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Sonntag, 27. Januar 2013, 12:04

"Mit Rassekaninchen in die Zukunft" von Henry Majaura

Ich habe den Artikel in der aktuellen Kaninchenzeitung mit großem Interesse gelesen und würde gerne mal eure Meinung dazu hören.

Kurz zusammengefasst stellt Henry Majaura interessante genetische Kombinationen vor allem bei den Zwergrassen vor, die es bisher vor allem bei nicht organisierten Hobbyzüchtern gibt. Darunter fallen z.B. Satin-Zwergwidder, Teddyzwerge, anders als rhönfarbige Löwenköpfchen und die sog. Mausohren, von denen ich an dieser Stelle auch das erste Mal gehört habe.

Herr Majaura ruft dazu auf, diese Rassen genauer unter die Lupe zu nehmen um einerseits ihr genetisches Potential zu nutzen, andererseits aber auch bisher nicht im ZDRK organisierte Züchter für den Verein zu gewinnen. Dabei plädiert er dafür, dass nicht jeder neue Farbenschlag einer bereits anerkannten Rasse das komplette Verfahren der Zulassung einer Neuzüchtung durchlaufen sollte. Für die Löwenköpfchen hieße dies z.B., dass sie sobald sie als Rasse im Standard aufgenommen werden, auch alle reinen Farben z.B. schwarz, havannah gelb oder rot anerkannt werden könnten. Ausnahmen macht er bei Scheckungsfaktoren aufgrund der genetischen Zusammenhänge.

In seinem Fazit erklärt Herr Majaura, dass vor allem Frauen und Mädchen mit der Zulassung von neuen Zwergrassen und deren Farbenschlägen als Züchter gewonnen werden könnten.

Er sieht in der Zucht der Zwergrassen eine neue Säule für die Kaninchenzucht, die den ZDRK gestärkt in eine gesicherte Zukunft führen kann.

Ich finde das ist ein sehr mutiger Ansatz, vor allem, wenn ich daran denke, wie die Reaktionen hier in der Umgebung auf die Löwenköpfchen rhönfarbig waren: "Da hat man nichts im Topf" oder "Das ist ja nur was für die Kinder"

Ich sehe den Trend in der Zucht auch ganz klar bei den Zwergrassen und könnte mir gut vorstellen, dass z.B. Teddyzwerge bald als Neuzüchtung zugelassen werden könnten.
Allerdings bin ich nicht für eine wahllose Zulassung von solchen Kombinationen wie Satin-Rexzwergwidder. Ernsthafte Zucht braucht ernsthafte Züchter, die sich den Rassen intensiv widmen.
Mich erschreckt vor allem in der nicht organisierten Farbenzwerge-Zucht immer wieder, dass es viele Leute gibt, die Typzwerge miteinander verpaaren, ohne sich über die Konsequenzen im Klaren zu sein. (Eine ähnliche Diskussion gabs hier glaube ich schon mal um die NHD oder Mini-Lop Zwergwiddeer)


Wie seht ihr das?

Grüße
Tanja

zwergloh

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2

Sonntag, 27. Januar 2013, 14:19

Auch ich fand den Artikel sehr Interessant im Bezug auf die Anerkennung. Den Rex-Satin oder Satin-Rexen mute ich keine sehr hohe Chance auf Anerkennung zu. Jedoch werden die Satinzwergwidder bald an unsere Türen klopfen. Eine Interessengemeinschat hat sich bereits gebildet, und es sind Anträge auf Neuzucht gestellt worden (Farbschlag wildfarben).
Rexzwergwidder und Zwergangora (Teddy) haben meiner Meinung nach auch recht gute Chancen.

Wie gesagt könnte man auf diese Weise viele neue Züchter gewinnen, die den Verband unterstützen könnten. Die Zwerge werden über kurz oder land wohl die Führung übernehmen.

