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PeterW

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1

Montag, 10. November 2014, 09:45

Farbenreinzucht ?

Guten Morgen, liebe ZuchtfreundInnen,



in der neuen Fachzeitschrift steht von Zfr. Henry M. ein sehr interessanter Bericht über Zwergwidder chinfarbig.

Neben der Aufklärung über die genetischen Unterschiede bringt er einen Punkt ins Spiel, der mir so ganz neu wäre:

Er empfiehlt, Zwergwidder wildfarbig einzukreuzen, da dies nicht genehmigungspflichtig wäre. Ich schätze Henry als sehr kompetent ein, bin jedoch sehr skeptisch, ob die Regelung tatsächlich so ist .

Unabhängig von meiner persönlichen Meinung dazu meine Fragen:

1. Dürfen verschiedene Farbenschläge innerhalb einer Rasse tatsächlich ohne Genehmigung durch den LV legal untereinander verpaart werden ?

2. Seit wann ist dies erlaubt bzw. wo und wie wurde dies publiziert ?

3. Gilt dies für alle Rassen mit unterschiedlichen Farbenschlägen ?

Herzlichen Dank für die Beantwortung dieser Fragen, ich denke, wir haben hier im Forum die entsprechenden Leute, die diese Fragen beantworten können :)



mfg Peter

PeterW

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2

Dienstag, 11. November 2014, 06:53

Guten Morgen,

...niemand kennt die Richtlinien des ZDRK für die Farbenreinzucht....???????????

Verwunderlich, mehr als....



mfg Peter

andi-kaninchen

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3

Dienstag, 11. November 2014, 12:00

Hallo Peter,
ich hab die Zeitung nicht mehr, daher weiß ich nicht was da geschrieben wurde.

Mit der Farbreinheit, du weißt ja was in Züchterkreisen so alles gemacht wurde und auch wird. Auch wenn es keiner zugibt.
Es ist schon erstaunlich das jemand aus wissenheit, oder unwissenheit in einem Artikel sowas auch noch beschreibt.

Die Reagtion hier sprich Bände!
Vor einigen Jahren hatte sowas noch eine ordentliche Disscusion hervorgerufen, nun scheint es schon fast Normal.

Schade!
Gruß Andreas


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zwergloh

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4

Dienstag, 11. November 2014, 12:12

Ich gebe zu, dass ich den Artikel nicht gelesen habe und mir die Zeitung auch sonst noch nicht froß angeschaut habe.

Soweit ich weiß, ist es nicht erlaubt Farbschläge untereinander zu kreuzen. Man brauch erst eine Genehmigung zur Kreuzung dafür.
Was alles unter der Hand gemacht wird ist keine Frage, hatte ich schon schöne "Überraschungen" im Nest gehabt wie siam bei den FbZw marder, loh blau bei den FbZw loh schwarz und am besten waren die Zwergrexe dalmatiner schwarz-weiß. Ich habe 2005 mit den aufgehört aber die Farbpallete war "nett". Ich hatte nebst schwarz-weiß auch wildfarbig-weiß, blau-weiß und thüringer-weiß. Bei Schecken dann besonders schön, wenn man was ausstellungsfähiges haben will.

Ich hänge im Moment eher an der Frage 2: nämlich wo es genau steht, dass man es darf/nicht darf.

PeterW

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5

Dienstag, 11. November 2014, 13:08

Hallo zusammen,



ich bin manchmal ein sehr ungeduldiger Mensch - vor allem wenn ich meine , es sein wichtig -, lassen wir den Fachleuten noch etwas Zeit für die Antworten.

Wenn ihr euch vielleicht erinnert, bin ich ja ein Vertreter der Fraktion die meint, verantwortungsvollen Züchterinnen müssten mehr Möglichkeiten zur Zucht gegeben werden, um die Tier auch tatsächlich gesund zu erhalten - problematisch dabei ist jedoch, dass es deutlich mehr "Panscher" denn " Züchter" gibt, ansonsten würden viele Beispiele nicht notwendig sein.

