilauf auf dem Grundstück oder einem Gehege ist dabei nebensächlich.
Ein klares Zeichen, dass ein Tier keine Lust mehr hat, ist oft, dass es sich flach vor ein Hindernis legt und nur noch Desinteresse zeigt, dann sollte man das Tier einfach in Ruhe lassen und nicht drängen.Von Anfang an, ist es sinnvoll das Kaninchen an ein Kommando zu gewöhnen, dass es mit dem Sprung verbindet. „Hop“ ist dafür ein kurzes und klares Wort, das sich anbietet, natürlich kann man auch jedes anderes Wort verwenden. Wenn Tiere zwar sich aufmerksam mit dem Hindernis beschäftigen, aber sich nicht herüber trauen, kann man sie ein- oder zweimal über das Hindernis heben, die Verbindung mit „Hop“ kann dabei nicht schaden. Viele Leute wundern sich, oft dauert es keine 10 Minuten bis die Tiere sich an das Springen gewöhnt haben. Wenn man mit einem Tier neu mit Kaninhop anfängt, ist es besonders wichtig in den ersten Tagen täglich eine kleine Trainingseinheit durchzuführen. Wenn das Tier erst einmal richtig springt, kann man auch einmal das Training ein paar Tage ausfallen lassen. Kontinuität ist natürlich immer besser. Ist der Anfang erst einmal geschafft, stellen sich sehr schnell Trainingsfortschritte heraus. Man kann mehrere Hindernisse hintereinander kombinieren und die Höhen langsam steigern. Auf keinen Fall sollte man das Tier dabei überfordern, beobachtet man das Tier genau, wird man selber schnell merken, wo es zurzeit seine Grenzen sieht. Später wird man den Punkt erreichen, wo es niedrige Hindernisse nicht mehr ernst nimmt. Beschäftig man sich einmal mit Kaninhop wird man schnell merken wie unterschiedlich und eigenwillig die verschiedenen Kaninchen sind. Darauf muss man eingehen, statt Zwang auszuüben! Ein festes Hindernis (halbe Trennwand) im Stall oder Auslauf kann als zusätzliche Übung verwendet werden.