AnneB

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Sonntag, 27. Januar 2013, 15:04

Hallo, in einer älteren Ausgabe der Zeitschrift "Kaninchen" (2011 oder 2012?) wurden ja bereits die Argumente gegen die Neuzüchtungen unter die Lupe genommen, dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Der Artikel von vorgestern hat jedenfalls bei uns im Verein unter uns vierzehn Mitgliedern eine fruchtbare und aufregende Diskussion hervorgerufen. Ich fand es beachtlich, mit wie viel Respekt vor der Meinung anderer und wie viel Mühe um Verständnis da gerungen wurde. Wir fragten uns: gibt es Trends in der Rassekaninchenzucht? Kann man die verbieten oder per Verordnung aufhalten? Wandern Neuzüchter zu großen und seltenen Rassen, wenn die gewünschten kleinen bzw. nicht zugelassenen Rassen nun mal ihrem Ideal entsprechen? Ist es schlimm, wenn es einen kommerziellen Markt für bestimmte Trends gibt? Sind "alte Rassen" heutzutage "reiner" gezüchtet als neuzugelassene Rassen (also gibt es heutzutage mehr unerlaubte Einkreuzungen und Mogeleien als "früher"?) - wann war "früher" genau? Wie hält man denn nun das Verschwinden alter Rassen am besten auf? Ihr merkt schon: ich fand es wirklich spannend, und die Züchter sind bereit, hier sehr abwägend und kritisch zu urteilen. Eine Freude, wenn so viel Demokratie gewagt wird!
AnneB

zwergloh

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Sonntag, 27. Januar 2013, 16:06

Ich habe mit einigen nicht organisierten Hobbyzüchtern gesprochen und kenne auch recht viele.
Sie wollen meist gar nicht in einen Verein gehen, da ihre "Lieblingsrasse", z.B. Satinzwergwidder gar nicht anerkannt sind. Ich finde das geht ungenutzes Potenzial verloren. Ein Trend wird es immer geben. Aktuell geht er Richting Zwerge. Die Frage, die sich mir stellt: Werden mit der Anerkennung neuer Rassen vielleicht auch die alten "wiederbelebt", da sich der ein oder andere Neuling eine schon länger anerkannte Zweitrasse zulegt.
Jeder Züchter den ich kenne, bleibt in der Regel seinen Rassen treu und züchtet diese über Jahre hinweg. Ich glaube kaum, dass jeder "alt eingesessene" plötzlich alle Rassen fallen lassen wird und zu den neuen wechselt.

Sybsilon

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Sonntag, 27. Januar 2013, 18:20

interessant

Ihr lieben,
leider bin ich noch nicht in Genuss gekommen, den Artikel zu lesen, obwohl ich ja ein Bild mit dabei habe.

Ich züchte ja nun schon seid über 16 Jahren Rexzww. Ich bin ihnen auch ohne Verein treu geblieben, aber wie viel mehr Freude würde es machen, diese Rasse auch mit Unterstützung eines großen Verbandes züchten zu dürfen?
Nun, seid Mitte letztens Jahres wurde mir gut zugesprochen und ich wurde ermutigt die Initiative für Rexzww zu gründen (www.rexzwergwidder.de.vu für alle, die es interessiert).

Nach wie vor denke ich ebenso wie „zwergloh“, dass in diesen Rassen viel Potential für unseren ZDRK liegen. Junge Züchter – Generationsübergreifend. Wobei ich eine wahllose Zulassung aller Rassen auch nicht für sinnvoll halte. Jede neue Rasse sollte der Rasse- und Farbreinheiten der üblichen ZDRK Statuten entsprechen. Allerdings finde ich es anstrengend, einer Rasse allein aufgrund der Neuheit und Unbekanntheit mit Ablehnung entgegenzutreten.

Viele Züchter mit denen ich gesprochen habe, verbinden die Rexzww mit Hobbykuschelmuschel- Gemauschel und denken, dass so eine Rasse nix gescheites sein kann. Klar gibt es viel Gemixe, eben weil sich überwiegend unorganisierte Hobbyzüchter um diese Rasse kümmern und viele von denen wollen es halt überwiegend bunt (was mittlerweile auch bei anderen im ZDRK anerkannten Rassen vorkommt. Ich sag nur Rexzwerge, Löwenzwerge, dt Widder).