Ich warte auf die Antworten, dann gehen wir mal ins Detail :)



mfg Peter

6

Dienstag, 11. November 2014, 13:12

Hallo zusammen

Es dürfen keine Verschiedenen Rassen untereinander gekreuzt werden !!!.
von Farbschlägen einer Rasse war nie die Rede.
zb. durfte 2012 DR weiß und DR wildfarben nicht ohne Genehmigung gekreuzt werden da laut Standard zu der Zeit verschiedene Rassen.
Zur Zeit gleiche Rasse also keine Kreuzung !!!.

Peter


der widder

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7

Dienstag, 11. November 2014, 13:36

Hallo zusammen.

Hier ist der betreffende Absatz:

Wenn alle Stränge reißen und wenn und zu vertretbarem Aufwand kein fremdes Tier in die eigene Zucht genommen werden kann, wäre die Anpaarung an hervorragende Wildfarbene möglich, da die als Kreuzung innerhalb der der Rasse nicht genehmigungspflichtig sind. Das birgt allerdings farbliche Gefahren, worauf ich später noch zurückkommen werde.


Quelle: Kaninchen Zeitung
Nr: 21/22 November 2014
Artikel: Vielerlei Deckfarben
Autor: Henry Majaura


Mfg Micha

Kai

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8

Dienstag, 11. November 2014, 13:43

Hallo lieber Peter,
das sind berechtigte Fragen.
Mir selber ist
dazu §12 der AAB eingefallen. Aber da ich auf Nummer sicher gehen
wollte, habe ich mir erlaubt die Frage an die passende Stelle weiter zu
leiten.
Hier die Antwort:
1. Dürfen verschiedene Farbenschläge innerhalb einer Rasse tatsächlich ohne Genehmigung durch den LV legal untereinander verpaart werden ?
Nein.

2. Seit wann ist dies erlaubt bzw. wo und wie wurde dies publiziert ?
Gar nicht.

3. Gilt dies für alle Rassen mit unterschiedlichen Farbenschlägen ?
Ja, und zwar die Nichterlaubnis. Erlaubt nur auf Antrag und mit Genehmigung des LV nach Rücksprache mit der ZDRK-Fachkommission.

Der Text der AAB wurde nicht geändert:



[b]



"Kreuzungsversuche (zur Verbesserung bestehender Rassen)
bedürfen der Genehmigung der ZDRK-Standard-Fachkommission in Absprache mit dem
zuständigen Landesverband. Die Nachzuchttiere sind mit einem zusätzlichen [b]"K"
zu kennzeichnen. Nach Ab­schluss
des Kreuzungsversuches, der wiederum anzuzeigen und nachzuweisen ist
(Zuchtbuch-Nachweis der Reinerbigkeit in drei aufeinanderfolgenden
Generationen), können die Tiere wieder unter der Rassebezeichnung und mit der
normalen Tätowierung ausgestellt werden.




Mit einem
zusätzlichen "K" tätowierte Tiere
dürfen nicht ausgestellt werden
(vgl. § 4).




(Für Kreuzungstiere, nicht tätowierte und anders
gekennzeichnete Tiere im Rahmen der Begutachtung der Kaninchen von
Heimtier-Kaninchenfreunden und im Rahmen von Kaninhop-Wettbewerben vgl.
§ 2c und § 4.)."








Aus der Klammer [b][b](zur Verbesserung bestehender Rassen)[/b]
zu schließen, dass das für Farbenschläge erlaubt sei, ist absoluter
Quatsch, denn auch die Verbesserung eines Farbenschlags bewirkt
letztendlich die Verbesserung des entsprechenden Rassenstandes. [/b]



[/b][/b]


Ich glaube dass wir wohl eigentlich alle mit eine solchen Antwort gerechnet haben.
Auch wenn es leider immer wieder "Zuchtfreunde" gibt, die da ihre eigene Gensupper brauen.
Ärgerlich ist es dann wenn diese nicht wissen was sie tun oder bewusst nicht ebreine Tiere an nichtsahnende Züchter weitergeben.
Die Folgen haben wir alle schon im Stall gehabt oder lese davon hier im Forum.