Kaninhop im Vereinsleben
Alles was neu ist bringt bekanntlich auch Veränderung und Unruhe, das ist auch bei Kaninhop so. Es ist völlig normal, dass es nicht nur Befürworter von Kaninhop in einem Verein gibt, auch Skeptiker bis hin zu Gegnern wird es dort geben. Man sollte immer daran denken, der Verein ist die Keimzelle der Demokratie und demokratisch sollte man miteinander im Verein an Lösungen arbeiten. Das wohl größte Streitpotential entsteht oft zwischen Züchtern, die Kaninchen auch schlachten und „Kaninhoppern“, die sich nicht vorstellen können ein „so süßes“ Tier zu töten. Man sollte von Anfang an dabei ehrlich miteinander umgehen. Für die einen gehört das Schlachten eben dazu, für die anderen eben nicht. Mit ein wenig Toleranz kann man die Ansichten des anderen verstehen und nebeneinander damit klar kommen. Die eine Partei sollte bloß nicht die andere Seite zwingen ihre Sicht der Dinge zu übernehmen. Züchter die auch Kaninhop betreiben, könnten oft bei so etwas vermitteln. Bei uns im Stall wird streng getrennt zwischen langjährigen Zuchttieren und Kaninhop-Tieren zu denen man einen engen Bezug hat und den „anderen“ Tieren, die auch mal der Küche zugeführt werden.
Ein verantwortungsvoller Vorstand wird sich auch Gedanken machen, wie eine Kaninhop-Gruppe in einen Verein integriert werden sollte. Ich halte es nicht für sinnvoll und notwendig, dass die „Kaninhopper“ an Monatsversammlungen teilnehmen müssen. Die Interessen gehen da doch recht weit auseinander. In unserem Verein hat es sich, zumindest bis jetzt, bewährt, dass der Kaninhop-Leiter regelmäßig in der Monatsversammlung über die Geschehnisse in der Kaninhop-Gruppe berichtet und die Gruppe intern bei Trainingseinheiten über das Vereinsgeschehen und gemeinsame Veranstaltungen austauscht. Bei Vereinsfesten, Ausstellungen und Kaninhop-Wettkämpfen sollte man allerdings gemeinsam arbeiten und sich gegenseitig unterstützen. Wie auch in vielen Vereinen die Jugend- oder HuK gruppe recht eigenständig geführt wird, sollte dies auch der Kaninhopgruppe zugebilligt werden. Gegenseitige Unterstützung in einem Verein ist natürlich selbstverständlich.
Es ist kaum einer einzelnen Person zuzumuten allein eine Kaninhopgruppe zu führen. Wenn ein Verein meint, „wir wählen nun einen Kaninhop-Beauftragten und der soll dann man machen“, wird scheitern. Trainingseinheiten sollten mindestens alle 1-2 Wochen stattfinden, Turniere werden besucht, vielleicht mal ein eigenes Turnier ausgerichtet, alles ist mit viel Arbeit verbunden. Hier ist Teamarbeit gefragt. Bei uns wird das Training vom Kaninhop-Leiter und Jugend-Leiter gemeinsam organisiert und durchgeführt, eine weitere Person wir zurzeit eingearbeitet, auch helfen einige der Eltern. Bei Fahrten und Veranstaltungen sind weitere Helfer gefragt und zum Glück auch vorhanden. Dafür sollten auch die „Kaninhopper“ und ihre Eltern bei der Ausrichtung von Kaninchenschauen u.ä. dann die Züchter unterstützen. Teamarbeit ist nicht nur in der Kaninhop-Gruppe als auch im ganzen Verein das zum Erfolg führende Element.


Die Kaninhopgruppe
Wie ich schon in vorherigen Absatz schrieb, sollte regelmäßig ein Training stattfinden.
Alle „Kaninhopper“ sollten im Idealfall täglich Zuhause eine kleine Trainingseinheit mit ihren Tieren durchführen. Dies kann aber nicht ein gemeinsames Training ersetzen. Der Kaninhop-Leiter lädt zu diesem Training ein, in Zeiten des Internets ist ein entsprechender Mailverteiler eine hilfreiche Arbeitserleichterung. Fast alle „Kaninhopper“ und auch Jungzüchter haben heute einen Internet-Anschluss, der es ermöglicht schnell und bequem Informationen und Fragen auszutauschen; so eben auch die anstehenden Trainingstermine. Am Anfang des Trainings sollte immer ein „Warmspringen“ stehen, das bedeutet, dass auch Tiere, die mittelschwere oder schwere Klasse starten erst einmal über niedrigere Hindernisse. Erst später werden die Hindernishöhen gesteigert.
Erreicht eine Kaninhopgruppe erst einmal eine gewisse Größe, sollte man zwischen „Anfängern und Fortgeschrittenen“ trennen. Um zu viele Personen kann man sich als Kaninhop-Leiter nicht kümmern. Im Idealfall, sollten die Fortgeschrittenen eine Patenschaft für einen Anfänger übernehmen und mit Ratschlägen zur Seite stehen.
Das Training sollte abwechslungsreich gestaltet sein. Da die Kaninhop-Regeln sehr viele verschiedene Wettbewerbe bieten, findet man schon dort zahlreiche Möglichkeiten. Eine besonders interessante Abwechslung konnte ich bei einem Besuch der Kaninhopgruppe von Ahrensbök erleben, als in einem kleinen Waldstück ein Natur-Hindernis-Parcours aufgebaut wurde.
Innerhalb des Trainings hat der Kaninhop-Beauftragte auch weitere Aufgaben. Es sollte für ihn selbstverständlich sein, auch den Gesundheitszustand der Tiere zu kontrollieren. Tendenzen zu Über- oder seltener Untergewicht der Tiere sollte im Auge behalten werden und mit dem Halter besprochen werden. Viele Kaninchenhalter können keine Krallen schneiden, es bietet sich an, so etwas gerade beim Training zu erledigen. Falls im Verein „Sammelimpftermine“ organisiert werden, sollte man auch die Kaninhopgruppe dabei mit einbinden. In regelmäßigen Abständen sollten Klassenprüfungen angeboten werden um die entsprechenden Starterklassen für Turniere festzulegen.
Weniger ist oft mehr, sollte man von Anfang an seinen „Kaninhoppern“ mit auf den Weg geben. Nach meiner Ansicht macht ein flüssiger, sauber gesprungener Durchgang in einer niedrigeren Klasse einen besseren Eindruck und mehr Spaß, als ein stockender Durchgang mit vielen Fehlern in einer höheren Klasse. Auch sollte allen „Kaninhoppern“ sowohl im Training ,als auch bei Turnieren immer bewusst sein, dass es löblicher ist einen Durchgang abzubrechen, als die Tiere über die Hindernisse zu drängen.