Vergessen wird dabei, dass es auch Züchter gibt, die sich ernsthaft und farbrein um diese Rasse bemühen und sie ja auch um EE Standard (Frankreich, Kroatien im Anerkennungsverfahren) mit drin ist.
Oft höre ich Zwergwidder und Rexfell passen nicht zusammen. Leider habe ich noch nie gehört WARUM eigentlich.
Meiner Meinung nach wären die Rexzww eine echte Bereicherung für den ZDRK.
Vereinen sie doch für alle Widderliebhaber die Zwergenform (wenig Platz, wenig Futter) mit dem genialen Rexfell. Sie haben ebenso wie die Zww wirtschaftliche Vorteile und sind auch für HUK Gruppen interessant. Schmecken tun Sie im Übrigen auch und sind pfannenfreundlich. :P

Aber es steckt halt viel Arbeit drin, dass möchte ich nicht dementieren, aber in welche Rasse steckt die eigentlich nicht...?
Liebe Grüße Sylvana
___________________________________________________

www.vom-suedhag.de.vu
www.rexzwergwidder.de.vu

6

Sonntag, 27. Januar 2013, 18:23

Ich denke, dass es immer Trends geben wird, allerdings glaube ich auch, wer sich einmal ernsthaft einer Rasse verschrieben hat, bleibt ihr treu, egal was der Trend sagt.
Deswegen finde ich es wichtig, bei Neuzüchtungen neben dem Zuchtstand auch die Größe der Interessengemeinschaft zu prüfen, die dahinter steht.
Ich denke, das vermehrte Interesse an Zwergrassen ist auch dem geringeren Platz- und Futterbedarf geschuldet. Denn wer hat heute noch Platz, hinterm Haus eine mittelgroße oder große Rasse zu züchten? Das wird leider auch immer weniger. Hier in der Gegend explodieren die Grundstückspreise und Neubauten haben oft nicht mehr als 400 Quadratmeter Grundstück - da ist nicht so viel Platz für großzügige Buchten und einen entsprechenden Misthaufen.

Dennoch fände ich es einen großen Verlust, wenn die großen Rassen irgendwann verschwinden würden. Zur Zeit sehe ich die Gefahr aber noch nicht so bedrohlich, denn auch die Wirtschaftlichkeit und Fleischverwertung spielt gerade im aktuellen Zusammenhang mit jedem neuen Lebensmittelskandal wieder eine wichtige Rolle.

Es ist ein guter Weg, über die Zulassung von Neuzuchten neue Züchter zu gewinnen, denn die engagierten Hobbyzüchter kennen sich in ihrer Rasse nicht weniger gut aus als die im Verein organisierten.

Ich gebe Henry Majaura auch Recht, dass die Anerkennung einzelner Farbenschläge (z.B. jetzt für das Löwenköpfchen) vereinfacht werden sollte, damit nicht zuviel Zeit vergeht bis man sie auch in anderen Farben auf Schauen bewundern kann.

@Anne: Toll, dass in eurem Verein darüber so offen diskutiert wird.

Grüße
Tanja

Kai

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7

Sonntag, 27. Januar 2013, 18:54

Hallo,
ich hatte mir dieses Wochenende diesen Bericht durchgelesen und Henry dazu gratuliert.
Er hat viele Dinge darin angesprochen, die vielleicht überdacht und verändert werden könnten.
Bestimmt wird es nicht allen gefallen, vielleicht ist es auch keine Patentlösung aber es ist einen Versuch wert, darüber nachzudenken und auch umzusetzen.
Wir leben in einer Zeit, wo die Nachfrage den Markt regelt.......also warum nicht den Zug der "Moderassen" für unseren Verband nutzen ?!

Und wegen alter Rassen, auch diese können zu Moderassen werden:
http://www.zdrk.de/fileadmin/TGRDEU/Auswert_komplett.htm
Wenn auch auf niedrigem, zahlenmäßigen Niveau, sind prozentual MW und EW als "im Trend" anzusehen....

Vielleicht sollte man bei den Zahlen für die Mindestverbreitung von Rassen auch in Zukunft europäisch gedacht werden, dann ist der Genpool auch größer als wenn man nur die deutschen Zahlen im Auge hat.
Und ob wir nun im ZDRK diese Rassen zulassen oder nicht, geben tut es sie doch außerhalb unseres Verbandes trotzdem.
Kann man diese Halter/Züchter für den Verband gewinnen, wären sie zumindest erfasst und könnten mit uns die Erfahrungen teilen.

Gruß Kai
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PeterW

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8

Montag, 28. Januar 2013, 08:03

Guten Morgen,

dieser Artikel ist sicher überfällig, wie so viele allerdings nicht zu Ende gedacht sondern nur ein Ausschnitt, teilweise holprig und nicht erklärbar, insgesamt jedoch als Anregung wertvoll.