Im Fall von Henry Majaura glaube ich, dass zum einen weiß, was er macht und auch verantwortungsvoll genug ist, was er an Tiere weiter gehen würde.

Gruß Kai

zwergloh

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9

Dienstag, 11. November 2014, 14:37

Ich wusste ich habe irgendwo was gelesen:

Praktische Kaninchenzucht: erlaubte und unerlaubte Kreuzungen.pdf

Ein Schulungsbericht vom LV Sachsen

PeterW

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10

Dienstag, 11. November 2014, 15:42

Hallo Kai,



herzlichen dank für die klärenden Worte, ich glaube , es ist einfach wichtig, nochmals sich die Grundregeln klar zu machen.

Farbenreinheitszucht ist immer noch Grundlage der Rassekaninchenzucht !!!!!

Ich glaube, damit schaffen wir auch wieder Sicherheit für unsere Zuchtbuchführer, denn es bedeutet ja nichts anderes, als dass auch auf den Deckscheinen keine unterschiedlichen Farben der Elterntiere vorhanden sein dürfen - Ausnahmen hier ganz klar die spalterbigen Rassen sowie die Schecken ( hier gilt jeweils gescheckt x farbe, wobei natürlich die farbe bei beiden Eltern wieder gleich sein müssen).

warum können sich so viele nicht an diese Regeln halten ? Darüber sollten wir uns wirklich mal unterhalten.

Schönen Abend

wünscht Peter

andi-kaninchen

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11

Dienstag, 11. November 2014, 19:44

Hallo Peter

erst mal danke Kai!

zu deiner letzten Frage :warum können sich so viele nicht an diese Regeln halten, es fehlen die Strafen die auch ziehen.Nur um nicht die "letzten" Mitglieder zu verlieren wird ständig ein Auge zugedrückt oder garnicht erst hingesehen. Es wird zu oft belächelt und gesagt das wissen wir doch alle also mach nicht son Wind darum.
Leider schade, da dadurch die Arbeit von so manchem Zuchtjahr vernichtet wird.
Gruß Andreas


Und wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her!

Kai

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12

Dienstag, 11. November 2014, 20:07

Hallo Andreas,
so einfach ist es ja auch nicht.
Wie viele von uns machen denn die immer wieder angemahnten Reinerbigkeitsprüfungen ?!
Oft wurde Genarationen vorher gepanscht, die Nachzuchten gehen über mehrere Hände und erst wenn zwei Tiere mit der gleichen rezessivern Erbanlage zusammen kommen,
merkt man erst was los ist. Schnell ist dann der Falsche in Verdacht.

Wie oft hört man "ich kauf mir einen neuen Rammler"... und dann werden alle Häsinnen damit belgt.
Und wenn dann Mist fällt, kauft man wieder einen neuen Rammler um es zu überdecken.

Keine Frage, wer panscht und wissentlich erbunreine Tiere weitergibt ohne es zu sagen, ist der Verursacher!
Aber die eben geschriebe "Methode" hat was von "Vogel-Strauß-Methode" und gibt eine gewisse Mitschuld.

Um ganz sicher zu sein, müssten jeder von aus 1,1 in seperator und weiß RA haben um alles an Rammlern und Häsinnen durchzutesten....
Wer hat die Möglichkeiten und den Platz dazu?

Gruß Kai

zwergloh

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13

Dienstag, 11. November 2014, 22:12

Ich denke es scheitert nicht nur an den Möglichkeiten und Platz. Wenn ich das bei meinen Zuchthäsinnen und deren Wurfleistung durch rechne, habe ich dann 40 Jungtiere mit Seperator getestet und nochmal 40 aus den weiß RA verpaarungen. Das macht insgesamt 80 Jungtiere. Nur wohin mit den ganzen Tieren.
Ich kann mir durchaus vorstellen, wenn diese dem Standard entsprechen, wird weiter gemogelt. Den wo will man mit den ganzen Nachzuchten hin. Die werden dann wie beim ganzen gepansche tätowiert, ausgestellt und verkauft. Dann hat der nächste bzw. die nächsten Züchter das gleiche Problem wie jetzt auch. Fehlfarben in allen Rassen.