Kaninhop und Tierschutz
Früher oder später wird man, wenn man Kaninhop betreibt, sich Fragen von Tierschützern und Medien stellen müssen. Hier ist es hilfreich sich schon einmal mit den Kaninhop-Bestimmungen beschäftigt zu haben, da diese einem zahlreiche Argumente an die Hand geben. Bereits in der Einleitung wird darauf hingewiesen, dass diese unter Berücksichtigung des Tierschutzes entstanden sind. Eindeutig geht aus verschiedenen Bestimmungen hervor, dass Begleiter und Kaninchen ein Team sind und Fehlverhalten gegenüber dem Tier streng geahndet wird. Durch Beschränkungen von Höhe und Weite der Hindernisse wird eine Überbeanspruchung des Körpers der Kaninchen ausgeschlossen. In Skandinavien und Dänemark gibt es Hoch- und Weitsprungwettbewerbe, bei denen die Tiere viel höher oder weiter springen. Dass wir in Deutschland auf solche Dinge verzichten, ist ein gutes Argument, wie wichtig uns das Wohl unserer Tiere ist. Bisher ist mir weder beim Training noch bei verschiedenen Wettkämpfen eine Verletzung durch Kaninhop unter gekommen.

Dieses Tier  zeigt, dass es auch ohne Leine über die Hindernisse springt

Ein weiteres Argument bietet uns die Aufgabe des Kaninhop-Leiters. Wie ich schon erwähnte, ist es die Aufgabe des Kaninhop-Beauftragten, ein Auge auf die Gesundheit der Tiere zu legen und die Startklassen festzulegen. Ihm obliegt es auch übertriebene Leistungsgedanken schon im Keim entgegenzusteuern.
Oft sehen Tierschützer die Leine als kritischen Punkt an, da sie glauben diese diene als Einflussmittel auf das Kaninchen. Auch dies kann man mit unseren Kaninhop-Bestimmungen gut entkräften.
Die Leine sollte ausschließlich als Sicherung angesehen werden, um im Falle einer Gefahr den Kontakt zum Tier nicht zu verlieren und es auf den Arm nehmen zu können. Gerade bei Wettbewerben im Freien, kann man eine Gefahr durch einen Hunde nicht ausschließen, oder laute Geräusche oder hektische Bewegungen könnten das Tier in Panik verfallen lassen. In diesem Fall ist eine Leine eine geeignete Sicherung. Im Allgemeinen springen viele Kaninchen sogar besser ohne Leine.
Unterhält man sich mit einem Tierarzt, wird man schnell heraus hören, dass zahlreiche Kaninchen, die dort vorgestellt werden unter Übergewicht leiden. Als Kaninhop-Beauftragter hat man die Chance, aber auch Verpflichtung, auf solche Mängel bei Tieren hinzuweisen und entgegen zu steuern. Wobei Kaninchen die regelmäßig Kaninhop betreiben, wohl weniger Probleme mit Verfettung haben werden. Eher ist es sogar so, dass die Tiere mehr Muskelmasse bilden und dadurch runder werden. Damit haben wir ein weiteres Argument, dass sich Kaninhop und Tierschutz nicht gegenläufig sind. Kaufen manchen Leute Kaninchen als Schmusetier, werden sie oft bald uninteressant und werden vernachlässigt. Durch Kaninhop beschäftigt man sich mehr mit seinen Tieren und der Verein hält noch ein Auge auf die Gesundheit der Tiere.