Ein kleiner Ausflug:

Die meisten Tierzuchtverbände achten in ihrer Arbeit auf die Unterschiedlichkeiten der Rassen, einzelne Rassemerkmale sind das wichtigste vor den Allgemeinforderungen, um ganz unterschiedliche Rassen zu erhalten. Als organisierter Rassegeflügelzüchter bin ich bemüht um die Uterschiedlichkeiten, die Zulassung neuer Rassen ist recht problemlos, neue Farben werden in Extraklassen ausgestellt, es wird was dafür getan, Unterschiede in den einzelnen Rassen zu betonen und auch die neuen Verordnungen fördern dies in einem dem TSchG passenden Rahmen.Bei Hunden, Katzen,.... nicht anders, die Unterschiede der Rassen sind Verbandsinhalt, Gleichmachung ist kein Ziel.

Wie sieht es im ZDRK aus:
Man kommt nicht umhin zu erkennen, dass die Uniformität der Rassen oberstes Ziel zu sein scheint, Typangleichungen werden gefördert und außer sehr wenigen "Exoten" ist das "Einheitskaninchen " Ziel der Zuchtbestrebungen.

Ich werde jetzt nicht auf einzelne Punkte eingehen, ein typisches Verhalten dabei ist jedoch das Nichtanerkennen der Rassen des Europastandards nach den Rasebeschreibungen des Ursprungslandes - wir Deutsche lieben nun mal die "Vereinheitlichung", am besten nach unserem Gusto.

Für mich stellt sich deshalb ernsthaft die Frage, ob es tatsächlich sinnvoll ist, die vielen mittlerweile ernsthaft gezüchteten "Hobbyhalterrassen" unter dem "Schutz" des ZDRK zu organisieren, garantiert werden sie alle eine Vereinheitlichung erfahren "dürfen " - hat dies was mit Rassenvielfalt zu tun ??? Genetische Vielfalt ade !!!!

Ein weiterer Punkt stößt mir auf, sicher von dem Schreiber gut gemeint, gesellschaftlich allerdings unsäglich:

Jetzt auf einmal, da die Mitgliederzahlen sinken, werden Frauen und Mädchen interessant, die ganze Zeit hat man sie nicht "gebraucht", die Zahlen in den entsprechenden "Positionen" sind doch mehr als "Spärlich " mit Frauen besetzt !!!

Wenn im ZDRK sich wirklich was verändern soll, dann muss man die Sache auch zu Ende denken und daraus Forderungen formulieren:

1. Anerkennung aller Kaninchenrassen des Europastandards nach Definition des Ursprungslandes.

2. Vereinfachung des Anerkennungsverfahrens .

3. Zulassung der neuen Rassen erst nach wissenschaftlichen /DNA-Untersuchungen.

4. Keine Beschränkung der Farbzulassungen auf bestimmte Rassen.

5. Differenzierung der Rassenbeschreibungen müssen gefördert und gelehrt werden, Vereinheitlichungen werden zurückgenommen.

6. Wenn man ersthaft Interesse an den Züchterinnen hat, dann wird man in dieser patriachalischen Struktur des ZDRK nicht um eine Quote herumkommen.

....bin mal gespannt, ob ich auch nur einen der Punkte noch erleben werde :)