14

Mittwoch, 12. November 2014, 13:24

Hallo,

letzlich ist die Farbenreinzucht ein zweischneidiges Schwert. In Anbetracht meiner Rassen und der Verwandtschaftsverhältnisse komme ich öfter zum Grübeln und wünsche mir eine Erweiterung des Genpools. Die Frage, wie man das dann löst ist eine andere.

Nicht unbedingt verständlich ist mir so manche Bestimmung bei genehmigten Kreuzungen, denn bei vorausgesetzter Rezessivität der Merkmale müsste ich theoretisch bereits die F2 ausstellen können. Das wird jedoch unterbunden.

Und, zuguterletzt trägt auch die eine oder andere Bewertung dazu bei. Auf Ausstellungen findet man immer wieder Tiere, die farblich nicht unbedingt dem Rassebild entsprechen und Anlass zu Vermutungen geben. Nichtsdestotrotz werden diese Tiere zum Teil hoch bewertet. Bei der ADRC-Schau war ein havanna-gelb-weißer Dalmatiner-Rex dabei; den hat man wenigstens gefunden! :thumbsup:

MfG Manfred

andi-kaninchen

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15

Mittwoch, 12. November 2014, 18:43

Kai, du hast mich falsch verstanden.
Es geht um die Panscher und nicht um alle Züchter. Du weißt genau was und wie ich es meine, also bitte.
Es kann ja jeder in seinem Stall machen was er möchte, aber diese Tiere in Umlauf bringen, naja meine Meinung hab ich geschrieben.
Gruß Andreas


Und wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her!

torsten

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16

Donnerstag, 13. November 2014, 13:55

Hallo zusammen,

es ist nunmehr in kurzer Zeit bereits der zweite Artikel des Autors, der fachliche Punkte falsch darstellt (oder will der Autor nur auf missverständliche Formulierungen hinweisen ?). Im Bericht über die Hotot von knapp zwei Monaten fand sich der Hinweis, dass schwarze Flecken an den Ohren (von einigen PR) nicht gestraft werden, weil die Formulierung im Stadard unter den schweren Fehlern lauten würde: "Farbige Flecken am Körper" und die Ohren ja nicht Körper wären. Liest denn in der Redaktion keiner Korrektur ? - Es ist doch immerhin auch ein Fachorgan.

Gruß Torsten

17

Donnerstag, 13. November 2014, 20:09

Hallo,

die ersten Zwergwidder chin-weiß kamen 2003 in meine Stallungen, da sich meine damaligen Zwergwidder in grau-weiß als spalterbig erwiesen. Die Rasse befindet sich nunmehr seit über zehn Jahren in meinen Händen. Pro Jahr werden in beiden Farbenschlägen zwischen 30 und 70 Jungtiere gezogen, mal mehr, mal weniger. In all den Jahren war kein einziges Tier darunter, das eine Nestbräune zeigte und als Dunkelchinchilla hätte bezeichnet werden können. Da ist der Autor wohl einer der wenigen, der das Glück hatte einen Dunkelchinchilla zu sehen. Eine Abart, die hier überhaupt nicht beschrieben wird, sind die schwarzen Tiere, die in dem einen oder anderem Wurf schon mal auftauchen - achiBCDg!

Den Marderfaktor kann man durchaus kritisch sehen. Laut Mitteilungen von Nachtsheim und Castle handelt es sich letztlich um die selbe Mutation; der Unterschied besteht in der An- bzw. Abwesenheit des Wildfarbigkeitsfaktors. Tja, damit stellt sich die Frage: "Wozu braucht man ihn (am)?"

Das Widderohr - siehe die Abbildungen auf Seite 6 - wird wohl durch eine oder mehrere Mutationen im Bereich des Stützapparats des Ohres verursacht. Verbreiterte und verdickte Wülste bzw. Löffelohren konnte ich bei meinen Tieren noch nicht feststellen. Das Nicht-Fallen-Lassen des Behangs lag vor allem am Umstand, dass es a) in Tirol in den Wintermonaten saukalt ist - das glaubt zwar keiner, aber ist so - und b) die Kronen am Kopf relativ eng stehen und sich der Behang wie es ein bayerischer Bekannter mal ausdrückte "im Zwang" stehen. Zu a) noch eine kurze Bemerkung - in Bodenheim verlassen meine Zwergwidder auch in den Wintermonaten das Nest mit Hängeohren.