Wie kann man Interessente für Kaninhop gewinnen?
Hier kommt man mit ein wenig Überlegen auf mehr Möglichkeiten, als man vielleicht umsetzen kann. Hat man erst einmal mit ein paar Tieren einen Anfang geschaffen, sollte man ruhig einmal an die Öffentlichkeit gehen.
Im Sommerloch ist die Lokalzeitung über jeden Bericht dankbar, da bietet es sich doch an, wenn der örtliche Kaninchenverein einmal über seine neueste Aktivität berichtet. Auf Vereins- oder Straßenfesten, kann man sich mit Kaninhop ins Gespräch bringen.
Auf der eigenen Kaninchenschau sollte Kaninhop, ob nun als Vorführung, oder als kleines Turnier natürlich auch nicht fehlen! Soweit der Verein über eine Homepage verfügt, sollte man natürlich auch dort auf Kaninhop hinweisen. Ist der Anfang erst einmal gemacht, spricht sich eine solche Attraktion schnell herum und weitere Interessenten werden sich melden.
Ich halte es nicht für ratsam jeden Neuhinzugekommenen gleich zu drängen in den Verein einzutreten. Erst einmal sollte er ein paar Trainingseinheiten mitmachen und auch in den Verein „herein schnuppern“. Schon bald wird man merken, ob die Person wirklich bei Kaninhop bleiben wird und von selbst in den Verein eintreten will.


Ausblick und Wünsche
Kommen wir am Schluss noch einmal auf den jetzigen Stand von Kaninhop und auf die Zukunft zu sprechen. Es gibt nicht nur Kinder die Kaninhop betreiben, auch zahlreiche Erwachsene beschäftigen sich mit dieser Freizeitbeschäftigung. Jugendliche wachsen auch aus dieser Altersgruppe. Begleitende Eltern finden Gefallen an Kaninhop und da sie sowieso ihre Kinder zu Training und Turnieren fahren, machen sie gleich mit. An manchen Turnieren starten in der Zwischenzeit bereits 1/3 Erwachsene.
Wir sollten aus diesem Grunde die Formulierung in den Kaninhop-Bestimmungen überarbeiten, dass diese Sparte hauptsächlich für Kinder und Jugendliche gedacht ist. Auch Bestrebungen Erwachsene und Jugendliche in getrennte Startklassen aufzuteilen, sollte man eine Absage erteilen. Es geht bei Kaninhop um die Tiere nicht um die Starter, dies macht eine Trennung unnötig und ist weder von den Jugendlichen noch von den Erwachsenen gewollt. Man sollte entsprechende Dinge nicht über diese Köpfe hinweg entscheiden!
Auch ein weiterer Punkt sollte überdacht werden. Zwar habe ich Verständnis, für die Begründung des Einstiegsalters von Kindern, es gibt aber auch Argumente dies zu ändern. Heutzutage kaufen viele Eltern jüngeren Kindern Kaninchen, macht es nicht mehr Sinn diese gleich in den Verein zu integrieren und sie an die Haltung von Kaninchen heranzuführen? Ihnen nur zu erlauben bis zum 9. Geburtstag nur auf Vereinsturnieren starten zu dürfen, halte ich für eine unglückliche Lösung. Besser wäre nach meiner Ansicht die Einführung einer Führklasse; d.h. ein fachkundiger Betreuer sollte in der Bahn dem Kind Anweisungen geben dürfen, entgegen der Regeln in den anderen Klassen. Die Bahn sollte nicht länger als 5-6 Hindernisse sein und man könnte es bei einer Hindernishöhe von 15 cm belassen. So können Kinder schon früher in den Umgang mit Kaninchen herangeführt werden und sie treffen Gleichaltrige mit ähnlichen Interessen auf den Turnieren. Wer sich einmal in seine Kindheit zurückversetzen kann, wird wissen wie lang zwei Jahre sein können und wie traurig man ist, wenn dann die älteren Kinder zu den verschiedenen Turnieren fahren und man selber zuhause bleiben muss, weil man noch zu jung ist !
Es gibt bestimmt noch einige kleinere Änderungen, die ich mir an den jetzigen Kaninhop-Regeln wünschen würde, aber dies sind die für mich wichtigsten Dinge.
Es würde mich freuen, wenn dieser Bericht helfen würde Kaninhop weiter zu verbreiten und interessierten Vereinen den Start zu erleichtern.
Über weitere Fragen und Erfahrungen empfehle ich den Kaninhop-Bereich des
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Kai Sander