mfg Peter

9

Montag, 28. Januar 2013, 09:28

Hallo,
ich möchte mich kurz vorstellen. Mein Name ist Julia und ich züchte seit diesem Jahr im Verein D399 Zww siam blau.
Ich wollte kurz skizzieren wie ich zur Vereinszucht gekommen bin.
Meine Lieblingsrasse sind die Rexwidder und aber auch die Rexsatinwidder.
Mit diesen Rassen habe ich vor einigen Jahren meine kleine Zucht begonnen. Nun hat mich aber einiges bei den Hobbyleuten genervt.
Das "rosaschleifchen-ich-hab-euch-alle-lieb-und schicke-auch-mal-kranke-Tiere-in-die-Welt" war für mich genauso nervig, wie das planlose Vermehren von Kaninchen.
Meine Lieblingsrasse wurde aber von einigen wenigen Züchtern mit Fachwissen und Ziel gezüchtet. Nach Niederschlägen in der Zucht bin ich dann an Sylvana "Sybsilon" geraten und durch sie entwickelte ich den Wunsch ebenfalls in den ZDRK einzutreten um an der IG Rexwidder zu arbeiten. Dazu suchte ich mir eine Rasse, die mindestens genauso aufregend in der Zucht ist, wie die Rexwidder....
Also hat der ZDRK zumindest schon ein Mitglied über die (noch) nicht anerkannten Rassen gewonnen :-D
Natürlich ist es für mich ein Graus, dass ich erst in 5 Jahren meine Tiere im ZDRK tätowieren und ausstellen kann, so denn ein Nachzuchtverfahren für die Rexwidder Erfolg haben sollte.
Das finde ich einfach schade, da ich mir einbilde, nicht ganz frei von Wissen über die Rexwidder zu sein. Nun gut so sind aber die Regeln und ich bin nicht in der Position sie zu ändern.
Deine Anmerkungen PeterW finde ich spannend und es würde so vieles leichter machen.
So ist das Anerkennungsverfahren zum Beispiel in Frankreich viel weniger regide und so kommt es, dass die Rexwidder in allen bei den Rexzwergen und Zwergwiddern anerkannten Farben in Europa zugelassen sind.
Was ich aber in Bezug auf die "neuen Rassen" oft höre ist, dass sie die alten kaputt machen würden. Und genau das halte ich für falsch.
Meine Vereinskollegen werden wohl nie mit den blauen Wiener, groß Silber und Deutschen Riesen aufhören nur weil ich mit meinen Rexwiddern ankomme.
Allerdings ist zu bemerken, dass der Altersdurchschnitt bei uns sicher bei 60 Jahren liegt, obwohl ich mit meinen 30 Jahren diesen Fakt ordentlich nach unten verfälsche. Aber in so vielen Jahren haben meine Vereinskollegen kaum Nachwuchs für die großen Rassen gefunden.
Da wäre also mal zu überlegen, ob der ZDRK da nicht eventuell auf ein anderes Pony setzen könnte.
Letztlich ist und war die Kaninchenzucht doch immer eine sich selbst selektierende Angelegenheit. Ich meine auch vor 20 Jahren gab es Rassen die Verschwunden sind oder die wenig verbreitet waren. Nur waren damals andere Kriterien an Kaninchen gestellt worden, Fleischproduktion und Felle sind heute weniger interessant als Kuschelhäschen, genauso wie Rückepferde einen immensen Einbruch erlebt haben und dafür eher Reitponys gezüchtet werden, einfach weil sich die Bedürfnisse der Geselschaft ändern und mit ihr auch die Ansprüche die wir an Haus und Nutztiere stellen.
Henry Majaura bin ich für seinen Artikel unendlich dankbar, da er die Diskusion über die (noch) nicht anerkannten Rassen belebt und durch die Zeitschrift auch Vereinsmitglieder erreicht werden, die nicht über einen Internetzugang verfügen.

Viele Grüße Julia

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »JuliaL« (28. Januar 2013, 09:35)


jenser166

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10

Montag, 28. Januar 2013, 11:39

Hallo,
Julia nicht nur Frankreich, auch in Östereich geht es viel schneller mit der Anerkennung von Rassen. Nur um mal ein Beispiel zu nennen - in Deutschland haben wir über 10 Jahre benötigt um mit den GrM blau einen 2.Farbenschlag zur Anerkennung zu bringen - Zuchtfreund M.Warmuth aus Kärnten hat dazu rund 4 Jahre (als Einzelzüchter wohlgemerkt) gebraucht.
Der Artikel von H.Majura zeigt aber deutlich, dass hier noch viel Luft für Veränderungen ist und auch "einfache Dinge" erledigt werden müssen wie z.B. die Übernahme von Rassebeschreibungen aus den Urspungsländern ---> da bin ich mal auf die Diskussion unter den Deilenaar-Züchtern gespannt, denn bei dieser Rasse mußte ja unbedingt im deutschen Standard eine andere Bauchunterfarbe als im niederländischen Standard stehen.
In dem Sinne liegt noch viel an Veränderungspotenzial vor uns.
Gut Zucht
Jens

11

Montag, 28. Januar 2013, 12:30

da bin ich mal auf die Diskussion unter den Deilenaar-Züchtern gespannt, denn bei dieser Rasse mußte ja unbedingt im deutschen Standard eine andere Bauchunterfarbe als im niederländischen Standard stehen.

Hallo Jens,
du irrst. Hier mal den Standardtext

Zitat

6. Tussen en grondkleur
De tussenkleur is warm roodbruin met een scherpe begrenzing en is breder dan normaal. Aan de bovenkant is de tussenkleur begrenst door een smalle zwarte ring. De grondkleur van het dek is blauw, evenals de borst.De grondkleur aan de buik en van de onderzijde van de staart is roomkleurig. De grondkleur van de schootvlekken is blauw.