Die auf den Fotos dargestellte keilförmige Schnauzpartie sehe ich nicht unbedingt als Nachteil. Das Auge bzw. der Augapfel ist zumindest von vorne sichtbar. "Tiefliegende Augen" können so schon mal nicht vorkommen.

Der Bundessieger auf dem Titelblatt zeigt zumindest auf dem Foto Binden an den Vorderläufen, ein Umstand, der stark verbreitet ist und dem einen oder anderem meiner Tiere bereits Punkte gekostet hat. Die etwas helleren Tiere besitzen meistens die besseren Zwischen- und Unterfarben; die dunkler gefärbten Tiere haben die besseren Decken, dafür ist die Zwischenfarbe schmal und bloß noch grau. Die Sprenkelung der Blumenoberseite ist ebenfalls ein Thema. Die Unterfarbe hellt zum Teil auf. Die chin-weißen Tiere werden sehr oft auf Zwischen- und Unterfarbe reduziert, obwohl es sich nach wie vor um ein geschecktes Tier mit zahlreichen Forderungen handelt. Bei den einfarbigen wird die Position 6. mehr oder weniger zum Ausgleich verwendet, da könnte man bei weitem stärker differenzieren.

Einen Vergleich mit dem Kleinchinchilla würde ich nicht unbedingt anstellen. Da müsste man nämlich anmerken, dass die Grannenhaare bei dem einen oder anderen Tier sehr weit überstehen, viele Kleinchinchilla kaum noch eine flockige Schattierung aufweisen, und eine zu gleichmäßige Deckfarbe zeigen; bei der Haarlänge auch kein Wunder. Die Zwischenfarben sind zwar in ihrer Intensität toll, aber letztlich oft viel zu schmal. Also, auch hier gibt's noch Arbeit.

Der Artikel stellt die Meinung des Autors dar. Es ist ja nicht unbedingt gesagt, dass diese die richtige ist. :)

MfG Manfred

PeterW

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Freitag, 14. November 2014, 09:43

Hallo zusammen,

vielleicht kurz ein paar Gedanken zu der Frage, warum anscheinend die Vorgaben nicht eingehalten werden.

Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass 95% all deren, die Tiere verkaufen und dann die Käufer feststellen müssen, dass da was nicht stimmt, nicht die Verursacher der Misere sind sondern lediglich die meist ahnungslosen Betroffenen.

Die Grundfrage ist und bleibt doch, was ist Rassekaninchenzucht im Sinne des ZDRK bzw. deren Statuten:

Ich versuche es an einem Beispiel zu erläutern, wobei mir wichtig ist , dass ich die Aussagen nicht wertend treffen will !!!

Als Rassekaninchenzüchter stelle ich Tiere in meine Zucht ein, die entweder aus meinen eigenen geprüften und getesteten Linien bestehen oder zugekaufte Tiere mit selbstverständlich vom Zuchtbuchführer bestätigten Nachweis. Mit diesen Tieren mache ich erst mal zumindest Probepaarungen , um sie dann gezielt und erst mal sehr vorsichtig in meine Linien einzubauen. dass Tiere aus Probepaarungen nicht abgegeben werden versteht sich von selbst.

So, wer macht das ?

Bitte meldet Euch nicht alle, die Flut wäre vermutlich nicht zu bändigen, beschäftigen wir uns doch lieber mit den "Wenigen", die so nicht in der Rassekaninchenzucht vorgehen und fragen nach deren gründen.

Einer wurde schon genannt, viele haben einfach nicht die räumlichen/finanziellen Kapazitäten, um Rassekaninchenzucht in diesem Sinne zu betreiben sie verpaaren nach bestem Wissen und gewissen die "rassereinen" Tiere - diese "Rassekaninchenvermehrer"sind sicher nicht der kleinste Teil unserer ZuchtfreundInnen.