Wir bedanken uns bei
 Kai Sander für diesen Bericht und die Fotos. Das Copyright liegt bei den jeweiligen Verfassern und beim Rassekaninchenzuchtforum e.V. Die Rechte der Grafiken liegen bei www.rkz-forum.de. Weitere Ergänzungen, Meinungen und Bilder zum Bericht bitte an webmaster@rkz-forum.de. Wir weisen nochmals ausdrücklich darauf hin, das die Bilder, Texte und Grafiken bestimmten Rechten unterliegen, und das wir Copyrightverletzungen strafrechtlich verfolgen lassen werden.

 

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eisbaer

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Monday, August 29th 2011, 6:51pm

Hallo Kai,

das ist ja eine tolle "Anleitung". Da drängt sich mir sofort eine Frage auf, kannst du den nicht auch in Papierform bringen und in pdf zum Download anbieten (wer schleppt schon immer PC-Technik mit sich rum). Da kann man den älteren Semestern mal was in die Hand drücken oder Interessierten oder nicht-PC-Glücklichen. Falls dir die Zeit fehlt, kannst du mir ja mal die Bilder schicken und ich würde mich daran versuchen (eignet sich ja auch gut für Powerpoint).

Gruß Volkmar

kottenmolch

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Monday, August 29th 2011, 7:51pm

huhu,

prima Bericht!

Da wird dran gearbeitet, Volkmar!

Schau mal Kai, das eine Bild ist noch verdreht.



Gruß,

Moni

Lot se man, use Herrjott sall se wall, he wait jo wo se wohnen!





Daisy

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Thursday, January 31st 2013, 7:44am

Schaut gut aus der Bericht, aber ich kann ihn leider nicht lesen, weil im Text der rechte Rand abgeschnitten ist und die Hälfte fehlt... nach re. scrollen geht leider nicht... :( Was kann ich da machen?

Kai

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Thursday, January 31st 2013, 3:09pm

Hallo Hanna,
du musst wohl eine sehr geringe Auflösung auf deinem Rechner haben.
Ändere einmal die Darstellung, dann müsste es gehen.

In Berlin baut Rosalie Schmidt eine Kanin-Hop-Gruppe auf.
Bei Interessen sende ich dir gerne ihre Kontaktdaten.

Gruß Kai
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wer sie nur bei Anderen sucht, tut mir nur Leid.

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Thursday, January 31st 2013, 9:53pm

Super Bericht, ich bin als am überlegen wie ich unseren Verein zu so etwas bringen kann.
Wir haben leider direckt auf dem Gelände zur Zeit nur mich al Kaninchenzüchterin.
Die anderen Züchter haben alle Geflügel oder Züchten Daheim.

Lieben Gruß Anna