12

Montag, 28. Januar 2013, 13:01

@PeterW

Deine Ounkte finde ich sehr interessant. Da ich allerdings noch nicht lange dabei bin, kann ich nicht so viel zum Anerkennungsverfahren sagen. Ich fände es aber wirklich gut, wenn die Rassen aus dem Europastandard in den Deutschen Standard übernommen werden würden - besonders auf die Zulassung der Kleinrexe hoffe ich sehr.

Deine Anmerkung bzgl. der Frauen und Mädchen ist gut. Mich stört es beimLesen der Kaninchenzeitschrift schon lange, dass immer nur von "Frauengruppe" die Rede ist - auch bei Schauberichten: Die Männer sind fürs Züchten zuständig, die Frauen für die Dekoration und fürs Kochen. Dieses Bild ist in meinen Augen schon seit Jahrzehnten überholt.
Abgesehen davon - man kann auch als Mann kaninchentechnisch kreativ werden, oder nicht? ;)
Abgesehen davon finde ich die Bewertung der Bastelarbeiten manchmal recht merkwürdig, denn ich bin mir nicht immer sicher, ob die bewertenden Preisrichter von den entsprechenden Handarbeitstechniken Ahnung haben. Das ist aber ein anderes Thema.

Ich denke, dass Kaninchenzucht auf jeden Fall noch eine Männerdomäne ist, was mich aber weiter nicht stört. Ich glaube, es ist einfach schwierig auf der einen Seite Männer jenseits der 60 (ich überspitze hier absichtlich) und auf der anderen Seite Frauen unter 30 mit ihren Vorstellungen zur Kaninchenzucht an einen Tisch zu bringen um dann gemeinsam weiterzumachen.
Da ist sicherlich Umdenken erforderlich, wobei ich eher an eine sehr langsame Veränderung als an einen plötzlichen Wandel glaube, denn der ZDRK ist einfach eine lange gewachsene Vereinsstruktur.

Ein Beispiel, etwas ab vom Artikel ist z.B. der Internetauftritt der Landesverbände. Manche haben echt sehr informative Seiten, die regelmäßig aktualisiert werden, bei anderen findet man nur was, wenn man weiß, wo man suchen muss.

Ebenfalls in der aktuellen Ausgabe der Kaninchenzeitung stand auch ein Artikel über die Gestaltung von Schauen. Da war von Dekoration, Plakaten und Tombola die Rede. Ich denke, da kann und muss man noch weitergehen, wenn man auf Dauer neue Züchter gewinnen will.

Grüße
Tanja

13

Montag, 28. Januar 2013, 13:35

Hi,

bei den Kleinrexen sieht es momentan so aus, dass es zwar einige Zuchten in D gibt, diese werden aufgrund der Zugehörigkeit zu einem österreichischen Verein mit einer offiziellen Tätowierung - EE-Mitgliedsland - versehen und können somit zumindest auf Europaschauen ausgestellt werden. Bei der Rasse habe ich übrigens den Eindruck, dass hier nicht nur die ZDRK-Obersten, sondern auch der Vorstand der ADRC (Arbeitsgemeinschaft Deutscher Rexzüchter Clubs) überzeugt werden muss. Da ist wohl noch einiges an Arbeit nötig. :wacko:

Die von verschiedenen Züchtern auf der Österreichischen Bundesschau in Wels gezeigten Rassen, die nicht dem Österreichischen Einheitsstandard anghören, darunter unter anderem die Hasenkaninchen in weiß und die Farbenzwerge mantelgescheckt, wurden anhand des Europastandards bewertet. Warum auch nicht? Einfacher geht's doch gar nicht!

MfG Manfred

14

Montag, 28. Januar 2013, 13:42

Ich meine, dass das Kleinrexproblem eine Überschneidung der Gewichtsrahmen zu einigen, bereits anerkannten Rexen ist.
Ein Kleinrex Russe liegt wohl bei 2,5-3,25Kg und ein normaler Russen Rex bei 3kg bis 4kg...wer will die da noch unterscheiden??? Also muss man bei der einen oder anderen Rasse den Standard ändern...
Dieses Problem gäbe es bei den Rexwiddern übrigens nicht ;-)

Liebe Grüße

PeterW

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15

Montag, 28. Januar 2013, 14:05

Hallo Julia,

so einfach ist es nicht mit den Kleinrexen, zumindest wenn ich die Bilder vor Augen habe, die vor einigen Jahren in den unterschiedlichen Foren von "Marina" gezeigt wurden.