Andere legen den Hauptwert auf die Präsentation ihrer Tiere auf Ausstellungen, eines der wichtigsten Motoren der Zucht überhaupt -diese "Ausstellungszüchter" legen Wert auf das Aussehen, den Phänotyp ihrer Tiere und machen da alles, um die gewünschten Typen zu präsentieren. In diesem Bereich gibt es sicher nicht wenige, die nach dem Motte "das Ziel ist entscheidend" auf den Weg nicht sooo genau achten...

Und als weitere Gruppe möchte ich nicht die vergessen, die mit ihren Tieren Geld verdienen wollen - und dies als erste Prämisse.

Zusammenfassend kann man schon sagen, dass es immer wieder einige Züchter geben wird, deren Motte eben nicht "der Weg ist das Ziel" sondern viel eher " das Ziel egal wie ist entscheidend" ist.

Um das ganze irgendwie zu koordinieren brauchen wir ja eine Organisation, die gewisse Regeln vorgibt - ZDRK. Die Vorgabe bleibt jedoch Makulatur wenn sie nicht kontrolliert wird bzw. nicht harte Strafen drohen - leider scheinen wir Menschen so gestrickt zu sein.

Und hier haben wir auch den ersten Ansatzpunkt für eine verantwortungsvolle und korrekte Zuchtvorgabe - anscheinend reichen die jetzigen regeln nicht aus, da muss man "aufbauen".

Regeln haben es aber auch in sich, dass man deren Inhalte ab und an überprüfen sollte und den neuesten Erkenntnissen anpassen - hier nur ein Beispiel: Herr Prof. Rudolph hat in einem Fachbericht sehr genau die gefahren einer kontinuierlichen Genreduzierung in den Rassen beschrieben und Wege daraus aufgezeigt, praktisch ist offiziell nichts passiert, obwohl man durchaus z.B. reinerbige rezessive Farbenschläge hätte der Rasse zur Verfügung stellen können - natürlich nur da, wo es auch möglich ist.

Wir reden sehr oft von "seltenen" Rassen, "rote Liste", schwindender Genpool" uvm. , lauter Punkte, die aktualisiert werden und eigentlich schon in die Regeln mit eingebaut werden hätten müssen.

Dass dies noch nicht geschehen ist, kein Vorwurf an niemanden ! Dass das ganze aber noch nicht offiziell thematisiert wurde......es gäbe sicher einige ZuchtreundInnen, die sich da aktiv beteiligen würden und Vorschläge erarbeiten könnten.

Zum Schluss noch eines:

Wir werden kriminelle Elemente nie ausschließen können, wir werden einzelne schwarze Schafe immer haben, dies darf aber kein Grund sein, einfach nichts zu tun.

Wie in vielen anderen Bereichen schlummert auch in den Züchterinnen viel mehr kreatives Potenzial, wie manche (Führenden) vermuten, dieses Potenzial will gewonnen werden.



mfg Peter



PS: Kann den Bericht meines Vorschreibers zum Thema Zwergwidder chin nur empfehlen, bei dem Bericht in der Fachzeitschrift vergleichend im Hinterkopf zu haben - richtig gut, Manfred.

PPS: Dass ich in machen Passagen nur die männlich Form gewählt habe ist Absicht und schlicht ein persönlicher Erfahrungswert

andi-kaninchen

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Freitag, 14. November 2014, 19:07

Hallo Peter,
da kann ich dir nur recht geben.

Wenn man sich dann noch die in einem anderen Thema abgegebenden Meinungen zur Vorauswahl von Züchtern die auf groß Schauen ausstellen dürfen voraugen führt, na dann gute Nacht ehrliche Kaninchenzucht.
Gruß Andreas


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Freitag, 14. November 2014, 20:15

Auf der Seite des sächsische-kaninchenzüchter.de ist unter "erlaubte und unerlaubte Kreuzung" das nachlesbar was wir hier diskutieren. Schade das Solche Referate in Vereinsversammlungen viel zu wenig besprochen werden.

http://www.lv-saechsische-kaninchenzuech…_Kreuzungen.pdf
Gruß Andreas


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