Der entscheidende Unterschied ist nicht das Gewicht sondern der Typ, daran werden sich wohl die Unterschiede festmachen. Und in Deutschland geht es um "Gleichmachung" !!!

Nichtsdestotrotz ist eine EE- Lösung doch ein vorstellbarer Weg - vermutlich in ganz Europa außer in BRD, wir sind ja was besonderes....

Nein, falsch, wir sind nichts besonderes, das nehme ich zurück, wir denken nur, wir seien was besonderes, so ist es richtiger :)

Tanja, nur kurz zu deiner letzten Bemerkung:

Setze 5 Frauen an einen Tisch und die "Gestaltung von Schauen " ist geregelt, kurz, effektiv und nachhaltig; Männer befassen sich zu Hauf mit bunten "Holzkaninchen".........

mfg Peter

Kai

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16

Montag, 28. Januar 2013, 15:07

Hallo,
eigentlich wollte ich hier nicht abweichen und bei dem Grundthema Neuzuchten bleiben...nun gehe ich doch auf die Frauen ein.
Ich hatte das Henry auch schon privat geschrieben, dass ich den Absatz nicht so gut finde.
Hier mal meine kleine Statistik:
  • Also hier im Forum, sind züchtende Frauen keine Seltenheit!
  • Bei uns im KV-Vorstand brauchen wir dringend eine Männerquöte (1. und 2. Vorsitzende, Kassiererin, Jugendleiterin, RFÖin) nur der der Schriftführer und ich als Zuchtwart sind noch "Mitglied" ;) )
  • 3 Vereine und ein Club haben eine Frau als erste Vorsitzende in unserem KV
  • In unserer PR-Gruppe sind 4 Preisrichterinnen und 1 Anwärterin
Peter, das mit der Organisation von Veranstaltungen, das hängt eher von der Persönlichkeit und weniger vom Geschlecht ab.......
Gruß Kai
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17

Montag, 28. Januar 2013, 17:47

Hi,

der Kleinrex liegt im Gewicht zwischen 2,0 und 2,50 kg, bis 2,75 kg ist er noch bei Punkteabzug ausstellungsfähig. Die hier angesprochene geringenen Unterschiede zu bereits anerkannten Rexrassen spielten in Österreich bei der Anerkennung nur eine untergeordnete bis keine Rolle, obwohl wir die Rexe in zwei Gewichtsklassen unterteilen und zum Beispiel die Marder-Rexe, Loh-Rexe, und Feh-Rexe hier bloß 2,75 bis 3,25 kg bei einem entsprechend kürzeren Ohr wiegen dürfen. So schlecht sind die Tiere nun nicht, denn wer sich die castorfarbigen Kleinrexe auf der Europaschau angesehen hat, wird festgestellt haben, dass diese im Vergleich zur Zwergrasse die bei weitem bessere Deckfarbe haben und sich von diesen wohlwollend abheben.

Auf der letzten ADRC-Schau hat mich ein älterer Herr angesprochen, mir die Katalogseite der Zwergrexe dalmatiner dreifarbig unter die Nase gehalten und mir die Frage gestellt, ob ich der Züchter wäre. Der Herr hat oder hatte die dreifarbigen Standardrexe im Stall, ist sichtlich nicht mehr der Jüngste und das "Handling" der Tiere bereitet ihm Probleme. Die Zwerg-Rexe wären eine Alternative, sind aber aufgrund der Letalfaktoren nicht so einfach zu züchten. Die Kleinrexe in dalmatiner dreifarbig wären da bei weitem besser geeignet. Die auf der Europaschau gezeigten Tiere waren bereits gut, also ... warum nicht?

Die Tendenz geht ja nicht nur dahin so viele rezessiven Merkmale wie möglich auf einem Tier zu vereinigen, sondern auch mehr und mehr kleinere bis Zwergrassen zu züchten. Die Kleinrexe sind eine Bereicherung des Spektrums, das gilt auch für so manch andere Rasse bzw. Farbenschlag. Wenn man schon einen neuen Europastandard auflegt, der ja wie auf den ersten Seiten ersichtlich auch von deutschen Funktionären mitgestaltet wurde, dann sollte man ihn nicht als lästiges Anhängsel am Bein betrachten, sondern damit etwas unternehmen. Möglichkeiten gibt's genügend.

MfG Manfred

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Fred« (28. Januar 2013, 17:53)


18

Montag, 28. Januar 2013, 18:13

Hallo Fred,
bitte nicht falsch Verstehen, ich habe absolut gar nichts gegen Kleinrexe oder irgendeine andere Rasse!
Das wäre ja sehr vermessen von mir, die Arbeit und Leidenschaft die jemand in eine Rasse investiert gering zu schätzen.
Das Gewichtsargument habe ich von jemandem aus einem Rexclub gehört.
Ich persönlich habe eh eine Vorliebe für die Rexfelle ob groß oder klein, aber am liebsten mit Schlappohren ;-)
Wenn ich dann bei jenser166 lese, dass sie 10 Jahre für die Anerkennung einer Farbe gebraucht haben, bin ich froh dass ich noch jung bin weil wir für eine komplett neue Rasse sicher 20 Jahre brauchen :-/
@ PeterW was meinst du mit

"3. Zulassung der neuen Rassen erst nach wissenschaftlichen /DNA-Untersuchungen."

Was genau würdest du untersuchen lassen?

Liebe Grüße

19

Montag, 28. Januar 2013, 20:06

Hi,

so habe ich es auch nicht aufgenommen. Das Gewichtsargument kenne ich. Komischerweise habe ich bei manchen das Gefühl, dass sie eigentlich gar nicht wissen von was sie sprechen. Das Thema "Neuzüchtungen" ist hier schon so oft durchgekaut worden, es gab bereits beachtenswerte Vorschläge, letztlich hat sich nicht viel getan. Das liegt wohl auch daran, dass die Anzahl derjeniger, die Kaninchen züchten und einen Computer zuhause stehen haben, verschwindend gering ist. Aussagen über die Altersstruktur liegen in dem Fall natürlich nahe. Inwiefern man die Fortschrittlichkeit, Flexibilität und das Gucken über den Tellerrand und den Zeitgeist miteinbeziehen kann, überlasse ich anderen.

MfG Manfred

PeterW

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20

Dienstag, 29. Januar 2013, 06:54

Guten Morgen zusammen,



Kai, da lebst Du aber im "gelobten Land", bei uns herrscht in dieser Richtung noch "tiefstes Mittelalter", "Züchterfrauen " gibt es schon einige, Züchterinnen allerdings kaum. Ich bezweifle nicht, dass es kreative Männer gibt, ich kenne aber aus meiner täglichen praktischen Arbeit, dass Frauen im Umsetzten von Ideen schlicht besser und schneller sind. Mit Verlaub, keine Frau käme auf die Idee - zumindest keine aus meinem Umfeld-ein bemaltes Holzkaninchen als Logo einer Schau zu benutzen, vielleicht noch für den Kinderbereich, für das Werben von NeuzüchterInnen und Erwachsene ......??????

Julia, da ich in mehreren Bereichen Tiere züchte/gezüchtet habe, ist mir bekannt, dass andere Verbände durch DNA-Analysen die Verwandtschaftsverhältnisse der einzelnen Rassen ermittelt haben, teilweise mit sehr überraschenden Ergebnissen. Würden wir dies auch in der Rassekaninchenzucht tun, bin ich überzeugt, dass so manche Rasse als solche auch als Farbenschlag einer anderen bzw. dass evtl. sogar Farbenschläge als eigene Rasse anerkannt sein müssten - dies würde Klarheit in die ganze Zucht bringen und für klare Strukturen sorgen - dies ist allerdings nicht der vordringlichste Punkt, anderes wäre deutlich wichtiger.

Die Altersstruktur des ZDRK alleinig als Bremse für eine Weiterentwicklung sehen zu wollen halte ich für zu einseitig, ich persönlich kenne mindestens so viel junge "Starre" wie alte "Flexible"., habe sogar den Eindruck, dass "Junge" - und damit meine ich die unte 50- in ihrer Haltung oft noch rigider sind . Frauen könnten dabei die Verhältnisse verändern, wobei auch dabei gewisse Schwierigkeiten der unterschiedlichen Akzeptanz auftreten werden - die jungen "Starren" haben dabei wohl weniger Probleme denn die alten "Flexiblen - Generationenproblem-, obwohl sie sich in der Grundeinstellung durchaus näher sein können..

mfg Peter